Niclas Beckerling antwortet WSC-Boss: „Ich bin noch jung, kann immer noch aufsteigen!“

dzWerner SC

Niclas Beckerling wechselt aus der Landesliga in die Kreisliga A zum SuS Oberaden. Er erklärt nun warum und reagiert auf die Aussagen vom Vorsitzenden des Werner SC, Stan Overmann.

Werne

, 27.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Es prasselte viel auf Niclas Beckerling in den vergangenen Tagen ein. Sehr viel. Erst kam der Wechsel von Beckerling vom Werner SC zum SuS Oberaden, im Anschluss die Erklärung von Thomas „Stan“ Overmann, der von „weggeschmissenem Talent in der Kreisliga A“ sprach. Jetzt äußerte sich Beckerling erstmals und erklärt seinen Wechsel aus der Landesliga in die Kreisliga A.

„Ich gehe lieber auf die Spielzeit. Es war kein Ziel in die Kreisliga A zu gehen. Ich werde aber nicht mehr Zeit haben und mir reicht es nicht, immer nur 30 oder 35 Minuten zu spielen“, erklärt Beckerling.

Ausbildung kostet Zeit

Was der 20-Jährige damit meint: Beckerling befindet sich in der Ausbildung zum Polizisten, ist dadurch viel unterwegs. Entweder zu Schulungszwecken in Ostwestfalen oder zum Arbeiten auf den Polizeiwachen. Viel Zeit zum Training bleibt ihm da nicht. „Das war schon im vergangenen halben Jahr so. Da habe ich auch nicht so viel gespielt, wie ich mir erhofft habe. Wieso sollte das jetzt anders sein?“, erklärt er seine Sicht. Die Einsatzzeiten wurden dadurch geringer, waren für ihn nicht mehr zufriedenstellend.

Es gab zwar das Gespräch mit den WSC-Verantwortlichen, doch Spielzeit konnte man ihm da nicht zusichern, wie Beckerling erklärte: „Lars (Lars Müller, Trainer des Werner SC, Anm. d. Red.) meinte, er sieht in mir das Talent. Ich wäre aber noch nicht weit genug. Er konnte es mir nicht versichern, dass ich die Spielzeit bekomme. Sie haben mir den Weg aufgezeigt, wir könnten es weiter so versuchen, wie in der letzten Saison, aber ich wollte mehr spielen.“

Jetzt lesen

Angesprochen auf die Aussagen von Stan Overmann, äußert er sich klar: „Es war nicht mein Ziel in die Kreisliga A zu gehen. Mit Oberaden ist das klare Ziel die Bezirksliga. Ich bin noch jung, bin 20 Jahre alt, kann immer noch aufsteigen! Ich glaube, in den nächsten Jahren kann man sich immer noch verändern.“ Vor allem die Perspektive der Oberadener habe Beckerling dabei überzeugt, den Sprung zwei Spielklassen tiefer zu machen.

Alte Bekannte in Oberaden

Ein Dutzend neue Spieler hat Oberaden verpflichtet. Beckerling meint, er kennt schon knapp die Hälfte von den Neuzugängen. Hinzu kommt, dass mit Niklas Whitworth und Dustin Gorzalski zwei ehemalige WSC-Spieler ebenfalls in Oberaden anheuerten. „Das sind zwei gute Freunde von mir, was auch ein Grund war“, sagt er.

Der Zeit beim Werner SC wird Beckerling aber nicht schlecht in Erinnerung behalten. „Wir gehen auf jeden Fall im Guten auseinander, ich werde mit den Jungs weiterhin Kontakt haben. Auf der einen Seite ist es auch traurig, weil es eine relativ kurzfristige Entscheidung war, aber ich freue mich auf die neue Herausforderung.“

Lesen Sie jetzt