„Nichts, wo wir angreifen können“ - Markus Schnatmann ist neuer Geschäftsführer im Stadtsportverband

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Eigentlich wollte Markus Schnatmann als neuer Geschäftsführer des Werner Stadtsportverbands im Herbst richtig angreifen. Doch nun ruht der Amateursport. Trotzdem sind schon Bereiche im Gespräch, die er übernehmen kann.

Werne

, 30.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Den neuen Geschäftsführer des Werner Stadtsportverbands ans Telefon zu bekommen, ist aktuell gar nicht mal so einfach. Denn neben seinem Beruf als Elektrotechniker und der Trainertätigkeit bei GS Cappenberg ist Markus Schnatmann vor kurzem auch Vater geworden. Aber alles kein Grund für den 35-Jährigen sich nicht zusätzlich noch ehrenamtlich bei der Stadt Werne einzubringen. Ein Willkommensinterview über Corona, ein volles Kontaktbuch und gute Arbeitsteilung.

Eigentlich wollten Sie im Oktober in Ihrer neuen Position durchstarten. Inwiefern haben Corona und die neuen Regelungen nun einen Einfluss darauf?
Tatsächlich ist der Einfluss ziemlich groß. Denn es gibt aktuell einfach nicht so viel, bei dem wir angreifen können. Viele Versammlungen und Sitzungen sind ausgefallen oder fallen noch aus. Und auch der Sportlerball, der für Januar angesetzt war, ist bereits abgesagt. Zusätzlichen Druck verspüre ich aber nicht durch Corona. Ich denke viele Sportler und Vereine wenden sich zunächst an die Stadt Werne. Da hat Norbert Hölscher (vom Sportdezernat, Anm. d. Red.) gerade deutlich mehr Stress, als ich als neuer Geschäftsführer.

Gibt es denn schon eine klare Aufgabenverteilung zwischen Ihnen und den anderen Mitarbeitern beim Stadtsportverband?

Ich hatte bereits mit Jürgen Zielonka ein Gespräch. Wir sind beide zu dem Entschluss gekommen, dass wir dieses Thema erst einmal vertagen wollen und alles auf uns zukommen lassen. Sportlich gesehen ist ja leider nicht wirklich etwas los. Der Plan ist aber, dass ich Jürgen mit einigen Themen entlaste und ihm so den Rücken freihalte beziehungsweise Platz schaffe für neue Aufgaben.

Was wären das dann für Bereiche, die Sie übernehmen würden?

Jürgen könnte sich vorstellen, dass ich die ganzen Stadt- und Schulmeisterschaften koordiniere und überwache. Eine der ersten Ideen war auch das Sportabzeichen in Werne. Da ich selbst Sportabzeichenprüfer bin, bietet es sich also an, diesen Part zu begleiten. Ansonsten könnte es darauf hinauslaufen, dass ich als Bindeglied zwischen Vorstand und der Geschäftsstelle fungiere.

Wie sind Sie eigentlich zu der Stelle als Geschäftsführer gekommen?

Ich war zwei Jahre bei der Sportjugend aktiv und durch die Sitzungen des Stadtsportverbandes im Thema. Als dann die ehemalige Geschäftsführerin Kerstin Obrikat aufgehört hat, musste jemand folgen. Jürgen hat das in einer unserer Sitzungen angesprochen und für mich klang diese Aufgabe sehr interessant. Am 7. September wurde ich während der Mitgliederversammlung dann gewählt und seitdem bin ich Amt.

Was für Qualitäten bringen Sie für diese Stelle denn mit?

Ich würde behaupten, dass ich relativ gut planen und organisieren kann und dass ich sehr strukturiert bin. Außerdem habe ich durch mein Alter gute Kontakte zu den Seniorenbereichen und fühle mich bei vielen Sportarten wohl. Ich habe lange beim Werner SC Fußball gespielt und bin gerne bei den Lippe Baskets. Aber ich fühle mich auch beim Volleyball wohl, zu dem ich durch meine Frau, die dort 1. Vorsitzende ist, gekommen bin. Es gibt natürlich noch mehr Beziehungen zu anderen Sportarten. Deshalb will ich versuchen, den Sportlern in Werne da zu helfen, wo es nötig ist.

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Inwiefern können Sie denn aus Ihrer ehemaligen Funktion im Jugendvorstand etwas in die neue Stelle mitnehmen?

Als Geschäftsführer des Stadtsportverbands kommen da ganz andere und neue Themengebiete auf mich zu. Aber das traue ich mir schon zu, sonst hätte ich mich nicht dafür entschieden. Außerdem habe ich mit den ersten beiden Vorsitzenden Kollegen mit einem großen Know-How. Wenn es Probleme geben sollte, kann ich mich immer an sie wenden.

Wie entspannen Sie eigentlich neben ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit, dem Beruf und dem Vater-Dasein?

Ganz klar durch den Sport. Alles wo ich mich gut auspowern kann, ist perfekt. Hauptsache viel Aktion und Wettkampf. Ich selbst spiele Paddel-Tennis und bin auch noch als Fußballtrainer bei Cappenberg seit etwa sieben Jahren aktiv dabei. Ab und zu stehe ich auch mal selbst auf dem Platz und messe mich mit meinen Jungs.

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