Nicht das gewünschte Ergebnis für Eintracht Werne - drei Spieler überragen

dzSaisonfazit

Der Aufstieg war das klare Ziel von Eintracht Werne zu Saisonbeginn. Nun haben die Werner diesen verfehlt, aber dennoch eine starke Spielzeit hinter sich gebracht.

Werne

, 20.06.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Saison ist in den Amateurligen seit Anfang Juni beendet. Zeit, um auf die Leistungen der Werner und Herberner Vereine zu blicken, ihre Stärken und Schwächen zu beleuchten. Wir ziehen ein Saisonfazit beim Fußball-A-Ligisten Eintracht Werne, dessen Glück für einen Großteil der Saison in der Hand von drei Spielern lag.

Saisonverlauf: Die Saison war für Eintracht Werne ein Auf und Ab. Die Mannschaft von Trainer Mario Martinovic hatte den Aufstieg fest im Blick, konnte sich aber nie wirklich oben festsetzen. Die Platzierungen reichten von Platz eins bis Platz zehn, am Ende pendelte sie sich auf dem vierten Rang ein.

Stärken: Ganz klar: die Offensive! Mit Enes Akyüz, Serkan Adas und allen voran Abdullah Sahin stellten die Evenkämper drei herausragende Torjäger, die die Eintracht quasi im Alleingang zu vielen Siegen schossen. Auf das Trio war stets Verlass: Wenn es auf dem Feld stand, trafen die Spieler auch.

Baustellen: Aus der Stärke wurde zwischenzeitlich auch eine Baustelle. Denn Akyüz, Adas und Sahin waren alle zeitweise vom Verletzungspech verfolgt - und ohne sie lief nicht viel zusammen bei den Evenkämpern. Die Abhängigkeit von einzelnen Spielern kann also zwar zu Erfolg führen, ist aber eben auch gefährlich.

Eine zweite Baustelle hing nicht unmittelbar mit der Mannschaft selbst zusammen. Die Platzverhältnisse im Dahl waren zu einigen Zeitpunkten der Saison eine Katastrophe, die Eintracht musste gleich mehrere Spiele absagen. Alle Hoffnung liegt dabei nun auf der neuen Kunstrasenanlage, die in naher Zukunft im Dahl entstehen soll.

Bestes Spiel: Dass das Gerede vom Aufstieg bei Eintracht Werne keine leeren Worthülsen waren, zeigte sich beim Spiel gegen den Spitzenreiter und späteren Aufsteiger SVE Heessen. Mit 3:0 siegte die Eintracht und machte deutlich, dass man sie durchaus auf dem Zettel haben muss.

Außerdem wird den Evenkämpern wohl ein weiteres Spiel besonders im Gedächtnis geblieben sein. Schon zur Halbzeit stand es 5:0 gegen den TuS Uentrop, es folgten noch sechs weitere Treffer. Das 11:1 änderte am Schluss nichts mehr am grandiosen Sieg.

Schlechtestes Spiel: Die schwächste Partie lieferte Eintracht Werne gegen BV Hamm. Zwar zeigten die Werner eine starke erste Halbzeit, brachen aber nach der Pause komplett ein. Nur mit Glück und gemeinsamer Kraft retteten sie das Unentschieden über die Zeit.

Bester Torjäger: Die Eintracht hat zwar drei starke Torjäger in der Mannschaft - die klare Nummer Eins ist aber Abdullah Sahin. Trotz diverser Verletzungspausen steht der 29-Jährige auf Rang eins der Torjägerliste. Quasi in jedem Spiel, in dem er auf dem Platz stand, traf der Torjäger. Nicht auszudenken, wie viele Treffer er erzielen kann, wenn er verletzungsfrei bleibt. Ein echter Gewinn für die Eintracht.
Dauerbrenner: Die Eintracht hatte über die gesamte Saison hinweg eine sehr ähnliche Aufstellung, so dass einige Spieler auf viele Einsatzminuten kamen. Einer der konstantesten Spieler war aber wohl Marko Martinovic, der bei der Eintracht stets für eine stabile Defensive sorgte.

Spieler der Saison: Der Top-Torjäger stach einfach heraus. In jedem Einsatz, den Abdullah Sahin für die Evenkämper hatte, überzeugte er mit starken Leistungen und vielen Toren. Es bleibt zu hoffen, dass er der Eintracht auch in der kommenden Saison erhalten bleibt, um dann auch wirklich bei der Mission Aufstieg zu helfen.
Fazit und Prognose: Die Eintracht ist in dieser Saison hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben. Das Team von Mario Martinovic hatte immer vom Aufstieg gesprochen, diesen aber aufgrund verschiedener Umstände nicht erreichen können.

Fest steht aber: Die Mannschaft aus dem Dahl ist definitiv gut genug, um den Schritt in die Bezirksliga zu schaffen. Die Defensive ist stabil, die Offensive feuert ein Tor nach dem anderen. Wenn sie in der kommenden Spielzeit also nicht so vom Verletzungspech verfolgt ist, könnte das ersehnte Ziel endlich erreicht werden.

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