Nach Corona: Werner Handballer wollen „spielen, wenn die Welt sich wieder normal dreht“

Corona-Krise

Die Welt befindet sich aktuell aufgrund des Coronavirus in einer Ausnahmesituation. Das überträgt sich auch auf den Amateursport. Für die Werner Handballer ist es ein ungewohntes Gefühl.

Werne

, 25.03.2020, 14:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Trainer Axel Taudien versucht, mit der aktuellen Situation so gelassen wie möglich umzugehen.

Trainer Axel Taudien versucht, mit der aktuellen Situation so gelassen wie möglich umzugehen. © Helga Felgenträger

Eigentlich hätten die Bezirksliga-Handballer des TV Werne am Wochenende ein spannendes Heimspiel vor der Brust. Die Mannschaft von Axel Taudien hätte den VfL Karmen zu Gast. Die sind zwar Dritter in der Tabelle und hatten auch das Hinspiel gewonnen, doch die Werner Herren verloren in der Rückrunde erst eine einzige Partie. Ein spannendes Spiel also. Eigentlich.

Denn stattdessen bleiben natürlich auch die Werner Handballer aufgrund des Coronavirus aktuell zuhause. Die Hallen sind zu, die Handbälle im Schrank verstaut - und das mindestens bis zum 19. April. „Das ist schon eine ganz komische Situation“, gibt Axel Taudien zu.

Natürlich sei es richtig und wichtig, aktuell Maßnahmen zu ergreifen, so der Werner Trainer. „Es ist einfach ungewohnt, nicht zu wissen, ob und wann die Saison noch weitergeht. Man hängt ein bisschen in der Schwebe“, so Taudien über die aktuelle Situation.

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Mit seinen Spielern steht der Werner auch weiterhin in regem Kontakt. „Natürlich sollen sich die Jungs jetzt fit halten. Da sprechen wir auch drüber“, erklärt der Trainer. „Aber treffen können sie sich ja auch nicht. Entweder jeder macht das für sich oder man skypet. Aber viel mehr Möglichkeiten gibt es ja nicht.“

Beate Przybilla, die Trainerin der Werner Landesliga-Handballerinnen, will ihre Spielerinnen mit einem Plan dabei unterstützen, fit zu bleiben. „Die Mädels kriegen von mir einmal in der Woche ein paar Übungen. Damit muss jeder dann zuhause arbeiten, um im Zweifel vorbereitet zu sein.“

Das Schwierige an der aktuellen Situation: Die Saison der Handballer ist zwar unterbrochen, aber bisher noch nicht beendet. Theoretisch könnte es also sein, dass ab dem 19. April noch ein paar Spiele anstehen.

So richtig vorstellen können sich das die beiden Trainer aber nicht. „Aktuell glaube ich, dass es zumindest schwierig wird. Schon alleine logistisch muss man erstmal eine Lösung finden“, so Axel Taudien. Beate Przybilla sieht das ähnlich: „Ich glaube, es wird jetzt erstmal noch nach Hinten verschoben. Wie es dann am Ende ausgeht, ist schwierig zu sagen.“

Zwar würden sowohl die Damen, als auch die Herren die Saison gerne zu Ende spielen - tabellarisch wäre aber ein Abbruch der Spielzeit für beide Teams kein Beinbruch. Weder mit dem Auf-, noch mit dem Abstieg haben die Werner Handballer aktuell etwas zu tun.

„Man ist natürlich Sportler und will gerne spielen“, erklärt Axel Taudien. „Aber in der aktuellen Situation hätte man wohl auch für ein anderes Szenario Verständnis.“ Das sieht Beate Przybilla ähnlich: „Wir wollen natürlich spielen, aber erst dann, wenn die Welt sich wieder normal dreht.“

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