Nach angedeutetem Rücktritt: Herberns Spielerinnen wollen mit Große-Budde weiterarbeiten

dzFrauenfussball: Landesliga

Nach fünf Pleiten in Serie hatte Herberns Trainer Frank Große-Budde einen Rücktritt im Winter erwogen. Spielerin Laura Brockmeier hofft auf seinen Verbleib und erklärt die aktuelle Misere.

Werne

, 15.11.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Frank Große-Budde, Trainer der Frauen des SV Herbern, sorgte nach der 0:5-Pleite am vergangenen Spieltag gegen Coesfeld für Wirbel. „Wir arbeiten weiter bis zur Winterpause. Und ob es dann mit mir weitergeht oder nicht, weiß ich nicht“, hatte er im Anschluss an die Partie gesagt.

Die Niederlage gegen Coesfeld war die bereits fünfte in Serie, zum Teil wurde Herbern förmlich abgeschossen: Etwa beim 3:7 in Emsdetten oder gegen Amelsbüren, als der SV mit 0:6 verlor.

„Wir wollen die Rückrunde mit ihm bestreiten“

Ein neuer Trainer also in der Winterpause? Spielführerin Laura Brockmeier hat eine klare Meinung dazu: „Die Mannschaft und ich hoffen, dass es nicht so kommt. Wir wollen die Rückrunde mit ihm bestreiten!“ Für sie hängen die vielen Niederlagen auch nicht mit dem Trainer zusammen: „Wir haben viele angeschlagene und verletzte Spielerinnen, das macht sich gerade in der Viererkette bemerkbar.“

Durch die ständigen Wechsel stand kaum einmal die gleiche Defensivreihe auf dem Platz – durchschnittlich über drei Gegentore pro Spiel sind das bittere Resultat. „Dadurch können wir uns nicht vernünftig einspielen“, hadert Brockmeier mit dem Verletzungspech.

Hinzu kommt, dass der SV in dieser Spielzeit einen extrem jungen Kader mit einem Durchschnittsalter von 20 Jahren hat. „Wenn dann noch die erfahrenen Spielerinnen ausfallen, ist das natürlich schwer zu kompensieren“, weiß Brockmeier.

Auch die beste Herberner Torschützin (8 Treffer) gehörte zuletzt zum Lazarett. Ob es für das Spiel gegen den Tabellenfünften Nottuln am Wochenende reicht, weiß Brockmeier noch nicht: „Ich habe nach wie vor nicht trainieren können, wir müssen abwarten.“

Auch die Mannschaft ist frustriert

Verständnis für die Aussagen ihres Trainers hat Brockmeier derweil schon: „Bei unserer Punktzahl und den vielen Gegentoren ist es nicht verwunderlich, wenn man sich seine Gedanken macht. Wir sind ja auch frustriert.“

Bis zur Winterpause sind noch zwei Spiele zu absolvieren. Dann haben der SV und insbesondere Trainer Frank Große-Budde genügend Zeit, um den Rest der Saison zu planen.

„Bis dahin ist es wichtig, dass wir weiterhin konzentriert bleiben und trotz der Ergebnisse den Spaß am Fußball nicht verlieren“, gibt Brockmeier die Marschroute für den Endspurt der Hinrunde vor. In Nottuln wartet am kommenden Sonntag die nächste schwierige Aufgabe.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt