Marcel Scholtysik glänzt beim Sieg des SV Herbern

dzFußball: Landesliga 4

Beim umkämpften 2:1-Sieg gegen den TuS Altenberge verloren die Landesliga-Fußballer des SV Herbern früh Jan Hoenhorst. Sein Ersatzmann gehörte zu den wichtigsten Männern auf dem Platz.

Herbern

, 13.10.2019, 20:13 Uhr / Lesedauer: 2 min


Landesliga 4
SV Herbern - TuS Altenberge 2:1 (1:0)

„Das war ein absolutes Kampfspiel. Es hätte für beide Seiten ausgehen können“, sagte Herberns Trainer Holger Möllers nach Schlusspfiff. Schon in der Anfangsphase ging das Spiel munter hin und her, ohne dass sich eine Mannschaft eine klare Torchance erspielen konnte.

Der erste Schockmoment für die Herberner war dann aber keine Chance der Gäste: Jan Hoenhorst lag mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden, fasste sich immer wieder an den Oberschenkel (19.). Schnell war klar: Für ihn geht es nicht mehr weiter. „Bei Jan sieht es nicht gut aus. Er hat wohl einen Muskelfaserriss“, gab Holger Möllers nach Schlusspfiff die erste Diagnose raus.

Sein Ersatzmann Marcel Scholtysik war aber bei Weitem keine Verschlechterung für das Herberner Spiel. Der Flügelspieler wirbelte die Defensive der Altenberger das ein oder andere Mal mit flinken Spielzügen durcheinander. „Es war schon ziemlich plötzlich. Ich bin einmal die Linie rauf und runter und dann rein. Aber grundsätzlich will man ja spielen“, freute sich Scholtysik über seinen Einsatz.

Doch statt einer entscheidenden Torchance für die Herberner gab es kurz nachdem Wechsel die größte Möglichkeit der Gäste. Nach einem missglückten Abwehrversuch von Philip Just (34.) zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt: Elfmeter für Altenberge. Jens Haarseim, der Torhüter der Herberner, war bis zu diesem Zeitpunkt nur wenig gefordert worden. Aber dennoch: Den Strafstoß parierte er glänzend.

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Anstatt sich davon beeindrucken zu lassen, kamen auch die Herberner in der Offensive zu ihren Chancen. Nur vier Minuten später belohnte sich Marcel Scholtysik für sein starkes Spiel mit dem Treffer zum 1:0. Nach dem Spiel war er glücklich: „So ein Treffer gibt Selbstvertrauen für die kommenden Wochen.“

„Es war vor dem Spiel schon eine 50:50-Entscheidung, ob Jan (Hoenhorst, Anm.d.Red.) oder Scholty (Marcel Scholtysik, Anm.d.Red.) spielt“, sagte Holger Möllers. „Da ist es für einen Trainer umso schöner, wenn ein Spieler reinkommt und ein gutes Spiel zeigt.“

Auch in der zweiten Halbzeit kamen die Herberner rund um Scholtysik immer wieder zu einzelnen Chancen. Aber auch Altenberge hatte sich noch nicht aufgegeben und zeigte sich im Herberner Strafraum. „Die haben sich hier wirklich richtig gut verkauft“, so Holger Möllers. Das zeigten sie in der 62. Minute, als Kevin Behn für seine Mannschaft zum Ausgleichstreffer einköpfte.

Für die Herberner glich das 1:1 einem Weckruf. Das Team von Holger Möllers wurde von Minute zu Minute aktiver und tauchte immer wieder gefährlich vor dem Tor auf. Der starke Whitson verfehlte den Kasten zweimal knapp (67./75.). Ein Tor der Gastgeber lag längst in der Luft, als erneut Whitson von Kapitän Philipp Dubicki in Szene gesetzt wurde und den Ball zum 2:1-Siegtreffer einschob.

„Man hat gesehen, dass Altenberge derzeit das Selbstvertrauen fehlt“, resümierte Holger Möllers nach dem Spiel. „Aber wir freuen uns erstmal über die drei Punkte.“

SV Herbern: Haarseim - Dubicki, Richter, Whitson, Just, Breloh, Vogt (70. Sabe), J. Höring, Hoenhorst (19. Scholtysik), Lünemann (73. Sobbe), Airton

Tore: 1:0 Scholtysik (38.), 1:1 (62.), 2:1 Whitson (82.)

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