LippeBaskets Werne erleben einen „Betriebsunfall“

Basketball 2. Regionalliga 2

Die LippeBaskets haben in den letzten Sekunden das Spiel gegen Waltrop aus der Hand gegeben. „Das haben wir nicht gut gelöst“, meint Jens König, Sportlicher Leiter der Werner Basketballer.

Werne

, 25.02.2019 / Lesedauer: 3 min
LippeBaskets Werne erleben einen „Betriebsunfall“

Ein paar Sekunden vor dem Ende ging Frederic Meinert an die Freiwurflinie. Zu früh aus Sicht des Sportlichen Leiters Jens König. © Helga Felgenträger

Drei Sekunden vor dem Ende versenkte Waltrop den Ball zum 78:77. Diesen Ballbesitz für die Gäste hätte es laut Jens König gar nicht geben dürfen. „Wir haben uns zu früh foulen lassen, Frederic Meinert ging zu früh an die Freiwurflinie. So hatte der Gegner anschließend zu viel Zeit zum reagieren“, sagt der Sportliche Leiter und weiter: „Wir haben unnötig verloren, was aber nicht kriegsentscheidend ist. Wir verbuchen das unter Betriebsunfall, aus dem wir unsere Lehren ziehen müssen.“

Was König nicht gefallen habe, war die Körpersprache der Spieler. Von Anfang an hätten sie zeigen müssen, wer Herr im Haus ist. „Da werde ich mit den Spielern auch nochmal drüber sprechen“, kündigt König an. Er vermutet, dass seine Spieler gedacht haben könnten, dass die Waltroper aufgrund des Wiederholungsspieles am Freitagabend gegen Bielefeld (72:70) schwere Beine haben würden. Dem war nicht der Fall.

Vor einem Jahr noch im Tabellenkeller

Als sportlich Verantwortlicher sieht Jens König natürlich aber auch das große Ganze und nicht nur vereinzelte „Betriebsunfälle“ wie jetzt gegen Waltrop. Und mit dem großen Ganzen ist er sehr zufrieden: „Wir dürfen ja auch nicht vergessen, wo wir herkommen“, sagt er. In der vergangenen Saison stand der Klub zu diesem Zeitpunkt nicht auf dem dritten, sondern auf dem vorletzten Tabellenplatz. „Wir sehen da eine gute Entwicklung, die auch von den Zuschauern honoriert wird“, erzählt König. 300 Zuschauer gegen ein Kellerkind müsse man erstmal mobilisieren. „Wir haben zwar verloren, aber so eine Dramatik, wie in den letzten Sekunden, macht doch unseren Sport so spannend und interessant“, meint König.

Als Sportlicher Leiter hat König natürlich nicht nur die erste Mannschaft im Blick. Sein vorläufiges, positives Saisonfazit bezieht er auf alle Mannschaften. „Zum Beispiel sind alle Jugendteams in ihren Ligen sehr gut platziert“, erzählt König. Großen Zulauf erfahre aber im Moment die U6. Für die Minis bieten die LippeBaskets erste heranführende Bewegungsübungen zum Basketball an. Das Spiele-Angebot richtet sich schon an Kinder ab drei Jahren – der Korb hängt auf 1,20 Meter Höhe.

Die Reserve und das Damen-Team ebenfalls erfolgreich

Sportlich ebenfalls erfolgreich sind die Herren-Reserve von Jan König und das Damenteam von Tim Mantei. Der Unterbau des Regionalliga-Kaders schickt sich an, in diesem Jahr um die Meisterschaft mitzuspielen. Sie eilt von Erfolg zu Erfolg und teilt sich mit den AstroStars Bochum III den ersten Platz in der Landesliga.

Das Damen-Team in der Landesliga hat gerade erst den ungeschlagenen Tabellenführer düpiert und ist im Jahr 2019 noch ungeschlagen. „Wenn man sich das Gesamtpaket anschaut, fühlen wir uns auf unserem Weg bestätigt, den wir vor einigen Jahren eingeschlagen haben“, sagt König.

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