LippeBaskets-Talent Jordan Most will hoch hinaus, wird aber von Corona gestoppt

LippeBaskets

Die LippeBaskets-Jugend hat einige starke Spieler in ihren Reihen. Doch einer sticht meistens besonders heraus: Jordan Most. Der Lüner hat eine herausragende Saison hinter sich.

von Isabell Michalski

Werne

, 09.04.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Jordan Most konnte in dieser Spielzeit weitere Erfolge verbuchen.

Jordan Most konnte in dieser Spielzeit weitere Erfolge verbuchen. © LippeBaskets

Am vergangenen Wochenende wäre die Spielzeit für die Werner Basketballer zu Ende gegangen. Im Jugendbereich war es besonders einer, der Woche für Woche Aufsehen erregte groß auftrumpfte: Die Rede ist vom 13-jährigen Jordan Most.

In der U14 und der U16 spielte er eine überaus erfolgreiche Saison und steuerte Woche für Woche unzählige Punkte für die Werner bei. Doch nicht nur bei den LippeBaskets überzeugte Most. Ebenso lief er für die Metropol Baskets in der U16 Bundesliga auf und gehört nebenbei noch zu den besten Spielern des Jahrgangs 2006 in Nordrhein-Westfalen.

So gut wie er in Fahrt gekommen war, so unpassend kommt für ihn der Saisonabbruch: „Ich fand es natürlich schade, dass die Saison abgebrochen wurde.“

Besonders ein Spiel hätte er mit den LippeBaskets noch gespielt: „Wir hätten mit der U14 von Werne gerne noch das Rückspiel gegen Münster gespielt. Das Hinspiel haben wir mit rund 40 Punkten verloren [76:117] und ich hätte gerne noch gesehen wie das Rückspiel läuft und wie wir uns verbessert haben.“ Mindestens genauso unpassend kam die Corona Pandemie der Spielzeit in der Jugendbundesliga. „Mit der JBBL sind wir endlich in die Playoffs gekommen. Da hätte ich noch etwas mehr Spielerfahrung bekommen“, sagt Most über seine Situation.

Dazu ergänzt er: „In der JBBL zu spielen hat mir sehr viel gebracht. Ich habe gelernt, in der Verteidigung härter zu verteidigen und mein Wurf hat sich deutlich verbessert. Es hat Spaß gemacht, gegen Bessere zu spielen.“

Doch das Wichtigste berichtet der 13-jährige zuallererst: „Mir geht es gut, ich komme mit der aktuellen Situation gut klar.“ Langweilig wird es ihm Zuhause nicht, wie der Realschüler berichtet: „Von der Schule bekommen wir viele Aufgaben.“ Fit hält er sich ebenfalls. „Ich mache Krafttraining, gehe laufen und werfe viel“, sagt Jordan Most.

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Damit schafft der Lüner gute Voraussetzungen für die kommende Spielzeit, für die er sich wieder viel vornimmt. „In Werne möchte ich besonders als Teamleader viel Motivation ins Spiel bringen. In der Jugendbundesliga möchte ich Verteidiger und Shooter sein und ich hoffe, dass ich mit dem WBV-Kader mit ins Bundesjugendlager fahren darf“, sagt Most.

Große Ziele für den Achtklässler, der neben der Schule fast jeden Tag in der Halle steht. Doch die Arbeit zahlt sich aus. In den vergangenen Monaten nahm ihn der Trainer der WBV-Auswahl, Ken Pfüller, mehrfach auf Turniere in ganz Deutschland mit, bei denen sich die besten Spieler eines Jahrgangs messen. Das Bundesjugendlager wäre der nächste Schritt, um auf nationaler Ebene auf sich Aufmerksam zu machen und vor den Bundestrainern vorzuspielen.

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Unterstützt wird Most bei den täglichen Fahrten zum Training von seinen Eltern: „Meine Mutter fährt mich zum Training, das meistens von 18 bis 20 Uhr stattfindet und in Recklinghausen, Bochum, Gelsenkirchen und Essen ist.“ Auch nach Werne wird der 13-Jährige zum Training gebracht.

Aktuell ist das hohe Trainingspensum mit der Schule problemlos vereinbar, da Most, wie er berichtet, zumeist nur bis 14 Uhr Unterricht hat. Nach seinem Schulabschluss möchte Most gerne in den Sport- und Fitnessbereich gehen. Nebenbei soll natürlich die Basketballkarriere nicht zu kurz kommen.

Doch erst einmal bleibt abzuwarten, wie lange das Mannschaftstraining aufgrund der COVID-19-Pandemie noch lahmgelegt ist und wie es danach weitergeht.

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