Letzter Spieltag für Werner SC und SV Herbern - Spielführer ziehen vorab ein Saisonfazit

dzFußball-Landesliga

Die beiden Fußball-Landesligisten SV Herbern und Werner SC bestreiten am Sonntag, 26. Mai, ihre letzten Ligaspiele in dieser Saison. Wir haben mit den Spielführern beider Klubs gesprochen.

von Marcel Schürmann

Werne, Herbern

, 24.05.2019, 16:58 Uhr / Lesedauer: 3 min

Der finale Spieltag geht am Sonntag in der Landesliga 4 über die Bühne. Für die beiden heimischen Vertreter, SV Herbern und Werner SC, stehen zwei Auswärtsspiele an. Während die Werner beim bereits feststehenden Absteiger SG Bockum-Hövel (15 Uhr, Adolf-Brühl-Stadion, Römerstraße 2, 59470 Hamm) die vermeintlich leichtere Aufgabe haben, hat der SV Herbern ein anderes Kaliber vor der Brust: Es geht zum Tabellenvierten, SC Münster (15 Uhr, Manfred-von-Richthofen-Straße 56, 48145 Münster), der noch Chancen auf den Aufstieg hat. Ein gutes Omen teilen sich aber beide Klubs.

Herr Durkalic, der Werner SC kann die Saison auf Rang elf oder zwölf abschließen. Wie fällt Ihr persönliches Saisonfazit aus?

Diese Saison lief definitiv viel besser als die letzte. Wir hatten keine Zittersaison bis zum letzten Spieltag. So wie es jetzt läuft, können wir beruhigt in die nächste Saison starten.

Für Sie, Herr Dubicki, ist mit dem SV Herbern sogar noch Platz sechs in der Abschlusstabelle drin.

Ja, wir sind auch so schon sehr zufrieden mit unserer Saisonleistung. Wir befanden uns zu Beginn der Saison ja mitten im Umbruch, uns haben viele Spieler verlassen. Wir mussten uns erst finden, das ist uns aber gelungen. Wenn man unsere ganzen Gegentore mal rausnimmt, denke ich, gehören wir schon zu den fünf spielstärksten Mannschaften der Liga.

Werfen wir gemeinsam einen Blick auf Ihre kommenden Gegner. In der Hinrunde haben Sie mit ihren Vereinen jeweils einen 2:0-Sieg eingefahren - vielleicht ja ein gutes Omen für Sie. Wie schätzen Sie beide ihre Kontrahenten ein?

Durkalic: Bockum-Hövel hat in dieser Saison viel Lehrgeld bezahlt, hat oft nur knapp verloren. Sie hatten auch sehr viel Pech - gerade am Anfang der Saison, wie ich gelesen habe.

Dubicki: Es kann sein, dass das Hinspielergebnis ein gutes Omen ist. Aber ich denke nicht, dass das Spiel noch groß in den Köpfen der Spieler verankert ist. Münster war schon immer eine spielerisch starke Truppe. Ich weiß aber aus dem Hinspiel, dass es keine Übermannschaft ist. Gerade vor dem Pokalendspiel am kommenden Donnerstag, wollen wir nochmal richtig Gas geben.

Was war für Ihre Teams das beste Spiel in der Saison?

Durkalic: Unser bestes Spiel haben wir in Borken gemacht. Da passte alles, die Mannschaft hat als Kollektiv super gespielt und richtig geile Tore geschossen.

Dubicki: Auch wir haben unser bestes Spiel gegen Borken gemacht. Okay, der Gegner hat sich relativ früh aufgegeben. Und dann wäre da noch unsere starke Aufholjagd im Heimspiel gegen Ahaus. Ich hoffe aber, dass wir das beste Spiel der Saison im Pokalfinale bestreiten.

Und welches waren die schlechtesten Spiele?

Durkalic: Unser Auswärtsspiel in Ahaus vor zwei Wochen war schon ziemlich schlecht. Die Leistung kann man gleichstellen mit der aus dem Spiel gegen Kinderhaus. Da hatten wir insgesamt nicht viel Luft.

Letzter Spieltag für Werner SC und SV Herbern - Spielführer ziehen vorab ein Saisonfazit

WSC-Kapitän Daniel Durkalic ist froh, in dieser Spielzeit keine „Zittersaison“ erlebt zu haben. © Timo Janisch

Dubicki: Unsere Spiele gegen Kinderhaus und Stadtlohn - da können Sie sich eines aussuchen. Man kann gegen Kinderhaus verlieren, aber nicht 0:6! Generell haben wir aber gegen die unteren Mannschaften viele Punkte liegengelassen. Einen herben Rückschlag brachte die 0:4-Pleite in Stadtlohn, das war bestimmt die größte Niederlage.

Grün-Weiß Nottuln steht schon als Meister der Landesliga fest und steigt in die Westfalenliga auf. Das hat sich der Verein in diesem Jahr verdient, oder?

Durkalic: Absolut. Sie haben konstant Leistung gebracht - über die ganze Saison gute Ergebnisse erzielt. Sie haben zwar nicht die meisten Tore geschossen, aber sie stellen mit die beste Abwehr. Daher ist es ein verdienter Aufstieg.

Dubicki: Dem stimme ich zu. Sie haben ein bisschen so gespielt wie Borussia Emsdetten in der Vorsaison. Häufig haben sie nur mit einem oder zwei Toren Vorsprung gewonnen. Aber über die ganze Saison gesehen, war es trotzdem souverän, auch wenn sie am Ende etwas gewackelt haben.

Für den kommenden Heberner Gegner, SC Münster, geht es noch um den Aufstieg. Dafür müssten aber sowohl Kinderhaus als auch Ahaus Punkte liegen lassen. Wer hat Ihrer Ansicht nach die besten Chancen auf die Aufstiegsrelegation?

Durkalic: Ich denke, Kinderhaus wird sich das nicht nehmen lassen. Die haben eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern.

Dubicki: Wir wollen natürlich dafür sorgen, dass Münster keine Chance mehr hat auf den Aufstieg. Vor dem Pokalendspiel werden wir zeigen, dass wir‘s drauf haben - wie im Hinspiel.

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