Beim Werner SC und SV Herbern weiß man nun, wann man auf welche Gegner trifft. Beide Mannschaften beschweren sich nicht über ihren Spielplan. Wir haben Reaktionen gesammelt.

Werne, Herbern

, 09.07.2019, 13:37 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Werner SC und der SV Herbern können in die detaillierten Planungen für die Saison 2019/2020 starten. Der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) veröffentlichte wie am Montag berichtet die Spielpläne für die kommende Spielzeit in der Landesliga 4. Wir haben nachgefragt, wie die Verantwortlichen auf den Spielplan reagieren.

Beide Vereine suchen im Spielplan natürlich zunächst nach dem Namen des jeweils anderen - schließlich sind die beiden Derbys zwei der Höhepunkte der Saison. Schon am fünften Spieltag, der am 8. September steigt, treffen Werne und Herbern auf der WSC-Anlage aufeinander.

„Wir können zufrieden sein mit dem Spielplan. Da hast du zu einer vernünftigen Jahreszeit das Heimspiel gegen Herbern. Es ist gut für das Zuschauerinteresse, dass man zu vernünftigen Bedingungen spielt“, sagt Thomas Overmann, Fußballchef beim Werner SC, zur Derby-Ansetzung. „Das ist für mich erstmal gar kein Thema“, sagt Holger Möllers, Trainer des SVH. Das Rückspiel in Herbern steigt voraussichtlich am 8. März.

Landesliga-Spielplan: „Volltreffer“ für den Werner SC

Holger Möllers ist mit dem Spielplan seines SV Herbern nicht unzufrieden. © Helga Felgenträger

Holger Möllers fokussiere sich mit seiner Elf zunächst auf den Saisonstart. Der steigt für die Blau-Gelben am Sonntag, 11. August, auswärts beim SV Dorsten-Hardt. „Man startet natürlich immer gerne mit einem Heimspiel“, so Möllers. Dorsten-Hardt sei ein Gegner, „der sich wahrscheinlich in unserer Kategorie befindet“. Anschließend empfängt Herbern den Aufsteiger SV Rot-Weiß Deuten. „Die hat man nicht gerne am Anfang, weil da eine Menge Euphorie drinsteckt“, sagt Möllers.

Für den Werner SC beginnt die Saison ebenfalls gegen eine euphorisierte Mannschaft. Auch der WSC-Auftaktgegner, der SC Altenrheine, ist ein Aufsteiger. Anschließend geht es für die Werner zum Vorjahres-Achten Viktoria Heiden.

WSC weiß nichts mit dem Rückzug Münsters anzufangen

Durch den bereits verkündeten Rückzug des SC Münster 08 steigen in der kommenden Saison nur zwei Mannschaften in die Bezirksliga ab. Während der SV Herbern in der Vergangenheit nichts mit dem Abstieg zu tun hatte, wird man diese Nachricht beim WSC durchaus aufmerksam zur Kenntnis genommen haben. Schließlich belegte Werne in den vergangenen beiden Saisons die Plätze 11 und 13.

„Da weiß man nicht so richtig was mit anzufangen. Ich weiß nicht, ob das Vorteil oder Nachteil ist. In der Landesliga wird Unachtsamkeit voll bestraft. Da muss man von Anfang an Vollgas geben, egal ob zwei oder drei abgehen. Natürlich spielt man lieber 30 statt 28 Spielen“, so Overmann. Werne spielt dafür an den letzten beiden Spieltagen gegen die vermeintlichen Favoriten Westfalia Kinderhaus und SV Mesum. Overmann: „Wenn du so welche Partien am Ende hast, musst du halt genügend Punkte haben.“

Für Holger Möllers und den SV Herbern sei der Rückzug Münsters kein Vorteil. „Ich finde es eher schade, dass wir so eine leistungsstarke Mannschaft nicht mehr in der Liga haben“, so Möllers.

Thomas Overmann: „Ein Volltreffer für uns“

Durch den Rückzug der Münsteraner hat jede Mannschaft zwei Mal spielfrei - nämlich dann, wenn sie eigentlich gegen Münster gespielt hätte. Der WSC hat bekanntlich am Sonntag, 27. Oktober, spielfrei - also genau am Simjü-Sonntag.

„Ein Volltreffer für uns. Da brauchen wir keine Anträge stellen, müssen uns nicht mit anderen Vereinen absprechen“, sagt Fußballchef Overmann. Aber auch den SV Herbern hätte das spielfreie Wochenende schlimmer treffen können: Der SVH pausiert jeweils am Sonntag vor den Lokalduellen mit Werne.

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