Julius Reinacher gewinnt Championat von Werne - Marie Ligges muss vorzeitig aufhören

dzLenklarer Reitertage

Das Championat von Werne am Sonntagabend gewinnt Julius Reinacher aus Osterwick, während es für die Herbernerin Marie Ligges nicht ganz so lief, wie erhofft.

Werne, Herbern

, 21.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Gerade einmal 20 Jahre jung ist Julius Reinacher. Von nun an kann er sich Gewinner des Championats von Werne nennen. Bei der Springprüfung mit drei Sternen setzte sich der Reiter des RV Osterwick, der aktuell drei Mal die Woche trainiert, gegen 57 andere Teilnehmer durch. „Das ist was ganz Besonderes. Das ist das erste Drei-Sterne für mich und das Pferd“, erklärte Reinacher bei der Siegerehrung. Bei der Ehrung gab sich Reinacher, aktuell in der Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement in Warendorf tätig, ganz bescheiden und zurückhaltend. Die Beziehung zu seinem Pferd Contagia ist dabei schon besonders, wie er preisgab: „Es ist ein sehr spezielles Pferd. Man muss sich bemühen, dass das Pferd möglichst ruhig ist und das ist heute perfekt gelungen.“

Schon im Vorentscheid gab Reinacher dabei den Ton gemeinsam mit Contagia an. Die Bestzeit von 71,77 Sekunden sorgte für einen souveränen Einzug in die Siegerrunde mit den zwölf besten des ersten Durchgangs. Lediglich Toni Haßmann (71,83) kam dabei in die Nähe von Reinachers Zeit, ohne einen Fehler zu begehen. In der Siegerrunde schaffte er als einziger eine Zeit unter 50 Sekunden (49,37) - ohne Fehler.

Eine Dänin überrascht

Zu überraschen wusste die Dänin Zascha Nygaard Andreasen (51,19), die sich in der Siegerrunde den zweiten Platz sicherte. „Das war das erste Mal bei einer Höhe von 1,50 Meter mit dem Pferd, deshalb bin ich sehr zufrieden mit der Leistung“, erklärte Andreasen, die für den ZRFV Albachten mit Caprice an den Start ging, einer neunjährigen Stute.

Einen erfolgreichen 24. Platz erreichte Oliver Schaal vom RV St. Georg Werne mit Calvin, einem gerade einmal achte Jahre alten Holsteiner Wallach. Dementsprechend zufrieden gab er sich im Anschluss: „Ich bin total begeistert. Das ist ein super Pferd. Der ist acht Jahre, das ist sein erstes großes Springen und er hat die Runde einfach super gemacht.“ Sogar den einen Fehler, der eine Teilnahme an der Siegerrunde verhinderte, nahm Schaal auf seine Kappe. „Im Grunde war es ein Fehler vom Reiter. Das Pferd ist super gesprungen.“

Marie Ligges musste ihren Durchgang vorzeitig beenden

Die zweite Lokalmatadorin in dieser Prüfung, Marie Ligges vom RV von Nagel Herbern, musste ihren Durchgang vorzeitig beenden. Im Anschluss fand Ligges, die vergangenen Mittwoch ihren 20. Geburtstag feierte, keine wirkliche Erklärung dafür: „Das ist ja so ein bisschen das Ding an unserem Sport, da wir ja mit Pferden zusammen arbeiten, kann das schon mal passieren.“ Trotzdem geht sie mit einem guten Gefühl aus dem bisherigen Turnierverlauf. „Das ist immer mein Lieblingsturnier, meine Pferde sprangen eigentlich alle sehr gut und von daher ist alles in Ordnung.“

Den dritten Platz der Siegerrunde holte sich Carolyn Krellmann vom RV von Driesen Asperden-Kassel (51,97). Beinahe hätte Krellmann mit Levistos Best Kept Secret noch den ersten Platz erobert, doch kurz vor dem letzten Hindernis fand der elfjährige Oldenburger Wallach die Lücke nicht. Entscheidende Sekundenbruchteile, die am Ende den dritten Platz bescherten.

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