Görkem Cangül (21) ist für den SV Herbern „mehr als nur eine Alternative“

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Mit Julius Höring und Philipp Dubicki fehlten dem SV Herbern am Sonntag zwei gestandene Abwehrkräfte. Aber Trainer Holger Möllers hatte einen starken Ersatz im Ärmel: Görkem Cangül.

Herbern

, 04.11.2019, 15:21 Uhr / Lesedauer: 2 min

Julius Höring und Philipp Dubicki sind in der Abwehr des SV Herbern zwei wichtige Stützen. Da rutschte dem einen oder anderen SVH-Anhänger das Herz in die Hose, als klar wurde: Beide sind im Spiel gegen Gemen nicht am Start. Höring kassierte in der Vorwoche die fünfte Gelbe Karte, Dubicki war im Urlaub. Die bärenstarke Alternative: Görkem Cangül.

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Der 21-jährige Innenverteidiger hatte in dieser Saison zuvor erst einen Startelf-Einsatz im Pokal gegen Steinhagen auf dem Konto. Sonst verbrachte er die meiste Zeit auf der Ersatzbank, konnte sich in der zuletzt starken Verteidigung aus Philipp Dubicki, Julius Höring, Johannes Richter und Philip Just nicht durchsetzen. Gegen Gemen bekam er nun seine zweite Chance - und die nutzte er.

Einen entscheidenden Anteil, dass die Herberner sicher standen

„Görkem hat eine tolle Leistung gebracht. Insbesondere für jemanden, der sonst bisher eher weniger berücksichtigt wurde“, urteilte Herberns Trainer Holger Möllers nach dem 0:0 gegen Gemen. Cangül hatte einen entscheidenden Anteil daran, dass die Herberner gegen einen unbequemen Gegner hinten sicher standen und keinen Treffer bekamen.

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Dass der 21-Jährige in diesem Spiel seine Einsatzzeit bekommen würde, war schon in der Vorwoche klar. „Holger kam, nachdem Julius die fünfte Gelbe Karte gesehen hat, zu mir und meinte, dass ich wahrscheinlich spielen werde. Das hat mich natürlich sehr gefreut“, berichtet der Innenverteidiger.

Meist außen vor in dieser Spielzeit

Nachdem Görkem Cangül in der letzten Saison viel Spielzeit bekommen hatte, war er in dieser Spielzeit meist außen vor. Die Gründe dafür waren meist beruflich, erklärt er: „Ich war oft durch die Arbeit verhindert und konnte nicht zum Training kommen. Dann ist es natürlich schwierig.“

„Görkem war durch die Arbeit im Kopf nicht so frei für Fußball. Dadurch konnte er seine Stärken nicht so zeigen“, erklärt Holger Möllers, warum Cangül bisher so wenige Einsätze bekam. „Aber jetzt ist er deutlich wacher und hat im Pokal und gegen Gemen gezeigt, dass er für uns definitiv mehr als nur eine Alternative ist.“

„In der Abwehr wechselst du natürlich nicht jede Woche“

Dennoch kommt für den 21-Jährigen ein weiteres Problem hinzu, das für wenige Spielzeiten sorgt: seine Position als Innenverteidiger. „Wenn es in der Defensive einmal eine eingespielte Mannschaft gibt, ist es nicht einfach, da wieder ranzukommen. Das ist in der Offensive natürlich einfacher.“

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Dem pflichtet auch Holger Möllers bei: „In der Abwehr wechselst du natürlich nicht jede Woche. Es sei denn, einer tritt andauernd über den Ball.“ Und weil das bei Julius Höring und Philipp Dubicki nicht der Fall ist, ist das Risiko groß, dass Görkem Cengül beim Spiel in Wiescherhöfen wieder auf der Bank Platz nehmen muss.

Den 21-Jährigen ist das durchaus bewusst. Dennoch will er sich im Training reinhauen, um eine Chance zu haben, erklärt er: „Ich will mich mit meinen Leistungen dem Trainer zeigen. Und dann ist es am Ende seine Entscheidung, ob ich vielleicht nächste Woche doch nochmal eine Chance bekomme oder mich wieder übers Training ranarbeiten muss.“

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