Fabian Vogt vom SV Herbern erzielt das kurioseste Derbytor aus 50 Metern

dzFußball

Ein Torschuss, der eigentlich als Pass gedacht war, brachte dem SV Herbern am Sonntag die 1:0-Führung. Wernes Keeper Manuel Linke leistete sich einen schlimmen Fehler.

Herbern

, 09.03.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war das kurioseste Tor im Derby zwischen dem SV Herbern und dem Werner SC am Sonntag beim 1:1 und wohl auch eins der kuriosesten jemals im Duell der Lokalkonkurrenten. Fabian Vogt schlug den Ball aus knapp 50 Metern Richtung Werner-Tor. Was danach passierte, war für Vogt ein riesiger Glücksmoment. Wernes Keeper Manuel Linke dagegen schaute nach dem 0:1 sehr verwirrt rein. Er konnte wahrscheinlich selbst noch nicht realisieren, was ihm gerade passiert war.

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Zur Situation: Vogt schlug im Mittelfeld einen Ball nach vorne - eigentlich als Befreiungsschlag gedacht. Die Kugel flog in die Richtung des Werner Tors. Lange Zeit war der Ball in der Luft und flog auf Linke zu. Alle Zuschauer rechneten damit, dass Wernes Torhüter den Ball locker runterfischte. Linke ließ die Kugel vor sich aufticken und der Ball rutschte ihm durch seine Hände in das Tor.

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Alle schauten sich ungläubig an. Torschütze Vogt schlug die Hände über dem Kopf zusammen und konnte sein Glück selbst kaum fassen. Geplant war der Torschuss nämlich nicht: „Mein Ziel war es eigentlich, Marcel Scholtysik auf der linken Seite anzuspielen. Der Ball wurde immer länger und bewegte sich Richtung Tor. Dann habe ich ihn plötzlich im Netz zappeln sehen. Das war schon kurios“, erinnerte sich Vogt. So einen Treffer hatte Vogt zuvor noch nie erzielt. Es gab aber auch tatkräftige Unterstützung von Linke.

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Dieser erklärte die Situation wie folgt: „Der Ball wurde zwar immer länger, aber wir müssen an dieser Situation nichts schön reden. Den Ball muss ich einfach aufnehmen und festhalten. Das war ein eindeutiger Torwartfehler. Zum Glück hat mich Nico Holtmann in der 90. Minute mit seinem Kopfball zum 1:1 gerettet.“

Der Moment der Erleichterung: Wernes Torhüter Manuel Linke (schwarz), springt dem Torschützen Nico Holtmann vor Freude um den Hals.

Der Moment der Erleichterung: Wernes Torhüter Manuel Linke (schwarz), springt dem Torschützen Nico Holtmann vor Freude um den Hals. © Matthias Kerk

Man sah Linke die Erleichterung an. Er rannte aus seinem Tor bis nach vorne und sprang Holtmann vor Freude um den Hals und küsste ihn vor Freude auf die Wange. „Natürlich ist mir da auch ein Stein vom Herzen gefallen“, sagte Linke. Nach anfänglichen Unsicherheiten, besserte sich Linke im Verlauf des Spiels.

Der WSC-Torhüter zeigte in der zweiten Hälfte seine Qualität und parierte ein, zwei sehr gute Möglichkeiten der Herberner.

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Während sich Linke über den Punktgewinn freute, überwog bei Vogt nach dem Spiel eher die Trauer um die verlorenen zwei Punkte als die Freude über sein außergewöhnliches Tor. „Ich hätte lieber die drei Punkte am Ende mitgenommen als ein Tor erzielt zu haben. Der Gegentreffer kurz vor Ende war schon ärgerlich. Zumal wir die Möglichkeit hatten, die Partie früher zu entscheiden“, sagte Vogt.

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