Eva Rotert: Dreimal Gold auf dem Pferderücken

WERNE/HERBERN Erfolgreicher geht nicht mehr: Drei Wettkämpfe, drei Goldmedaillen - die Voltigiererin Eva Rotert schaffte bei den Westfalenmeisterschaften den totalen Triumph.

von Von Heinz Overmann

, 22.07.2008, 21:39 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die 18-jährige Wernerin, die für den RV von Nagel Herbern startet, begann ihre Erfolgsserie Anfang Juni bei den Westfalenmeisterschaften der Juniorinnen in Rhede. Als Longenführer betätigt sich Theo Hölscher, das Pferd ist Sir Theo - Voltigieren ist eine Mischung aus Gymnastik, Akrobatik und Turnen auf einem sich bewegenden Pferd - wichtig ist aber auch eine gute Abstimmung zwischen der Sportlerin, dem Pferd und dem Longenführer.

Das klappte in Rhede so hervorragend, dass Eva nicht nur den Titel, sondern auch einen Platz in der Longlist für Europameisterschaft in Tschechien erhielt. Die finden in zwei Wochen statt und sollte es einen Ausfall geben, ist die Wernerin dabei.

In Rhede ging sie zum letzten Mal im Nachwuchsbereich an den Start, im kommenden Jahr sind die Damen die Konkurrenz. Dass sie aber auch dort bestehen kann, bewies die Schülerin bei der Westfalenmeisterschaft in Freudenberg (bei Siegen). Auch dort siegte sie in jedem Wettkampf. Sie gewann am vergangenen Samstag (19. Juli) die Pflicht und Kür, am Sonntag das Technik- und Kürprogramm. Heraus kam eine Wertnote von 7,90. "Das ist schon eine wirklich gute Note", so die 18-Jährige, die eine Ausbildung zur Physiotherapeutin beginnt.

Gold mit der Mannschaft

Die dritte Goldmedaille holte sie sich mit der Herberner Mannschaft. Hier präsentierte Longenführer Theo Hölscher Eva Rotert, Sabrina Vogelsang, Myriam Kotulla, Christina Röhling, Lena Frommer, Melanie Dagge, Anna Frommer, Silke Rolf und Alina Hohenhövel auf dem Pferd Helna K. Überlegen holte sich das Herberner Team den Westfalenpokal, ein Wettkampf, der zum ersten Mal in diesem Jahr durchgeführt wurde.

Der nächste Wettkampf sind die deutschen Meisterschaften in der Nähe von Hannover vom 15. bis 17. August. "Es müsste wenigstens ein Platz unter den ersten Zehn möglich sein", ist die Wernerin zuversichtlich. Die Herberner Mannschaft nimmt Ende September noch am 5-Länder-Freundschaftsturnier in Lobberich teil.

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