Erkan Baslarli: Drei Tore sind nichts Besonderes in einer Liga, die nichts für ihn ist

dzFußball-Kreisliga A

Nach drei Treffern im ersten Liga-Spiel für den SuS Oberaden gibt sich der ehemalige Werner Stürmer Erkan Baslarli gewohnt selbstbewusst. Auch einen Gruß an den Ex-Verein hat er parat.

Werne, Oberaden

, 18.02.2020, 16:12 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erkan Baslarli ist ein selbstbewusster Fußballspieler. Zuletzt hatte der ehemalige Stürmer des Werner SC und von Eintracht Werne allerdings selten Gelegenheit, sein Selbstbewusstsein auf dem Fußballplatz zu zeigen. Das hat sich nun geändert. Erkan Baslarli spielt, trifft dreifach und schickt nochmal einen Gruß an seinen Ex-Klub.

Jetzt lesen

Von der IG Bönen hatte es den 29-Jährigen in der Winterpause in Richtung SuS Oberaden gezogen. Baslarli war in Bönen unzufrieden mit seinen Einsatzzeiten. „Es gibt wenige Spieler, die so viel für die IG geleistet haben wie ich in den letzten zwei Jahren“, sagte Baslarli zum Abschied von der IG, bei der er in der Hinserie der aktuell laufenden Saison nur eine Nebenrolle gespielt hat. Zuvor war er mit den Bönenern von der Kreisliga A in die Landesliga durchmarschiert.

Nun ist Baslarli also in Oberaden angekommen. Und wie: In seinem ersten Pflichtspiel für den A-Ligisten erzielte er beim 4:0-Sieg beim VfK Weddinghofen gleich drei Treffer. Nach dem 1:0 von Joshua Linus Kusch legte Baslarli die Treffer zwei bis vier (30., 81., 89.) nach. Ein Traum-Einstand, könnte man meinen. Doch Baslarli selbst sieht das Ganze etwas nüchterner: „Also drei Tore ist wirklich nichts besonderes für mich“, so Baslarli. Eine solche Quote muss der Torjäger sogar für den Rest der Saison halten, will er sein persönliches Ziel erreichen. „Persönlich will ich in der Rückrunde in den 13 Spielen 25 bis 30 Tore machen“, so Baslarli.

Jetzt lesen

Dass dieses Ziel zwar ambitioniert, aber keineswegs utopisch ist, zeigt ein Blick auf Baslarlis bisherige A-Liga-Erfahrungen. Zwei Jahre habe er in der Kreisliga A1 Unna-Hamm gespielt, jeweils ein Jahr mit der IG und mit Eintracht Werne. „Und wenn man es zusammenrechnet, habe ich knapp 100 Tore in zwei Spielzeiten geschossen“, so der Familienvater. 90 Treffer (32 und 58) waren es tatsächlich. „Bei allem Respekt: Die Kreisliga A ist nichts für mich aus sportlicher Sicht“, so Baslarli. Qualität, Selbstvertrauen und Erfahrung würden für ihn sprechen, sagt Baslarli. Und letztendlich auch die Torquote. Er spreche also „mit Fakten und Zahlen“.

Erkan Baslarli: „Hauptsache, wir gewinnen die Spiele“

Deshalb will er dieser Liga auch schnellstmöglich entkommen. Fünf Punkte Rückstand hat der SuS Oberaden derzeit auf Tabellenführer Königsborn. „Wir haben noch zwölf Spiele, die wir alle gewinnen müssen. Das ist unser Ziel. Dann gucken wir, wo wir am Ende stehen“, so der Ex-Gewinner der RN-Torjägerkanone für Werne. „Mal schauen, ob es klappt. Wenn nicht, ist nicht schlimm. Hauptsache, wir gewinnen die Spiele“, so Baslarli.

Jetzt lesen

Er betont: „Ich bin nach Oberaden gekommen, um das zu schaffen, was ich mit der IG geschafft habe.“ Konkret heißt das: Der Durchmarsch von der Kreisliga A in die Landesliga. Einen Gruß in die ehemalige sportliche Heimat, mit der er zuletzt stark fremdelte, lässt Baslarli sich nicht nehmen: „Der IG habe ich die Landesliga geschenkt und mit Oberaden wollen wir kurzfristig auch dorthin.“

Lesen Sie jetzt