Eric Sabe (25) hat sich auch mit weniger Training in die Startelf des SV Herbern gespielt

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Zu Beginn der Saison kam Eric Sabe oft als Joker von der Bank zum Einsatz. Jetzt hat er sich aber in der Startelf festgespielt. Nicht nur mit seiner persönlichen Leistung ist er zufrieden.

von Johanna Wiening, Marcel Schürmann

Herbern

, 06.12.2019, 14:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dreimal pro Woche trainieren die Fußballer des SV Herbern, bevor es sonntags in der Liga um die drei Punkte geht. Ein normales Pensum für einen Landesligisten - ein sehr hohes Pensum aber für einen dualen Studenten wie Eric Sabe. Der Außenverteidiger der Herberner muss das Training immer wieder mal absagen.

Das schlug sich vor allem zu Beginn der Saison auch in den Startelfeinsätzen des 25-Jährigen nieder. Hin und wieder konnte sich der Herberner zwar für die erste Elf empfehlen, oft jedoch musste er erstmal von Beginn an zuschauen. Eric Sabe kann das nachvollziehen: „Klar, es ist schwierig, sich zu empfehlen, wenn man nicht immer beim Training sein kann. Da haben dann andere möglicherweise Vorrang.“

Seit November ist Sabe als Rechtsverteidiger gesetzt

Zumindest bis Anfang November. Seit der Partie gegen Westfalia Gemen stand der 25-Jährige kontinuierlich in jeder Partie auf dem Platz. Zuerst ersetzte er nur den verhinderten Kapitän Philipp Dubicki auf der Position des rechten Außenverteidigers. Doch auch als dieser wieder da war, blieb Eric Sabe der Rechtsverteidiger und Philipp Dubicki wechselte zwischen dem defensiven Mittelfeld und der Innenverteidigung.

„Für mich ist das natürlich super“, sagt der 25-Jährige. „Ich hatte einige gute Trainingseinheiten, das war wahrscheinlich gut für mich.“ Und auch Holger Möllers lobt den 25-Jährigen: „Eric gehört seit dieser Saison zum Stammpersonal. Er kommt so langsam dorthin, wo wir ihn gerne haben wollen und macht das, was wir von ihm erwarten.“ Auch die Tatsache, dass er wegen seines dualen Studiums nicht immer an allen Trainingseinheiten teilnehmen kann, ist für Möllers nicht allzu tragisch: „Wir haben mit ihm ausgemacht, dass er auch spielt, wenn die Leistungen am Sonntag stimmen. Die Spiele sind für ihn dann wie die eine Einheit, die ihm fehlt. Er bringt diese Leistung auf jeden Fall und ist ein wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft.“

Nicht nur mit seiner eigenen Leistung ist der Rechtsvertedigers zufrieden - auch die guten Ergebnisse der Mannschaft freuen ihn. „Es gab auch schon Zeiten, da haben wir deutlich mehr auf den Sack gekriegt“, spielt Sabe auf die Niederlagenserie zu Beginn der Saison an. „Aber jetzt läuft es natürlich gut und wir leben ein bisschen von der Euphorie.“

Aufsteiger Deuten kann zur Euphoriebremse werden

Der Gegner der Herberner am Sonntag allerdings könnte durchaus eine Euphoriebremse sein. Die Herberner fahren zu RW Deuten. Die Mannschaft ist zwar erst im Sommer in die Landesliga aufgestiegen, mischt dort aber derzeit auf Platz drei oben mit. Besonders zuhause ärgert der Aufsteiger die Spitzenmannschaften: Sowohl der SV Mesum, als auch der Werner SC mussten dort Niederlagen hinnehmen.

Dass das Spiel in Deuten kein leichtes Unterfangen ist, weiß auch Eric Sabe: „Da kommt es sicherlich auch auf die Tagesform an. Das Hinspiel haben wir ja auch nur Unentschieden gespielt.“ Bei einem Sieg aber, könnten die Herberner mit etwas Glück punktetechnisch gleichziehen mit dem Lokalkonkurrenten Werner SC. Eric Sabe sagt: „Das wäre natürlich schön. Es sollte immer das Bestreben sein, vor dem Werner SC zu landen. Alleine schon aufgrund der lokalen Nähe.“

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