Eintracht lässt Hallen-Stadtmeisterschaften wieder aufleben, zur Not auch ohne den WSC

dzFußball

Nach einem Jahr Pause sind die Fußball-Hallen-Stadtmeisterschaften zurück in Werne. Die Eintracht lässt das Turnier zwischen Weihnachten und Silvester wieder neu aufleben.

von Marcel Schürmann

Werne

, 17.10.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im vergangenen Jahr fanden in Werne keine Fußball-Hallen-Stadtmeisterschaften statt. Der Grund: Bei einem derart kleinen Teilnehmerfeld in Werne sei eine Ausrichtung nicht lukrativ genug. So sahen es zumindest die Verantwortlichen des Werner SC, die 2018 als Ausrichter vorgesehen waren und das Turnier kurzfristig absagten. In diesem Jahr kommen die Stadtmeisterschaften aber wieder zurück nach Werne. Ausrichter in diesem Jahr: die Eintracht.

„In unseren Augen sind die Stadtmeisterschaften nach wie vor eine lukrative Sache“, sagte Sascha Hilmer, Geschäftsführer von Eintracht Werne. „Es ist schön, zu sehen, wenn die Linderhalle zwischen den Feiertagen wieder voll ist. Von der Resonanz her waren die Meisterschaften immer sehr gut besucht.“

Eintracht plant offene Stadtmeisterschaften

Dass bei lediglich drei Werner Fußballvereinen eine interne Stadtmeisterschaft wenig reizvoll ist, das sieht Hilmer ähnlich wie die Verantwortlichen des WSC. Daher hat sich der Verein dazu entschlossen, wieder eine offene Stadtmeisterschaft auszutragen. Sprich: Auch Vereine aus umliegenden Städten werden an dem Turnier im Dezember teilnehmen.

„Wir haben in den Grenzgebieten angefragt, unter anderem beim SuS Rünthe, beim SV Herbern und diversen Hammer Vereinen“, so Hilmer weiter. „Gerade unseren Jugendspielern wollen wir mal etwas Abwechslung zum alltäglichen Meisterschaftsbetrieb bieten. Bisher haben wir 71 Einladungen alleine im Jugendbereich verschickt. Das Teilnehmerfeld ist soweit voll.“

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Insgesamt wird es Turniere in sämtlichen Altersklassen - von den Minikickern bis zur A-Jugend - geben, dazu ein Turnier der Frauen und der Reserveteams sowie ein Hauptturnier der ersten Mannschaften, für das sich der Sieger des Turniers der Reservemannschaften zusätzlich qualifizieren kann. Für die Altherren-Teams plant Hilmer wohl nur ein „Einlagespiel“ - also womöglich nur ein Spiel zwischen zwei Teams, in dem es dann um den Titel „Stadtmeister“ gehen soll.

Planung eine Mammutaufgabe

Die Ausrichtung eines solch großen Turnierreigens, der sich über vier Tage erstreckt (von Freitag, 27. Dezember, bis einschließlich Montag, 30. Dezember) stellt die Verantwortlichen von Eintracht Werne vor eine Mammutaufgabe. Dennoch sieht sich Hilmer gerüstet: „Letztes Jahr haben wir wegen der Absage des WSC spontan einen Wintercup mit über 50 Mannschaften ins Leben gerufen.“

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Der Werner SC rechtfertigte sich für die Absage im vergangenen Jahr jetzt in Person von Thomas Overmann, Fußball-Vorsitzender des WSC: „Wir hätten letztes Jahr an Heiligabend mit dem Aufbau und an Silvester mit dem Abbau beginnen müssen. Da muss man auch erstmal Personal für finden.“ Und weiter: „Generell möchten wir die Stadtmeisterschaften nicht abwerten. Aber der Aufwand hätte sich einfach nicht gelohnt.“

WSC weiß noch von nichts

Bis heute habe Overmann von offizieller Seite der Eintracht noch nichts von den Planungen für dieses Jahr gehört: „Normalerweise ist der Weg ja, erst mit den Vereinen zu sprechen“, holt Overmann aus, „jetzt haben wir von deren Planungen durch die Presse erfahren.“ Ob der WSC an dem Turnier teilnehmen möchte, ließ er offen. „Mit nur drei Mannschaften macht es wenig Sinn“, so Overmann. „Und wenn man es jetzt so macht, dass plötzlich Mannschaften aus dem Umfeld teilnehmen dürfen, dann braucht man es auch nicht Stadtmeisterschaft nennen - und man könnte so ein Turnier auch zu jedem anderen Zeitpunkt austragen.“ Man müsse jetzt erstmal alles besprechen, so Overmann.

Hohes Niveau nur mit mehreren Teams möglich

Sascha Hilmer sprach jedoch davon, „in jedem Fall“ eine offene Stadtmeisterschaft austragen zu wollen: „Wir haben die beiden Vereine (Werner SC und SV Stockum, Anm. d. Red.) jetzt angeschrieben und warten noch auf die Zusagen. Danach werden wir die anderen Vereine aus den umliegenden Städten peu à peu anschreiben. Ich möchte für die Stadtmeisterschaften ein gutes Niveau kriegen - und dafür braucht es mehrere Mannschaften. Zur Not machen wir es auch ohne den WSC.“

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