„Ein bisschen Träumerei“: Philip Just hat mit dem SV Herbern große Ziele im Westfalenpokal

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Er ist eingeschlagen wie eine Bombe und hat als einer von zwei Spielern jede Minute in dieser Saison absolviert. Jetzt steht der 20-jährige vor seinem nächsten Highlight.

von Nico Ebmeier

Herbern

, 10.09.2019, 15:49 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist so ein wenig die Woche der Wahrheit für die Landesligafußballer vom SV Herbern. Nach der Derbyschelte gegen den Werner SC am vergangenen Samstag geht es nun im Westfalenpokal gegen die Ibbenbürener Spielvereinigung aus der Bezirksliga. Mit RN-Mitarabeiter Nico Ebmeier sprach Verteidiger Philip Just über seine ersten Wochen in Herbern und die Ziele in dieser Saison.

Philip Just, was machen Sie, wenn Sie nicht gerade an das runde Leder treten?

Ich studiere an der Fachhochschule in Münster BWL, aber aus Lust daran. Ich bin kein Verlegenheits-BWLer. (lacht) Und dann ist die Woche ja auch mit Fußball ganz schön ausgebucht.

Sie waren früher auch als Trainer an der Seitenlinie. Ist das nichts mehr für sie?

Doch absolut. Das war auch ein Grund, wieso ich in der A-Jugend damals von Herbern nach Senden gewechselt bin. Dort durfte ich als Jugendspieler eine U13 trainieren und konnte meine B-Lizenz machen. Nun habe ich aber gedacht, dass ich nach meiner Karriere immer noch Trainer werden kann und mich jetzt ganz auf den aktiven Teil konzentriere.

Jetzt sind Sie wieder zurück beim SVH. Wie ist der erste Eindruck?

Großartig. Ich wusste ja so ein wenig, was auf mich zukommen würde, aber es gefällt mir wirklich richtig gut hier.

Und Ihr Trainer?

Holger Möllers ist vielleicht der beste Trainer, den ich jemals hatte. Er fordert immer wieder neue Dinge und das entwickelt uns super weiter.

Wie sehen sie Ihre aktuellen Leistungen?

Ich denke, wir haben in dieser Saison schon wirklich ein paar gute Spiele gemacht und uns da oft einfach zu wenig belohnt.

Besonders am Samstag in Werne?

Ja klar, das war natürlich doppelt bitter. Die Leidenschaft, die der WSC auf den Platz gebracht hatte, war schon echt stark. Wir haben zwar 100 Prozent gegeben, aber der Druck den Werne, besonders in den ersten Minuten, ausgeübt hatte, war enorm.

Lassen Sie uns zum Spiel kommen. Kennen Sie den Gegner aus Ibbenbüren?

Nein, überhaupt nicht. Aber wir haben eine Art Scout in Herbern, der sich mit unseren Gegnern vor dem Spiel jeweils beschäftigt.

Was sind denn in diesem Wettbewerb Ihre Ziele?

Man muss das immer realistisch sehen. Jetzt geht es gegen einen Bezirksligisten und dann vermutlich gegen einen Landesligisten. Diese Spiele wollen wir unbedingt gewinnen. Danach kommt aber wohl der Münster-Besieger aus Rödinghausen. Das wäre natürlich der Hammer, aber dann wäre wahrscheinlich Schluss.

Und generell in dieser Saison?

Zunächst mal fit bleiben. Ich möchte möglichst viele Spiele absolvieren. In der Tabelle haben wir kein echtes Ziel ausgeben, aber die obere Tabellenhälfte wäre schon sehr gut.

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