Die sportliche Brisanz im „Sechs-Punkte-Derby“ zwischen Eintracht Werne und dem SV Stockum

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Für Eintracht Werne und den SV Stockum war es ein „Sechs-Punkte-Derby“. Wernes Kapitän Enes Akyüz war froh über die wichtigen Punkte, Stockums Marin Medjedovic schaute bereits nach vorne.

Werne

, 02.12.2019, 15:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war ein Derby der Gegensätze zwischen dem SV Stockum und Eintracht Werne. Während die Stockumer derzeit auf dem vorletzten Tabellenplatz stehen und im Abstiegskampf jeden Punkt benötigen, geht es bei der Eintracht darum, dem Tabellenführer auf den Fersen zu bleiben. Im Spiel mit dem besseren Ende für die Werner: Eintracht besiegte den SV Stockum mit 4:1.

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„Für den Derbycharakter war die unterschiedliche Tabellensituation sicherlich nicht förderlich“, analysierte Eintrachts Kapitän Enes Akyüz die Partie. „Wir sind so weit auseinander, dass es manchmal schwierig war, den Derbycharakter im Spiel zu sehen.“

Die sportliche Brisanz im „Sechs-Punkte-Derby“ zwischen Eintracht Werne und dem SV Stockum

Eintrachts Kapitän Enes Akyüz freute sich über die drei verdienten Punkte im Derby. © Kerk

Geweckt wurde dieser aber dann doch vor Anpfiff durch die beiden Trainer. Sowohl Mario Martinovic auf Seiten der Eintracht, als auch Zakaria Slimani für Stockum haben schon einige Derbys erlebt und machten ihre Spieler heiß.

„Da nimmt man den Derbycharakter an“

„Der Trainer hat uns vorher gut eingestimmt und die richtige Stimmung vermittelt. Da nimmt man den Derbycharakter an“, erzählte Marin Medjedovic, Kapitän des SV Stockum. Und auch Enes Akyüz pflichtete bei: „Ich identifiziere mich nach drei Jahren schon mit dem Verein, da wird es dann schon zu einem besonderen Spiel.“

Die sportliche Brisanz im „Sechs-Punkte-Derby“ zwischen Eintracht Werne und dem SV Stockum

Für Marin Medjedovic und den SV Stockum war es eine schmerzhafte Niederlage. © Helga Felgenträger

Für die eigentlich hoch favorisierte Mannschaft von Enes Akyüz aber begann die Partie denkbar schlecht: Schon nach zwei Minuten ging der SV Stockum in Person von Sanel Mehovic in Führung. „Das war ein blöder Absprachefehler in unserer Abwehr“, ärgerte sich Akyüz. „Aber wenn man mal ganz ehrlich ist, muss man sagen: Stockum hatte danach auch nicht wirklich eine Torchance.“

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Dem konnte auch Marin Medjedovic nicht wirklich widersprechen. Dennoch war der 30-Jährige mit der ersten Halbzeit seiner Mannschaft zufrieden: „Wir hatten wenig Ballbesitz, klar. Aber das Tor hat uns danach natürlich in die Karten gespielt und wir haben das wirklich gut verteidigt.“

Ein Elfmeter, zwei unterschiedliche Sichtweisen

Die Stockumer Träume von einer Überraschung wurden in Hälfte zwei dann aber schnell beendet, als Rachid Souita im Sechzehner weggegrätscht wurde. Die beiden Kapitäne bewerteten die Situation unterschiedlich. „Der Gegenspieler grätscht und trifft zwar auch irgendwie den Ball, aber eben auch voll den Mitspieler. Also schon ein berechtigter Elfmeter“, bewertete Enes Akyüz die Szene. Marin Medjedovic sah das allerdings anders: „Den muss man nicht unbedingt geben. Er trifft den Ball.“

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Der Schiedsrichter sah das aber anders und die Eintracht konnte ausgleichen. Danach kippte die Partie endgültig zu Gunsten der Eintracht. Die profitierte von ihrem überragenden Stürmertrio aus Enes Akyüz, Serkan Adas und dem wieder genesenen Abdullah Sahin, das zum ersten Mal seit einigen Wochen wieder gemeinsam auf dem Platz standen.

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Alle vier Tore wurden von den Angreifern erzielt. „Besonders für Apo (Abdullah Sahin, Anm. d. Red.) freut es mich, dass er wieder getroffen hat“, so Enes Akyüz. „Ich glaube für den Rest der Mannschaft ist es gut, dass sie mit uns vorne drin eine Sicherheit haben, dass immer irgendwie ein Tor geschossen wird.“

Für den SV Stockum geht der Blick nach dem Derby direkt wieder nach vorne. Zwar wäre ein Sieg gegen Werne natürlich schön gewesen, aber man könne auch die Tabellensituation richtig einschätzen so Medjedovic: „Natürlich wäre ein Sieg im Sechs-Punkte-Derby schön gewesen. Aber nächste Woche gegen Wiescherhöfen ist es dann schon ein Neun-Punkte-Spiel. Wir müssen einfach punkten.“

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