LippeBaskets haben zwei Abgänge aus der Ruhrpott-Rider-Clique zu beklagen

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Woche für Woche pendelten mehrere Spieler der LippeBaskets aus Bochum nach Werne ein. Für einen Teil von ihnen ist damit nun Schluss. Zwei Spieler verlassen die LippeBaskets.

von Isabell Michalski

Werne

, 21.05.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mehrere Basketballer der LippeBaskets haben sich als „Ruhrpott Rider“ zusammengeschlossen und fahren mehrfach die Woche von Bochum nach Werne. Zwei dieser Spieler werden in der kommenden Spielzeit allerdings nicht mehr in Werne auflaufen.

Eine ganz besondere Clique tritt Training für Training den Weg nach Werne an. Seit Jahren spielen gleich eine ganze Hand voll Spieler, die in Bochum wohnhaft sind, in Werne. Auch fünf Spieler des Kaders der vergangenen Spielzeit waren in Bochum zuhause, hatten ihre sportliche Heimat allerdings in Werne. Die Rede ist von Lukas Mersch, Lennard Rupprecht, Leif Brüggendieck und Nils Rospek. Zum erweiterten Umfeld gehörte auch Frederic Meinert, der jobbedingt nur sporadisch zu Einsätzen kam. Gemeinsame Fahrten zum Training machten die Spieler zu den „Ruhrpott Ridern“, wie Jan König erläutert.

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Angeführt vom Kapitän und gebürtigen Werner, Lukas Mersch, ist kein Weg zu weit, um für die LippeBaskets auf Korbjagd zu gehen. Da seit letzter Woche unter Auflagen wieder trainiert wird, treten auch die „Ruhrpott Rider“ wieder ihre Fahrten nach Werne an. Allerdings mit zwei Spielern weniger im Auto. Leif Brüggendieck und Nils Rospek verlassen die LippeBaskets nach erfolgreichen zwei Spielzeiten wieder.

Weite Fahrten zum Training nach Werne

Besonders Rospek entwickelte sich in Werne zu einem sicheren Schützen aus der Mitteldistanz. Wie auch Leif Brüggendieck stand er aber aber auch oft im Schatten der Mitspieler. Vor zwei Jahren holte ihr Kumpel Lennard Rupprecht die zwei großen Spieler nach Werne, nun ist das Kapitel beendet.

Christoph Henke, Trainer der LippeBaskets, erklärt: „Wir sind den beiden sehr dankbar. Sie haben in den letzten beiden Jahren bei uns gespielt und das waren sicherlich die erfolgreichsten Jahre der LippeBaskets mit der Vizemeisterschaft und dem vierten Platz. Beide sind keine Werner Spieler, sondern haben Woche für Woche viel Aufwand gehabt und haben uns geholfen, unsere Ziele zu erreichen.“

Auch für ihre Leistungen auf dem Spielfeld erhalten die Bochumer gute Kritiken ihres ehemaligen Trainers in Werne: „Nils gehörte immer zu den Führungsspielern. Er gehörte in beiden Jahren zu den Top vier der besten Werfer in unserer Mannschaft. Leif hat dem Kader durch seine Spielweise die nötige Härte gegeben.“

Hoher Aufwand für Basketball in Werne

Doch trotz der guten Leistungen ist der Abgang für Henke nachvollziehbar: „Es ist verständlich, dass die zwei nicht ewig in Werne spielen konnten. Beide sind beruflich beziehungsweise des Studiums wegen sehr eingespannt und dazu kam der sehr hohe Zeitaufwand, um immer nach Werne zu fahren.“

Jan König, Trainer der zweiten Mannschaft, der zu den Mitbegründern der ersten Stunde zählt, erklärt die Geschichte hinter dem ungewöhnlichen Namen. „Ruhrpott Rider ist der Name einer Whatsapp-Gruppe. Wir sind dann immer gemeinsam von Bochum, wo wir uns meistens am Stadion des VfL getroffen haben, nach Werne gefahren.“

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Der aktuelle Kapitän Lukas Mersch spielt nach seiner Rückkehr von den Bochum AstroStars nun bereits wieder seine vierte Saison in Werne: „Das Publikum in Werne ist super, auch das Umfeld ist toll. Ich kenne die Leute schon teilweise seit meiner Geburt und bin schon immer mit dem Verein verwurzelt. Ich habe damals mit Christoph geredet und so sind dann auch die Ruhrpott Rider entstanden.“

Die besten Fans der Liga

Seitdem beraten sich die Bochumer in der gemeinsamen Whatsapp-Gruppe, wie sie zu den Trainingseinheiten oder zu den Spielen fahren.

Auch wenn Mersch viel Freude bei den LippeBaskets hat, betreibt er gemeinsam mit seinen Kumpels einen sehr hohen Aufwand: „Es ist sehr anstrengend, wir sitzen teilweise länger im Auto als wir in der Halle stehen. Wenn man jede Woche wieder vor so einer Kulisse spielt, lässt das den Fahrtstress aber vergessen. Man macht das ganze für die besten Fans der Liga.“

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