Der SV Herbern im Vorbereitungscheck: Bereit für den nächsten Schritt?

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Eine intensive Vorbereitung hat der SV Herbern hinter sich, eben so bereits zwei Pflichtspiele. Zwei Neuzugänge konnten dabei besonders auf sich aufmerksam machen.

Herbern

, 08.08.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am kommenden Sonntag steigt der Ligastart für die Fußballteams aus Herbern und Werne. Wir blicken auf die Vorbereitung der Mannschaften zurück und ordnen die Ergebnisse der Vereine ein.

Wie lief die Vorbereitung des SV Herbern?

Elf Spiele hat der SV Herbern in den vergangenen Wochen absolviert. Darunter auch schon zwei Pflichtspiele im Westfalen- und im Kreispokal. Fünf Siege, drei Unentschieden, drei Niederlagen. Die Ergebnisse dabei: Nicht immer entscheidend, das hat man SVH-Coach Holger Möllers angemerkt. Trotzdem bitter: Das Ausscheiden nach Elfmeterschießen im Kreispokal am Dienstagabend gegen den SC Greven 09.

Nach 14 Tagen in der Vorbereitung gab es bereits ein großes Lob von Trainer Holger Möllers an seine Mannschaft: „Es ist irre, wie die Jungs mitgezogen haben.“ Intensiv war die Vorbereitung vor allem. Viele Spiele, viele Einheiten. Und nicht immer ging es dabei auf den Fußballplatz. Auch im Fitnessstudio war der SVH unterwegs, Zirkeltraining inklusive.

Wo liegen die Probleme?

Die Probleme in Herbern halten sich in Grenzen: Der SV Herbern hinterließ in vielen Spielen einen guten, wenn nicht sogar sehr guten Eindruck - für mindestens 45 Minuten. Phasenweise geht der SVH mal vom Tempo runter, nimmt sich Auszeiten. Diese könnten der intensiven Vorbereitung geschuldet sein oder auch reine Kopfsache sein, wie in der zweiten Halbzeit der ersten Westfalenpokalrunde. Dort dominierte der SVH eine Halbzeit komplett, um in der zweiten Hälfte das Spiel etwas aus der Hand zu verlieren, nachdem der Anschlusstreffer erfolgte. „Mit dem Anschlusstreffer sind bei uns die Klappen runtergegangen und wir haben nicht mehr zum Spiel gefunden“, erklärte Möllers dazu.

Was läuft gut?

Kriegt der SVH den Ball ins Laufen, gerade in der Offensive, haben viele Gegner Probleme. Über Marcel Scholtysik, Sebastian Schütte, Neuzugang Dominick Lünemann und dem nun wieder zurückgekehrten Torjäger Whitson hat Herbern offensiv viel Qualität, die jeden Gegner in Bedrängnis bringen kann. Wenn dazu noch die Pressingphasen funktionieren, steht Herbern auch Defensiv sicher.

Welche Spieler konnten auf sich aufmerksam machen?

Es sind hier zwei Neuzugänge, die besonders positiv auf sich aufmerksam machen konnten und sich als regelrechte Gewinne für den SV Herbern erweisen können: Philip Just und Joe Breloh. Die Verpflichtung von Just stand schon länger fest und könnte eine immense Verstärkung für die Herberner Defensive sein. Just präsentiert sich variabel, kann als linker Verteidiger auflaufen, ebenso als Innenverteidiger. Durch seine Größe ist er eine echte Waffe im Luftduell - offensiv wie defensiv.

Joe Breloh kam erst durch den Rückzug des SC Münster 08 zum SV Herbern. Breloh spielt im zentralen Mittelfeld, zeigte sich in den Spielen der Vorbereitung als Achter. Er ist da, wo er gebraucht wird. Offensiv immer wieder mit eingebunden und als Einleiter unterwegs, defensiv sich nicht zu schade da hinzugehen, wo es wehtut.

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Redaktionsprognose: Der SV Herbern hat Qualität verloren durch die Abgänge von Simon Mors, Oscar Cabrera und Leonhard Fenker, aber auch gute Spiele dazubekommen, die diese Verluste durchaus kompensieren können. Die vergangene Saison war stark in Herbern mit dem sechsten Platz in der Liga und dem Kreispokaltitel. Das Grundgerüst steht und wenn Herbern einen Lauf bekommt, wäre womöglich der ganz große Sprung drin. Am Ende wird Herbern unter den ersten fünf Teams der Liga landen.

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