Der Handballverband Westfalen hat über die Saison entschieden

Handball

Seine Empfehlung an die Länderverbände über die Fortsetzung der Saison hat der Deutsche Handball Bund schon vor Wochen abgegeben. Jetzt steht fest, wie die Saison für die heimischen Teams weitergeht.

Werne, Lünen, Selm

, 19.04.2020, 17:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Damen des Lüner SV sind aufgrund der neuen Regelung in die Oberliga aufgestiegen.

Die Damen des Lüner SV sind aufgrund der neuen Regelung in die Oberliga aufgestiegen. © Foto: Goldstein

Geht es weiter oder nicht? Und wenn nicht: Wie wird die Saison gewertet? Diese Frage stellten sich die Amateur-Handballer aus der Region seit der Unterbrechung der Saison. Nun hat der Verband eine Entscheidung getroffen: Die Saison ist mit sofortiger Wirkung beendet.

Annulliert wird die aktuelle Spielzeit aber keineswegs. Der Verband hat beschlossen, die Saison, ähnlich wie in den nationalen Ligen, mit der Quotientenregelung zu werten, um eine möglichst faire Wertung der Saison zu erhalten.

Im Klartext bedeutet das: Der Verband setzt die Tabelle auf das Datum 12. März 2020 fest. Dort wird die Punktzahl eines Teams durch deren absolvierte Spiele dividiert und der Wert dann mit 100 multipliziert. Daraus entsteht die schlussendliche Tabelle.

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Die Mannschaften, die da dann auf einem Aufstiegsplatz stehen, dürfen in die höhere Liga aufsteigen. Absteiger soll es dagegen in dieser Saison nicht geben. Dazu bekommen alle Vereine, deren Rückstand auf einen Auftiegsplatz bei höchstens 39,9 Quotientenpunkten liegt, eine Wildcard für den Aufstieg angeboten.

LSV könnte mit einer Wildcard aufsteigen

Diese Regelung betrifft auch die Damen Mannschaft des Lüner SV, die damit in die Oberliga aufsteigen kann. Die LSV-Herren könnten dank der Regelung in die Bezirksliga aufsteigen. Die Mannschaften des VfL Brambauer und des TV Werne hatten weder mit dem Auf-, noch mit dem Abstieg etwas zu tun.

In der Saison 2020/2021 soll dann wieder in den normalen Spielbetrieb mit regulären Auf- und Absteigern gewechselt werden.

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Holger Kück, Vorsitzender das Handballkreises Industrie, und Daniel Hooge, Vorsitzender des Handballkreises Münster, als Mitglieder der Arbeitsgruppe betonen die harmonische Zusammenarbeit innerhalb des Gremiums in dieser bisher nie dagewesenen Situation.

Holger Kück war zufrieden mit der Regelung: „Die gefundenen Kompromisse wurden im Sinne unseres Handballsports getroffen.“ Dieses bestätigt auch Wilhelm Barnhusen, Präsident des Handballverbandes Westfalen: „Wir haben aus dieser schwierigen Situation das Beste gemacht und hoffen, dass der Ball bald wieder in der Halle fliegen kann.“

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