Das erste Training ohne Lars Müller beim Werner SC - so hat es Joel Simon erlebt

dzWerner SC

Joel Simon hat am Dienstag die erste Trainingseinheit des Werner SC geleitet und dabei erste Ansagen gemacht. Doch wie kam es nun überhaupt dazu, dass Simon das Sagen beim WSC hat?

Werne

, 10.07.2019, 17:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Trainingsauftakt für den Werner SC am Dienstagabend. Rund 20 Spieler versammeln sich auf dem Kunstrasen des Sportzentrum Lindert. Die erste Ansprache soll folgen - vom Trainer natürlich. Doch es ergreift nicht Lars Müller das Wort, sondern Joel Simon, der neue Co-Trainer des Werner SC. Es hat aber einen ganz einfachen Grund: Müller ist noch im Urlaub, kommt erst in einigen Tagen zurück.

Keine Nervosität

Bis dahin hat Simon das Sagen. Nervosität bei der ersten Ansage ist ihm aber nicht anzumerken. „Es ist ja nicht die erste Ansage, die ich gemacht habe“, erklärt er. „Früher war es halt in einer anderen Funktion als Kapitän, jetzt halt als Trainer.“ Klares Statement. Genau so klar wie der Plan mit dem er das Training für die nächsten Tage geplant hat.

„Das Programm habe ich natürlich mit Lars abgesprochen. Ein bisschen Spaß, kennenlernen, das wird in den nächsten Tagen im Fokus stehen“, erklärt Simon. Auch am Dienstag standen zu Beginn ein paar Sprints an, danach lockere 5-gegen-2-Spiele, ein Kennenlern-Spiel und im Anschluss ein Trainingskick.

Der nötige Ernst bei der Sache

Doch trotz des ganzen Spaßes soll auch der nötige Ernst dabei bleiben für Simon: „Wir gehen sicherlich auch mal in den Wald, bisschen was konditionell machen. Ein paar Kraftübungen auch.“ Doch auch das runde Leder soll nicht zu kurz kommen. „Wir werden auch mal was mit dem Ball machen, spätestens ab Sonntag wird viel Fußball gespielt, dass das auch läuft“, kündigt Simon an.

Simon macht klare Ansagen, hat einen Plan, wie er das Ganze gestalten will, das merkt man ihm an - auch wenn viel neues nun auf ihn einprasselt. Trainingsvor- und nachbereitung, Pressearbeit und Absprachen mit Müller. „Ich habe mich immer etwas versucht rauszuhalten bei Sachen wie Interviews, Planung und so was halt. Jetzt klappt das nicht mehr ganz so gut“, erzählt er im Gespräch und lacht dabei, bevor direkt im Anschluss wieder ernst wird: „Ich wollte schon immer lieber Fußball spielen.“

Das erste Training ohne Lars Müller beim Werner SC - so hat es Joel Simon erlebt

Die Präsentation der Neuzugänge des Werner SC v.l.: Co-Trainer Joel Simon, Furkan Cirak, Jannis Vertgewall, Rene Nemitz und Torwarttrainer Axel Scheunemann. © Timo Janisch

Drei Gründe für den Co-Trainer-Job

Das ist nun nicht mehr möglich. Eine Schulterverletzung macht Simon zu schaffen, hat ihn dazu gezwungen darüber nachzudenken, was er in der Zukunft machen will. „Fußball ging halt so nicht mehr mit der Schulter. Dann kam die Alternative und ich hatte ein bisschen Zeit darüber nachzudenken“, erzählt er.

Am Ende waren es drei Dinge, die ausschlaggebend für den Wechsel vom Platz an die Seitenlinie waren. „Ich kenne die Jungs und mir liegt etwas an dem Verein“, benennt Simon zwei Gründe, um dann noch hinterzuschieben: „Den besten Coach habe ich mit Lars, wo ich eine ganze Menge lernen und abgucken kann.“

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