Das Coronavirus stoppt den Aufschwung des SV Stockum

dzSaisonfazit

So recht lief nichts zusammen in der Hinrunde des SV Stockum. Nach einem Trainerwechsel und diversen Neuzugängen sollte es in der Rückrunde bergauf gehen - dann kam das Coronavirus.

Werne

, 21.06.2020, 14:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Saison ist in den Amateurligen seit Anfang Juni beendet. Zeit, um auf die Leistungen der Werner und Herberner Vereine zu blicken, ihre Stärken und Schwächen zu beleuchten. Wir ziehen ein Saisonfazit beim Fußball-A-Ligisten SV Stockum, der eine miserable Hinrunde spielte, in der Winterpause aber neuen Mut schöpfte.

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Saisonverlauf: Es war keine gute Hinrunde für den SV Stockum. Nur ein einziger Sieg gelang den Stockumern gegen den TuS Wiescherhöfen. Ergebnistechnisch wurde es auch nach der Winterpause nicht besser - dennoch standen die Zeichen gut nach dem Trainerwechsel. Jürgen Welp brachte nicht nur eine Strategie mit, sondern lockte auch diverse hochkarätige Neuzugänge zum A-Ligisten.

Stärken: Angesichts der schwachen Saison fällt es schwer, großartige Stärken bei den Stockumern zu erkennen. Was man der Mannschaft aber durchaus hoch anrechnen muss, ist der Ehrgeiz und die ungebrochene Motivation. Selbst in den schwächsten Phasen war man sich beim SV Stockum immer sicher, den Klassenerhalt noch schaffen zu können - insbesondere nach dem Trainerwechsel in der Winterpause.

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Baustellen: Die fanden sich in dieser Spielzeit zu Hauf. Weder offensiv, noch defensiv lief viel zusammen beim SVS. Das größte Problem wohl: die geringe Trainingsbeteiligung in der Hinrunde. Die Mannschaft, die damals noch von Zakaria Slimani trainiert wurde, hatte regelmäßig personelle Schwierigkeiten. Beim Training kam man mit Mühe und Not auf die Mindestanzahl an Spielern - teilweise stellte sich sogar der Trainer noch selbst auf den Platz.

Bestes Spiel: Da kann nur eine Partie genannt werden - der Sieg gegen den TuS Wiescherhöfen II. Der steckte ebenfalls tief im Abstiegssumpf, es war also ein goldener Sieg, der für den SVS eine Aufholjagd einläuten sollte. Aber Pustekuchen, es blieb bei dem einen einzigen Sieg.

Schlechtestes Spiel: Es hagelte Pleite für Pleite für die Stockumer in dieser Saison. Während sie sich nach der Winterpause zumindest trotz Niederlagen gut verkauften, gab es in der Hinrunde einige unterirdische Klatschen. Der negative Höhepunkt war wohl die 1:7-Pleite gegen den FC Overberge, wo sich die Mannschaft unter Liganiveau präsentierte.

Bester Torjäger: Sanel Mehovic traf insgesamt sechs Mal für den A-Ligisten. Für den Offensivmann ist das durchaus kein schlechter Wert, allerdings hätte er, um dem A-Ligisten wirklich weiterzuhelfen, doch noch deutlich öfter treffen müssen. Einen richtigen Knipser sucht man beim SV Stockum in der aktuellen Spielzeit allerdings vergeblich.

Sanel Mehovic (r.) erzielte gleich sechs Treffer für die Stockumer.

Sanel Mehovic (r.) erzielte gleich sechs Treffer für die Stockumer. © Schürmann

Dauerbrenner: Die meisten Spiele absolvierte in der oftmals durchgemischten Mannschaft der Torwart. Thomas Goeke stand in nahezu jeder Ligapartie auf dem Platz und sorgte dafür, dass sein Kasten so weit wie möglich sauber blieb - bei den kriselnden Stockumern nicht immer ein leichtes Unterfangen.

Bester Spieler der Saison: Es lief wenig zusammen beim SV Stockum - insbesondere in der Offensive. Dass der A-Ligist nicht noch schlechter da stand, hatten sie oftmals ihrem Schlussmann zu verdanken. Thomas Goeke war nicht nur Dauerbrenner, sondern auch in vielen Partien der beste Mann auf dem Platz. Ohne ihn hätten die Stockumer wohl die eine oder andere Klatsche mehr kassiert.

Thomas Goeke war Dauerbrenner und bester Mann auf dem Platz.

Thomas Goeke war Dauerbrenner und bester Mann auf dem Platz. © schürmann


Fazit und Prognose: Das Fazit für die vergangene Spielzeit ist in Stockum sicherlich kein gutes. Es war eine schwierige Saison mit vielen Tiefpunkten. Nur das Coronavirus rettete den Klassenerhalt. Wäre zuende gespielt worden, wäre es wohl schwierig gewesen für die Stockumer.

Dennoch stehen die Zeichen beim A-Ligisten auf Aufschwung. Mit den hochkarätigen Neuzugängen und dem neuen Trainerteam, dafür aber ohne einen kompletten Umbruch, sind die Möglichkeiten da, dass es endlich bergauf gehen kann beim kriselnden SVS.

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