Daniel Rafalski von Eintracht Werne: Eine Rakete mit 552 Minuten

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Daniel Rafalski hält in der Kreisliga A aktuell alles, was es zu halten gibt. 552 Minuten ist er im Moment ohne Gegentreffer. Rafalski gibt sich bescheiden, sein Trainer ist vollen Lobes.

Werne

, 29.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Spricht man Mario Martinovic, Trainer von Eintracht Werne, auf seinen Torwart Daniel Rafalski an, kommt er aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. „Daniel ist sehr erfahren, auf der Linie stark, kommt gut aus dem Tor“, lobt Martinovic seinen Schlussmann. „Wenn ich ein Wort nehmen soll, um ihn zu beschreiben, dann wäre es Rakete“, sagt Martinovic.

Rafalski, die Rakete. Macht seinem Namen auf jeden Fall alle Ehre, wenn es nach Martinovic geht: „Was er da ab und zu mal rausfischt, das ist schon stark. Da sind Bälle bei, die sicher ins Tor gehen würden und er ist zur Stelle“, schwärmt der Eintracht-Trainer über seinen 36-jährigen Keeper.

Viele Spitzenwerte bei der Eintracht

Um Belege dafür zu finden, reicht es schon, einen Blick auf die Tabelle zu werfen. Eintracht Werne grüßt dort von Platz zwei, hat nur 15 Gegentore. Die wenigsten der Liga. Direkt dahinter sind es schon 23 Gegentore, die Tabellenführer SVE Heessen kassiert hat. Hinzu kommen weitere Spitzenwerte für die Eintracht: 14 Spiele ohne Gegentor, erst zwei Treffer in 2019 kassiert und seit sechs Spielen zu null.

Daniel Rafalski von Eintracht Werne: Eine Rakete mit 552 Minuten

Trainer Mario Martinovic ist sehr zufrieden mit den Leistungen seines Torwarts Daniel Rafalski. © Helga Felgenträger (A)

Wie viele Minuten sind Rafalski und die Eintracht denn jetzt ohne Treffer gegen sich? Martinovic war auf der richtigen Spur, sagte: „540 Minuten.“ Rafalski lag etwas weiter daneben. „Um die 500 Minuten, vielleicht 460 Minuten“, riet er. Insgesamt sind es 552 Minuten – eine beachtliche Zahl.

Rafalski gibt das ganze Lob aber zurück an seine Vorderleute: „Ich denke, in erster Linie liegt es an unserer mannschaftlichen Geschlossenheit. Alle haben Bock, das Tor zu verteidigen.“ Ganz bescheiden und fast schon zurückhaltend gibt er sich dabei am Telefon. „Im Moment läuft es halt, die Jungs halten sehr, sehr viel von mir fern. Es harmoniert im Moment. Jeder der reinkommt, reiht sich da nahtlos ein.“

Den besten Spieler der Liga in den eigenen Reihen

Einen, den Rafalski dabei besonders lobt: Marko Martinovic, Innenverteidiger der Eintracht. „Mit Martinovic haben wir den besten Innenverteidiger und besten Spieler der Kreisliga A“, erklärt er. Trainer Mario Martinovic sagt schmunzelnd über ihn: „Ich wollte das nie so sagen, dass er der beste Spieler der Liga ist, weil er mein Bruder ist.“ Trotzdem muss Mario Martinovic zugeben: „Ich glaube, weit und breit gibt es keinen Besseren in der Liga. Mario hat sogar Junioren-Bundesliga gespielt als Innenverteidiger.“

Das fällt beim Blick auf Marko Martinovic‘ Vita direkt auf: Erfahrungen in der Regionalliga, NRW-Liga und der Jugend-Bundesliga. Jetzt in der Kreisliga A im Kreis Unna-Hamm als Dirigent der Defensive von Eintracht Werne.

Wo soll das am Ende hinführen?

Es bleibt nur noch die Frage offen: Wo soll das am Ende der Saison hinführen?

Drei Spiele verbleiben den Wernern noch, aktuell ist man nur zwei Punkte hinter Tabellenführer Heessen, der aber noch ein Spiel nachholen muss. „Es ist noch einiges möglich, die haben auch noch schwere Spiele. Wir geben auch unser Bestes“, macht Rafalski deutlich. Sein Trainer schlug am Sonntag in eine ähnliche Kerbe ein: „Wir machen unsere Aufgaben und schauen dann, was dabei rumkommt. Entschieden ist noch nichts.“

Ob Rafalski lieber die weiße Weste behält oder sich den Titel schnappen würde, liegt klar auf der Hand: „Natürlich den Titel.“ Bis dahin ticken mit jedem Spiel ohne Gegentor die Minuten dann weiter, bei der Rakete mit aktuell 552 Minuten.

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