Christoph Henke zum Abschied von NBA-Star Nowitzki: „Er hat das Spiel revolutioniert“

dzDirk Nowitzki

Mit Dirk Nowitzki verlässt der bisher größte deutsche Basketballer das Parkett der NBA. Der Sportliche Leiter der LippeBaskets hatte sogar gegen dessen Mentor in der Bundesliga gespielt.

Werne

, 10.04.2019, 12:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Wie ihr vielleicht erwartet habt, war das mein letztes Heimspiel“, sagte Dirk Nowitzki in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch. Nach dem NBA-Spiel gegen die Phoenix Suns (120:109) verkündete der Star der Dallas Mavericks auf dem Parkett des American Airlines Center sein Karriereende. Mit 41 Jahren hört der größte deutsche Basketballer auf.

Erinnerungen und Anerkennung mit „Dirkules“ verbinden die Basketballer der LippeBaskets Werne. „Er ist einer der wenigen, der es ohne College geschafft hat. Erst hat er die Wasserkisten geschleppt...“, sagt etwa Jens König, Sportlicher Leiter bei den LippeBaskets. 2011 dann die große Krönung von Nowitzki. Den bisher einzigen Titelgewinn eines Deutschen in der stärksten Liga der Welt verfolgte König im Italien-Urlaub.

Christoph Henke zum Abschied von NBA-Star Nowitzki: „Er hat das Spiel revolutioniert“

Jens König © Helga Felgenträger

Henke erinnert sich an die Meisterschaft

An die Meisterschaft der Mavericks erinnert sich auch Wernes Coach Christoph Henke. Bei einem Freund im Keller schaute Henke damals die Final-Serie gegen die scheinbar übermächtigen Miami Heat (4:2) - „mit großer Dallas-Torte“, so Henke. „Er ist sehr bescheiden und sympathisch. Man kennt die camouflageüberzogenen Autos der Rookies. Dirk ist es dagegen immer unangenehm, im Mittelpunkt zu stehen“, sagt Henke. Bei seiner Verabschiedung vor Heim-Publikum stand Nowitzki dann ganz im ihm so unangenehmen Mittelpunkt.

Christoph Henke zum Abschied von NBA-Star Nowitzki: „Er hat das Spiel revolutioniert“

Trainer Christoph Henke bon den LippeBaskets © Helga Felgenträger

Jens König hat sogar gegen Holger Geschwindner, dem Entdecker und Mentor Nowitzkis, selbst gespielt. In der Bundesliga lief König für Osnabrück auf, Geschwindner für Göttingen. „Deswegen habe ich das alles natürlich seit 1999 verfolgt“, so König. 1999 wagte Nowitzki aus Würzburg, damals in der Zweiten Bundesliga beheimatet, den Sprung über den Großen Teich.

German Wunderkind

Henke und König heben zudem die Bedeutung des „German Wunderkind“ für den deutschen und europäischen Basketball hervor. „Du brauchst solche Protagonisten, um eine Sportart nach vorne zu bringen. Dirk ist ein Meilenstein für den europäischen Basketball“, so König. „Er hat einen Wurf kreiert, der einzigartig ist und das Spiel revolutioniert“, spricht Henke Nowitzkis einbeinigen Wurf im Rückwärtsfallen, den sogenannten „Fade-Away“ an. Auch Nowitzki sei es zu verdanken, dass Europäer in der NBA mittlerweile die Rolle eines Leistungsträgers übernehmen könnten. Einig sind die beiden sich darin, dass das Karriereende nun „total richtig“ sei.

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