Benjamin Siegert will für einen Abschied von Holger Möllers beim SV Herbern sorgen

dzFußball

Richtig planen kann Benjamin Siegert seine erste Saison als Trainer des SV Herbern noch nicht. Neben Kaderplanung stehen aktuell besonders zwei Abschiede im Fokus.

Herbern

, 02.06.2020, 12:09 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bereits seit Anfang des Jahres ist klar, dass Benjamin Siegert in diesem Sommer die Seiten wechselt. Der ehemalige Profi-Fußballer, der zuletzt für den FC Nordkirchen die Fußballschuhe schnürte, steht ab der kommenden Spielzeit als Trainer des Landesligisten SV Herbern an der Seitenlinie.

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Normalerweise wäre aktuell wohl die Zeit, in der der Neu-Trainer schon tief drin stecken würde in der Vorbereitung auf die kommende Saison. Trainings müssen geplant, Testspiele angesetzt werden. Das klappt im Moment aber nur mäßig wie Siegert erklärt: „Unsere Planungen sind sehr vage. Sicherlich telefoniert man schon mal rum, aber richtige Ansetzungen gibt es einfach noch nicht.“

Stattdessen liegt für Siegert der Schwerpunkt aktuell auf dem Thema Kaderplanung. „Ich hatte jetzt Zeit, mich mal genauer mit dem aktuellen Team zu beschäftigen, das richtig gut ist“, berichtet er. 22 Mann umfasst seine Mannschaft aktuell, dazu kommen noch ein paar A-Jugendliche, die die Vorbereitung mitmachen sollen.

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Dennoch sieht er auch einige Fragezeichen. „Wir wissen natürlich noch nicht, was mit unserer Brasilien-/Spanien-Fraktion (Airton, Oscar und Whitson, Anm. d. Red) ist. Das muss sich noch entscheiden“, sagt er. „Außerdem gibts ja auch noch Trappi (Julian Trapp, Anm. d. Red.), bei dem man nicht weiß, ob er zurück nach Amerika kann oder nicht.“

Einen ersten Kontakt zu seiner neuen Mannschaft hat Benjamin Siegert bereits. „Es gibt eine aktuelle WhatsApp-Gruppe, in der natürlich auch immer mal wieder Fragen von den Jungs auftauchen“, erzählt er. „Aber so richtig viel passiert da noch nicht momentan.“

Joe Breloh und Robin Schwick kennt der neue Trainer bereits

Mit zwei Spielern allerdings hatte Benjamin Siegert bereits vor seinem Start in Herbern Kontakt: „Ich kenne Joe Breloh schon, mit dem habe ich bei Münster 08 zusammengespielt. Und natürlich Robin Schwick, der kommt ja mit mir aus Nordkirchen nach Herbern.“

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Bevor der Neu-Trainer aber seine ersten eigenen Trainingseinheiten leitet, hat er noch ein Anliegen für den Ex-Coach der Herberner Holger Möllers. „Es ist ärgerlich, dass Holger bisher keinen richtigen Abschied hatte nach so langer und erfolgreicher Zeit in Herbern“, sagt er. „Da ist es sicherlich mal eine Überlegung wert, ihn eine Trainingseinheit noch leiten zu lassen.“

Aufgrund der Corona-Krise gab es aber auch für Siegert selbst bisher keinen vernünftigen Abschied von seiner letzten Station als Spieler, dem FC Nordkirchen. Auch wenn er nur ein Jahr dort gespielt hat, möchte er das unbedingt nachholen: „Man kommt und geht so oft im Fußball. Da finde ich es schon wichtig, sich nochmal richtig zu verabschieden. Außerdem habe ich da ja auch einige Kumpels dazu gewonnen.“

Beim Training, das der FC Nordkirchen in dieser Woche wieder aufnimmt, kann Benjamin Siegert nicht dabei sein. „Ich hatte eine Operation am Daumen, da sind jetzt erstmal Drähte drin“, berichtet er. „Der Arzt hat mir komplettes Fußball-Verbot gegeben.“

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