Auswechslung nach sechs Minuten: WSC-Spieler Niklas Link (24) droht am Sonntag auszufallen

dzFußball

Nach sechs Minuten war sein Arbeitstag schon beendet: Niklas Link musste im Test gegen Holzwickede früh ausgewechselt werden. Ob er Sonntag spielen kann? Das sagen Trainer und der Spieler.

von Marcel Schürmann

Werne

, 21.08.2019, 10:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Freundschaftsspiel des Werner SC gegen den Fußball-Oberligisten Holzwickeder SC (Endstand 1:4) dauerte gerade mal sechs Minuten, da musste Trainer Lars Müller bereits das erste Mal verletzungsbedingt wechseln. Nach einem ersten längeren Sprint ging es für Niklas Link nicht mehr weiter. Was war passiert?

„Leider hat es nur sechs Minuten gereicht. Beim Sprint habe ich einen stechenden Schmerz gespürt - hinten im Oberschenkel“, sagte der Spieler in der Halbzeit der Partie. Lars Müller sagte nach dem Spiel: „Es war eine reine Vorsichtsmaßnahme, ihn rauszunehmen.“

Physio gibt Entwarnung - kein Muskelfaserriss

Unmittlbar nach seiner Auswechslung hat sich Link bereits einen ersten Eindruck vom Mannschafts-Physio eingeholt. Der gab Entwarnung. „Es ist zum Glück nichts Schlimmes, kein Muskelfaserriss, sondern nur eine leichte Zerrung, sodass ich hoffe, spätestens am Freitag mit den Jungs wieder auf dem Platz zu stehen“, so Link, der offiziell als Kapitän im Spielberichtsbogen eingetragen war.

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Die Kapitänsbinde brauchte er bei seiner Auswechslung aber gar nicht abzugeben, denn die trug von Beginn an ein ganz anderer Spieler: Torwart Manuel Linke. „Jeder muss mal Kapitän sein“, sagte der ausgewechselte Link. „Das haben wir gemacht, damit er (Manuel Linke, Anm. d. Red.) eine Kiste Bier ausgeben muss.“

Auch Pollak muss Kiste Bier ausgeben

Im zweiten Durchgang ersetzte der 20-jährige Henrik Pollak den erfahrenen Linke im Tor. Und auch er war mehr oder weniger gezwungen, gleich die Binde an sich zu nehmen - aus demselben Grund wie Linke. „Das ist so ein kleines Ritual“, meinte der Schlussmann nach dem Spiel mit einem Schmunzeln. Trotz der drei Gegentore, die er im zweiten Durchgang einstecken musste, war „Nübel“, wie er von seinen Mitspielern in Anlehnung an den Torwart des FC Schalke 04 genannt wird, nicht unzufrieden: „Es ist immer schwer für einen Torhüter, in der Halbzeit ins Spiel zu kommen. Aber natürlich bin ich glücklich über jede Spielminute, die ich bekomme.“

Wie oft der Torwart in nächster Zeit für den WSC zwischen den Pfosten stehen wird - ungewiss. Pollak: „Es gibt keine Absprache mit dem Trainer. Letzte Saison kam ich verhätnismäßig oft zum Einsatz. Aus Verletzungsgründen. Ich hoffe aber, dass ich mich in dieser Saison wieder oft beweisen und auch weiterentwickeln kann.“

Drei Torhüter: Luxus-Problem für Lars Müller

Ob Feldspieler Niklas Link am Sonntag, 25. August, im Meisterschaftsspiel gegen den TuS Altenberge wieder spielen kann, ist noch nicht klar. Zumindest auf der Torhüter-Position sollte Coach Lars Müller in dieser Spielzeit aber keine Probleme haben.

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