Aus diesem Grund wechselt der Werner SC II jeden Spieltag den Kapitän

dzWerner SC II

Der Kapitän wechselt bei der Reserve des Werner SC in jedem Spiel und das hat einen bestimmten Grund. Dieser liegt nicht auf dem Feld und wird für die Kicker erst nach der Saison wichtig.

Werne

, 28.09.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jeder Mannschaft hat ihn, jede Mannschaft kennt seine Rolle. Der Kapitän einer Fußballmannschaft nimmt die Aufgabe des Bindeglieds zwischen Mannschaft und Trainer ein. Er soll das Team auf dem Platz führen und vorangehen. Doch nicht jede Mannschaft hat ihren Mannschaftskapitän fest gewählt.

Die Reserve Mannschaft des Werner SC zum Beispiel fällt bei diesem Thema besonders auf. In den ersten sechs Spielen hatten die Werner fünf verschiedene Spielführer. Und es sollen noch mehr werden. Der Grund dafür liegt nicht auf dem Platz, sondern neben dem Feld.

Genau 27 Strafkisten bis zum Ende der Saison

„In unserer Mannschaft gibt es keinen festen Kapitän und zwar aus folgendem Grund. In unserem Strafenkatalog steht geschrieben, dass jeder, der einmal in der Saison die Kapitänsbinde trägt, eine Kiste Bier für die Mannschaft schmeißen muss“, erklärt Wernes Spielertrainer Marc Schwerbrock. So wird es von Woche zu Woche für einen Akteur des Werner SC eine neue Strafkiste geben. Wenn jeder im Team einmal Kapitän wäre, käme die Truppe auf genau 27 Kisten.

„Damit ist die Versorgung an Getränken in der Saison und für die Mannschaftsfeiern gesichert. Wir machen nämlich nach jeder Spielzeit eine Planwagenfahrt. Da werden dann die meisten Kisten eingelöst“, so Schwerbrock.

Viele Trainer schreiben dem Kapitän eine wichtige Rolle im Team zu. Er ist der Ansprechpartner des Trainers. Marc Schwerbrock ist sowohl Trainer als auch Spieler beim WSC II. Seine Mannschaft braucht seiner Ansicht nach keinen Kapitän.

Bindeglied-Position ist nicht nötig

„Ich kenne beide Rollen als Spieler und Trainer und ich weiß, was man von seinem Trainer erwartet. Deshalb ist die Position als Bindeglied zwischen Mannschaft und Trainer nicht nötig. Wir sind auch keine typische Mannschaft. Unser Team besteht ja aus vielen erfahrenen Spielern, die sich gegenseitig auch mal ein, zwei Sätze sagen können. Ich würde sagen, die Verantwortung ist auf vielen Schultern verteilt. Jeder weiß, wie er was aufzufassen hat“, so Schwerbrock. Das würden auch die jüngeren Akteure im Team so annehmen. „Die jüngeren Spieler wissen, wie sie mit den Worten der älteren umzugehen haben.“

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