Arbeiten für den Kunstrasen sorgen für Probleme und eine Spielabsage bei Eintracht Werne

dzEintracht Werne

Eigentlich sollte Eintracht Werne am Sonntag schon in das Pflichtspieljahr starten. Dazu wird es nun nicht kommen können. Der Grund für die Spielabsage liegt aber nicht wie vermutet beim Wetter.

Werne

, 07.02.2020, 16:23 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Spieler des Fußball-A-Ligisten Eintracht Werne waren heiß - endlich sollte an diesem Wochenende wieder der Fußball beginnen. Aufgrund eines Nachholspiels sollten die Evenkämper eine Woche früher als alle anderen wieder in den Ligabetrieb starten. Doch daraus wurde nichts. Am Freitag blieb Sportdirektor Rainer Fiebig nichts anderes übrig, als die Partie abzusagen.

Jetzt lesen

Doch dieses Mal war nicht, wie sonst bereits öfter, das Wetter der Grund. Zwar hatte es zuletzt viel geregnet, da das Spiel aber auf dem Ascheplatz angesetzt war, sollte dem nichts im Wege stehen. Doch ausgerechnet der lang ersehnte Kunstrasenplatz, auf den die Evenkämper schon so lange warten, machte ihnen einen Strich durch die Rechnung.

Eine Spezialfirma war von der Stadt mit dem Rückschnitt von Bäumen und Sträuchern rund um die Anlage der Eintracht beauftragt worden. Das Ergebnis: Schwere Geräte sorgten für Spurrillen auf dem Platz, der Grünabfall wurde liegen gelassen. Hier ein Pflichtspiel austragen? Unmöglich, erklärt die Eintracht.

Jetzt lesen

„Wenn der Abfall da liegt, können die Zuschauer nirgendwo stehen. Aber das noch viel größere Problem ist, dass sich bei den Rillen auf dem Platz die Spieler leicht verletzen können“, erklärt Rainer Fiebig. Als er am Freitag die Nachfrage stellte, ob man den Platz wiederherstellen könne, hieß es, das sei aufgrund der aktuellen Witterung nicht möglich. Für eine Stellungnahme war die Stadt am Freitagnachmittag nicht mehr zu erreichen.

Auch auf einen ihrer beiden anderen Plätze auszuweichen, ist für die Eintracht aktuell nicht möglich, so Fiebig: „Der Rasenplatz ist bereits seit einigen Monaten nicht freigegeben und müsste ohnehin auch erst richtig fertig gemacht werden. Und auch der zweite Ascheplatz ist nicht fertig, da hängen die Äste im Tor.“ Also gab es keine anderen Optionen, als das Spiel abzusagen.

Jetzt lesen

Trainer Mario Martinovic zeigte wenig Verständnis für das Problem: „Wenn ich irgendwo hinkomme und den Garten umgrabe, räume ich auch wieder auf. Ich sehe das als ganz selbstverständlich und kann nicht verstehen, wie man so was nicht machen kann.“

Seine Jungs seien eigentlich heiß gewesen, endlich wieder zu spielen. „Die hatten richtig Bock, dass es wieder losgeht. Die Trainingsbeteiligung war riesig diese Woche, da hat man die Motivation gesehen“, so Martinovic.

Jetzt lesen

Dass durch die Verschiebung Spieler wie Enes Akyüz und Abdullah Sahin mehr Zeit zum Auskurieren haben und beim ersten Spiel wieder dabei sind, stimmt den Trainer auch nicht positiv: „Klar freuen wir uns, wenn die Jungs wieder dabei sind. Aber wir waren heiß und wollten jetzt spielen.“

Wann die Partie nachgeholt wird, steht noch nicht fest. Die Platzprobleme sind für die Eintracht, wie es aussieht wohl ein längerfristiges Problem. „Die Witterung ändert sich ja jetzt nicht vom einen auf den anderen Tag, da kann der Ascheplatz nicht so schnell abgezogen werden“, erklärt Rainer Fiebig. „Aber irgendwie müssen wir ja wieder spielen können. Da muss eine Lösung gefunden werden.“ Am Donnerstag wollen sich die Verantwortlichen von Stadt und Verein zusammensetzen, um einen Weg zu finden.

Lesen Sie jetzt