Airton (21) ist der Gennaro Gattuso des SV Herbern: „Er hat sich die Anerkennung geholt“

dzSV Herbern

Airton ist als Neuzugang des SV Herbern direkt zum Stammspieler avanciert. Der Brasilianer regiert im Mittelfeld des SV Herbern und ruft damit Vergleiche zu einer italienischen Legende auf.

von David Döring, Marcel Schürmann

Herbern

, 19.08.2019, 15:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

Airton war die große Unbekannte bei der Vorstellung der Neuzugänge des SV Herbern in diesem Sommer. Der Kontakt kam über den anderen Brasilianer im Team zustande: Torjäger Whitson. „Der Transfer ist mehr über unseren Spieler Whitson gelaufen, der hat den Kontakt zu Airton hergestellt“, erzählte Herberns neuer Sportlicher Leiter, Ludger Staar, damals.

Airton hat sich seitdem zum Stammspieler hochgearbeitet. Fast alle Spiele in der Vorbereitung absolviert und dabei überzeugt. Als Arbeitstier im Herberner Mittelfeld. „Das ist unser Gattuso, das sagen die Jungs“, erklärt Herberns Trainer Holger Möllers.

Der Vergleich zu Gattuso trügt nicht

Gennaro Gattuso, der 13 Jahre lang im Mittelfeld des italienischen Spitzenklubs AC Mailand aufgeräumt hat und für seine aggressive Spielweise berühmt war. Ein großer Vergleich, der aber nicht trügt, denn Airton spielt hart, scheut keinen Zweikampf, geht dahin, wo der ein oder andere Spieler womöglich lieber den Fuß zurückzieht.

Die Besonderheit dabei: Airton kommt aus Sao Paulo, dem Süden Brasiliens. Brasilien, dem Land, wo das schöne Fußballspiel zelebriert wird, Superstars wie Ronaldinho früher und Neymar jetzt für ihre Ballbehandlung gefeiert werden. Bei Airton ist das anders, er kommt nicht über das schöne Spiel. Airton kommt über die körperliche Komponente, geht in jeden Zweikampf herein, egal wie hart er auch zu sein scheint. Hinzu kommt ein immenses Laufpensum. Airton ist defensiv und offensiv zu finden. In England werden solche Spieler Box-to-Box-Player genannt. Spieler, die von Strafraum zu Strafraum rennen und überall auf dem Platz zu finden sind.

Das wird in Herbern honoriert: „Airton hat sich absolut die Anerkennung geholt über die sportliche Leistung. So einen in der Mannschaft zu haben, darüber sind wir sehr glücklich“, sagt Holger Möllers. Airton kann dabei auch schon einige Begriffe auf Deutsch, startet bald ein Freiwilliges Soziales Jahr, wo zwei Deutschkurse mit dabei sind. Aber Möller stellt klar: „Die sprachliche Barriere ist nicht das Problem.“

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