Abstiegskampf trotz Aufstiegsambition beim SV Herbern II

dzFußball-Rückblick

Die U23 des SV Herbern spielt nach vielen Abgängen unterm Strich eine enttäuschende Saison. Derby-Erfolge und der Klassenerhalt sind aber die Lichtblicke der Spielzeit.

von Matthias Kerk, Marcel Schürmann

Herbern

, 24.06.2019 / Lesedauer: 3 min

In unserem Fußball-Rückblick schauen wir auf alle Teams der abgelaufenen Saison aus Werne und Herbern.

SV Herbern U23 (Kreisliga A, Platz 12, 31 Punkte, 9 Siege, 4 Unentschieden, 17 Niederlagen)

Spiel der Saison: Das lässt sich nicht leicht ermitteln. Die Herberner hatten in der gesamten Spielzeit keine Konstanz in ihrem Spiel und schwankten immer in ihren Leistungen. Es gab am fünften Spieltag einen 5:0-Sieg über Blau-Weiß Aasee II. Als Spiel der Saison zählt aber eher der 4:1-Erfolg gegen den direkten Konkurrenten, Warendorfer Sportunion II, der dem SVH letztlich den Klassenerhalt sicherte. Bei einer Niederlage wäre es wohl noch einmal eng geworden.

Das Highlight der Saison: War sicherlich der Derbysieg im Gemeindederby gegen den TuS Ascheberg (3:1) und die positive Bilanz aus den Gemeindederbys gegen Davaria Davensberg. Gegen die Davaren spielte der SVH im Hinspiel zunächst 2:2-Remis. Das Rückspiel entschieden die Blau-Gelben mit einem 2:1-Erfolg für sich.

Wendepunkt der Saison: Das Rückspiel gegen die Warendorfer SU II. Dort setzten die Herberner mit Julius Höring, Patrick Sobbe, Luis Krampe und Andre Dellwig-Jerez vier Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft ein. Herbern gewann mit 4:1 und holte aus den letzten vier Partien noch zwei Siege.

Kuriosum der Saison: Das Hinspiel gegen die Warendorfer SU II. Das endete Unentschieden. Die Herberner legten Einspruch gegen das Ergebnis ein, da ein Warendorfer Spieler in der Partie zweimal die Gelbe Karte gesehen hatte und trotzdem durchspielen durfte. Der Spieler hätte jedoch mit Gelb-Rot frühzeitig zum Duschen geschickt werden müssen. Herbern bekam recht und die Partie wurde neu angesetzt. Blöd für die Blau-Gelben: Das Wiederholungsspiel verlor der SVH mit 1:2 und stand ohne Punkte da.

Lowlight der Saison: Hier muss man die ganze Saison betrachten. Die Herberner sind mit viel Selbstbewusstsein in die Spielzeit gestartet. Nachdem in der Saison 2017/2018 ein guter fünfter Platz erreicht worden ist, wollten die Herberner – trotz zahlreicher Abgänge – diesen Platz sogar noch ein wenig verbessern. Ihr Coach Christian Adamek, der erst im Sommer 2018 den Trainerposten von Björn Christ übernommen hatte und so erstmals in seiner Laufbahn vom Co- zum Cheftrainer avancierte, sprach sogar davon, um den Aufstieg mitspielen zu wollen. Am Ende waren jedoch der Abstiegskampf und der späte Klassenerhalt die Realität für den SV Herbern.

Der Spieler der Saison: Oliver Eckey. Der Stürmer ist vor der Saison vom SC Capelle zu den Herbernern gestoßen und fügte sich sofort ein. Mit 27 Einsätzen und 2363 Spielminuten spielte er so lange wie kein anderer im Team und war der Dauerbrenner bei den Blau-Gelben. Eckey strahlte auch die größte Torgefahr aller Spieler aus. 13 Treffer erzielte er für seine Mannschaft, wobei er selbst sagt, dass es auch einige mehr hätten sein können.

Die Maschine der Saison: Das war Flügelspieler Carlo Bentrup. Bentrup ist beruflich bedingt selten in der Heimat und musste in der Saison mehrere 100 Kilometer pendeln. Ohne Training schaffte er es trotzdem auf 19 Einsätze und elf Tore.

Das sagt der Trainer: „Unterm Strich ist es nicht so gelaufen, wie wir uns das vor der Saison gedacht haben. Wir hatten viele Abgänge, die zur Ersten hochgezogen wurden. Das ist Teil des Vereinskonzepts, aber die Abgänge gehörten zu den tragenden Säulen in unserem Team. So sind wir den Erwartungen hinterheglaufen und es wurde schwierig, aus der Abwärtsspirale herauszukommen.

Die Saison als Song: Die Vereinshymne des SV Herbern „Leidenschaft in Blau und Gelb“. Die Zeile „weil der SV Herbern zusammenhält“ beschreibt die Saison der U23 sehr gut. 54 Spieler liefen für die Zweite auf. Aus vielen Mannschaften waren die Akteure vertreten. So setzte sich diese Zahl aus Spielern der A-Jugend, der Dritten, der Alten Herren, der Ersten und der zweiten Mannschaft zusammen. Die Herberner stehen für den Erfolg im Verein zusammen.

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