Absage wegen Corona? LippeBaskets müssen Entscheidung über Regionalliga-Saison treffen

dzBasketball

Die Diskussionen laufen heiß im Basketball. Rund elf Tage vor dem Saisonstart der 2. Regionalliga wissen die LippeBaskets noch nicht, ob die Saison überhaupt startet. Sie haben aber eine klare Meinung.

Werne

, 21.10.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es sind weniger als zwei Wochen, bis die erste Mannschaft der LippeBaskets in die Saison in der 2. Regionalliga starten soll. Eigentlich. Denn kurz vor dem Saisonstart steht angesichts der immer weiter steigenden Corona-Zahlen nun eine Verschiebung des Starts auf Ende Januar im Raum.

Am Dienstagabend gab der Basketball-Verband bekannt, dass die Ligen unter den Regionalligen erst im Januar starten. Und dies steht nun auch für die 2. Regionalliga im Raum. Doch diese Entscheidung möchte der WBV nicht alleine treffen. Stattdessen dürfen alle Regionalliga-Vereine bis Ende der Woche entscheiden, ob sie jetzt starten wollen oder erst im Januar.

Die ersten Tendenzen dazu seien bereits eingetroffen, sagt Christoph Henke, Trainer der LippeBaskets, am Mittwochmorgen. So hätten sich UBC Münster II und GV Waltrop für einen Start im Januar ausgesprochen, ein anderer Verein für den jetzigen Modus. Bei den LippeBaskets steht die Entscheidung noch aus. Man wolle sich am Abend erst mit dem Team und dann mit dem Verein besprechen, kündigte Henke an.

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Er selbst spreche sich persönlich für eine Verschiebung der Saison in den Januar aus: „Die soziale Verantwortung sollte über der Lust zu spielen stehen.“ Henke betont diesbezüglich aber, dass er die Entscheidung gemeinsam mit dem Team treffe.

Dass ab den Regionalligen eine Sonderregelung gilt, liegt unter anderem an dem semiprofessionellen Level, das dort schon vorherrscht. „In der 1. Regio ist das schon so, dass die trotzdem spielen dürfen, weil ja viele Vereine Importspieler unter Vertrag haben“, erklärt Christoph Henke. „Das gibt es bei uns auch, deswegen kann es durchaus sein, dass wir spielen.“ Die Spieler hätten dann Saisonverträge, weswegen gerade Vereine mit vielen Importspielern wahrscheinlich auf eine Durchführung der Saison bestehen würden.

Christoph Henke: „Dass der Saisonstart in den Sternen steht, wissen wir ja seit März“

Der LBW-Trainer hält allerdings eine Verschiebung für sinnvoller. „Ich glaube, es wäre in der aktuellen Situation richtig, erstmal auszusetzen“, sagt er. „Bei uns gibt es ganz viele Mannschaften, die ohne Import spielen. Und bei den anderen war es ja im Endeffekt eigenes Risiko - dass der Saisonstart in den Sternen steht, wissen wir ja seit März.“

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Zwei Szenarien hat sich der WBV daher überlegt: Zum einen die „normale“ Durchführung der Saison mit Start am 7. November - also bereits eine Woche später als der 31. Oktober. Das Spiel vom 31. müsste dann unter der Woche nachgeholt werden, es gibt keine Absteiger, dafür aber Aufsteiger. Zum anderen der Start im Januar mit einem Spielbetrieb bis in den Juni. Auch wenn man natürlich das nicht bedeutet, dass die Situation im Januar eine andere sein könnte. Es geht eher um den Faktor Zeit gewinnen. Für das Januar-Szenario würde der WBV dann einen neuen Modus einführe, wonach es ein Gruppen-System mit Vorrunde geben würde.

Eine erzwungene Durchführung hätte für Henke noch einen weiteren entscheidenden Nachteil. „Du verursachst in den Vereinen ja eine ganz große Planungsproblematik“, sagt er. „Ich halte es für super schwierig, viele Spiele unter der Woche nachzuholen.“

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Dass die Situation aktuell noch ungewiss ist, ist auch für die LippeBaskets nicht einfach. „Für die Vereine ist es natürlich schwierig, jetzt alles zu organisieren. Und als Spieler sich in dieser Situation mental vorzubereiten, auf die Saison, ist auch nicht einfach“, erklärt Henke. Dennoch will der Coach der LippeBaskets die ganze Sache nun einfach auf sich zukommen lassen.

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