Abdullah Sahin erwischt Sahnetag beim 11:1-Sieg - Die Ergebnisse

Fußball: Kreisliga A

A-Ligist Eintracht Werne hat ein mächtiges Ausrufezeichen an die Konkurrenz geschickt. Mit 11:1 schossen die Evenkämper Uentrop II vom Platz.

von Marcel Schürmann, David Döring

Werne, Herbern, Stockum

, 22.09.2019, 21:54 Uhr / Lesedauer: 3 min
Abdullah Sahin erwischt Sahnetag beim 11:1-Sieg - Die Ergebnisse

Auch als Vorlagengeber spielte Abdullah Sahin (M.) groß auf. Neben seinen fünf Toren bereitete er auch drei vor. Hier bedankt sich Serkan Adas (r.) bei dem Goalgetter. © Schürmann

Kreisliga A1 Unna-Hamm
Eintracht Werne - TuS Uentrop II 11:1 (6:0)

Bereits nach einer halben Stunde stand es schon 5:0 für die Hausherren, die von Minute eins an klarmachten, wer an diesem Tag als Sieger den Platz verlassen würde.

Abdullah Sahin erwischte einen echten Sahnetag. Der Werner Neuzugang steuerte die ersten beiden Treffer (11./21.) der Partie bei, das 3:0 war wenig später Nico Schiller vergönnt (23.). In der Folge war es aber erneut Sahin, der mit seinen Toren drei und vier der Partie schon früh den Deckel draufsetzte (26./28.). Kurz vor der Pause machte Kapitän Enes Akyüz bereits das halbe Dutzend voll (42.).

Direkt nach Wiederanpfiff legten die Evenkämper nach: Erneut Akyüz traf vom Punkt aus zum 7:0 (48.). In der Folge nahmen die Gastgeber zwei, drei Gänge raus, was auch den zahlreichen Wechseln geschuldet war. Dennoch waren die Platzbesitzer noch nicht gänzlich gesättigt, was das Toreschießen anging. Der eingewecgsekte Serkan Adas erzielte in der Schlussphase mal eben noch einen Hattrick (72./77./90.). Allerdings keinen lupenreinen, denn ein weiterer Spieler sollte das zwischenzeitliche 10:0 markieren: Abdullah Sahin mit seinem fünften Streich an diesem Tag.

Kurz vor dem letzten Werner Tor kamen auch die Gäste mit ihrer einzigen Chance zum Ehrentreffer, der Eintracht-Coach Mario Martinovic an einem entspannten Nachmittag dennoch ein Dorn im Auge war: „Das Gegentor ärgert mich. Das kommt davon, wenn vorne sieben Mann stehen bleiben.“

Ansonsten hatte der Coach nicht viel zu bemängeln: „Wir wollten heute den Reservisten mal etwas Einsatzzeit gönnen. Für einen Trainer ist es schön, wenn man so viel Qualität von der Bank bringen kann. Es waren insgesamt toll herausgespielte Tore. Wir sind gegen jeden Gegner in der Lage, sieben oder acht Tore zu schießen. Und wenn du wie heute nach 20 Minuten 2:0 führst, macht es das die Sache natürlich leichter.“ Die Eintracht – sie scheint gewappnet vor dem Duell mit dem SVE Heessen.

Eintracht Werne: Rafalski, Sari (67. Kocabas), Akyüz, Sahin, Schiller (51. I. Cördük), Martinovic, D. Ünal, A. Cördük (54. Adas), Karaca, Souita (54. Kozlik), S. Ünal

Tore: 1:0 Sahin 11.), 2:0 Sahin 21.), 3:0 Schiller (23.), 4:0 Sahin (26.), 5:0 Sahin (29.), 6:0 Akyüz (42.), 7:0 Akyüz (FE, 48.), 8:0 Adas (72.), 9:0 Adas (77.), 10:0 Sahin (84.), 10:1 (87.), 11:1 Adas (90.)

SV Stockum - VfL Mark 1:3 (0:1)

Eine halbe Stunde schaffte es Stockum gut mitzuhalten, dann machten sich erste konditionelle Probleme bei einigen Stockumer Spielern bemerkbar. Da lag der SVS aber schon hinten. Hendrik Kunz erzielte die Führung für den VfL bereits nach zehn Minuten. Das Spiel schien danach lange Zeit offen. Bis Stockums Keeper Thomas Goeke sich in der 52. Minute dazu entschied im eigenen Strafraum ins Dribbling zu gehen. Silas Dankert ließ sich vom naiven Versuch der Körpertäuschung von Goeke nicht aus dem Konzept bringen, nahm dem Keeper den Ball ab und erhöhte auf 2:0. „Das war für uns der Genickbruch - das 2:0“, erklärte Slimani.

Nach guter Kombination über die linke Seite erhöhte Lucas Röder in der 74. Minute für den VfL. Stockum gab sich dennoch nicht auf, kam durch einen Kopfballtreffer von Hamza Laoudi (80.) noch zum 1:3-Anschluss. Ein Freistoß aus dem Halbfeld von Marin Medjedovic war dem vorausgegangen. Beinah wäre es noch mal richtig spannend geworden, als Tim Flüß wenige Minuten vor Schluss in den VfL-Strafraum zog, zwei Gegenspieler ausdribbelte und auch am Torwart vorbei gehen wollte. Dieser setzte aber zur Grätsche an, traf den Ball und Flüß. Flüß musste im Anschluss ins Krankenhaus gebracht werden. Elfmeter gab es aber keinen für Stockum, es blieb beim 1:3. „So ist die aktuelle Situation halt“, sagte Slimani und gab sich gewohnt kämpferisch: „Wir konnten gute Erkenntnisse aus dem Spiel ziehen. Wir haben gesehen, woran es hapert.“

SV Stockum: Goeke - Flüß, Madjedovic, Belhach En Naji, Partlak, Tas, Baaka, Mohamed, Sahin, Slimani, Laoudi

Tore: 0:1 (10.), 0:2 (52.), 0:3 (74.), 1:3 Laoudi (80.)

Kreisliga A2 Münster
VfL Wolbeck II - SVH U23 0:7 (0:2)

Bereits nach zehn Minuten brachte Tom-Louis Brinkmann die Herberner in Front. Mathis Hülk (29.) erhöhte zum 2:0-Halbzeitstand. Nur eine Minute in der zweiten Hälfte war gespielt, als Robin Krysiak das 3:0 erzielte. Durch ein Eigentor des Wolbeckers Michael Beuing stand es nach 58 Minuten bereits 4:0. Ein Doppelpack von Simon Schwert (74./79.) und der Treffer von Julian Hölscher (87.) machten den 7:0-Erfolg perfekt. Herbern klettert durch den Sieg bis auf Rang vier der Kreisliga A2 Münster hoch und hat fünf Punkte Abstand zum Tabellenführer SV Bösensell. Der Abstand zum ersten Abstiegsplatz, wo Hohenholte steht, beträgt zwölf Punkte.

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