Yusuf Demir entschuldigt sich nach Verspätung- es läuft noch nicht bei Westfalia Vinnum

dzWestfalia Vinnum

Drei Spieltage und nur ein Punkt auf dem Konto bei Westfalia Vinnum - der Saisonstart verlief mau. Coach Michael Nachtigall musste auch eine disziplinarische Maßnahme treffen.

Vinnum

, 26.08.2019, 17:23 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Samstag war Vinnums Trainer Michael Nachtigall mit Yusuf Demir noch gemeinsam im Stadion. Nachtigall, selbst Bayern-Fan, hatte Schalke-Fan Yusuf Demir mit zwei Bundesliga-Karten für eine gute Vorbereitung belohnt. Am Tag darauf, keine 24 Stunden später, war Demir dann zu spät beim eigenen Kreisliga-Spiel der Westfalia in Disteln. „Er sollte eigentlich spielen, von Anfang an“, sagte Nachtigall, „doch das kann ich dann ja keinem verklickern.“ Und so musste Demir auf die Bank.

Bei Westfalia Vinnum lief danach alles durcheinander. Gegentor eins nach neun Minuten, Gegentor zwei nur drei Minuten später. „Mit Yusuf wäre das nicht passiert“, sagte Nachtigall. Denn die Tore seien über das Zentrum zustande gekommen. Als Nachtigall dann Demir nach einer halben Stunde einwechselte, kam die Stabilität zurück.

Yusuf Demir ist nicht das erste Mal unpünktlich

Es war auch nicht das erste Mal, dass Demir durch Unpünktlichkeit bei den Vinnumer auffiel. Weitere Konsequenzen werde die Undiszipliniertheit aber nicht nach sich ziehen. „Es ist mir egal, was vorher war. Ich sollte das selbst bewerten. Yusuf zerreißt sich ja auch für die Mannschaft. Er kämpft, macht, tut. Und er hat sich auch vor der Mannschaft entschuldigt. Für mich ist es jetzt erledigt, es sollte aber kein zweites Mal vorkommen“, sagte Nachtigall.

Es ist nur eine von vielen Baustellen für den neuen Vinnumer Trainer seit seinem Amtsantritt. Von vier Pflichtspielen hat Vinnum noch keines gewonnen. „Der Saisonstart ist sehr viel schlechter ausgefallen als gedacht“, gab Nachtigall zu - zumal sich seine Mannschaft in der Vorbereitung ordentlich bei Turnieren und Tests präsentiert hatte.

Yusuf Demir entschuldigt sich nach Verspätung- es läuft noch nicht bei Westfalia Vinnum

Michael Nachtigall und Westfalia Vinnum stehen nach drei Spieltagen schon etwas unter Druck. © Sebastian Reith

Nachtigall fordert mehr Aggressivität in den Zweikämpfen

Vor allem im Gegenpressing hinkt Nachtigall hinter seinem selbst gesteckten Zeitplan hinterher. In der Zweikampfführung wünscht er sich mehr Aggressivität von seiner Truppe. „Was ich bemängele - und das habe ich der Mannschaft am Sonntag auch gesagt - ist, dass wir den ballführenden Spieler nicht genug unter Druck setzen. Dann ist er in der Lage, einen ordentlichen Pass zu spielen“, so Nachtigall. Und dann wird es gefährlich in Vinnums Hintermannschaft, die in der Gesamtheit 30 Meter zurück laufen muss.

Immerhin konnte Stürmer Andreas Stolzenberg spielen. „Er hat auf die Zähne gebissen. Er ist fußballverrückt und brennt immer“, sagte Nachtigall. Und auch mit Fabian Südfeld, der Patrick Roser im Tor vertrat, ist Nachtigall momentan „total zufrieden.“ Den jungen Keeper traf bei den Gegentoren keine Schuld.

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