Westfalia Vinnum im Abstiegskampf: Wie sicher ist der Trainerstuhl von Michael Nachtigall?

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Westfalia Vinnum wartet noch immer auf den ersten Saisonsieg. Derzeit belegt das Team den vorletzten Platz. Der Sportchef des Klubs, Patrick Roser, glaubt jedoch an die baldige Trendwende.

von Marcel Schürmann

Vinnum

, 28.10.2019, 12:48 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zehn Spiele, sieben Niederlagen, drei Unentschieden. So sieht die bescheidene Bilanz des Fußball-A-Ligisten Westfalia Vinnum in dieser Saison derzeit aus. Rang 14 von 15 - der Relegationsplatz: Vinnum steckt mitten im Abstiegskampf. Am Sonntag waren die ersten drei Big Points für die Vinnumer fast greifbar, doch am Ende verlor das Team gegen Borussia Ahsen trotz einer 2:0-Führung noch mit 2:5.

Für viele Vereine wäre dies eine Situation, Alarm zu schlagen. Vinnums Sportchef, Patrick Roser, bleibt jedoch gelassen. Auch nach dem zehnten sieglosen Spiel in Folge stärkt er dem Trainer des Klubs, Michael Nachtigall, den Rücken. „Da wackelt überhaupt nichts“, sagte er auf die Frage, wie sicher der Trainerstuhl in Vinnum noch stehe. Das Verhältnis zwischen Roser, dem Geschäftsführer Michael Asemann sowie dem Neu-Trainer Michael Nachtigall (kam erst im Sommer nach Vinnum) sei laut Roser „wirklich hervorragend“: „Menschlich ist Michael (Nachtigall, Anm. d. Red.) ein Top-Kerl. Auf seine Arbeit als Trainer lasse ich nichts kommen.“

Westfalia Vinnum im Abstiegskampf: Wie sicher ist der Trainerstuhl von Michael Nachtigall?

Patrick Roser (vorn) ist nicht nur Sportchef der Westfalia, sondern auch Strammkeeper beim A-Ligisten. © Timo Janisch

Nachtigall „genau der richtige Mann“

Trotz des Negativlaufs würde Nachtigall „jeden Spieler besser machen“, so Roser weiter: „Das sieht man gerade bei den jungen Spielern wie Fredrik Forsmann, der ja eigentlich noch in der A-Jugend spielen könnte. Er gehört mittlerweile zum festen Stamm und hat die nächsten Schritte bereits gemacht.“ Nachtigall sei daher „genau der richtige Mann“.

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Doch warum gelingt es Vinnum in dieser Saison nicht, auch mal eine Führung über die Zeit zu bringen? Dafür hat Roser auch keine richtige Erklärung: „Wir haben am Sonntag geführt, haben gut gespielt. Plötzlich kassierst du den Ausgleichstreffer, der dich dann komplett aus der Bahn wirft. Das kriegen wir aktuell nicht aufgefangen.“ Zufrieden sei Roser mit der aktuellen Situation daher keineswegs. „Das wäre ja auch schlimm, wenn es so wäre. Es gibt aber keinen Grund, nervös zu werden.“

Abstiegskampf ist komplettes Neuland

Die Vinnumer Mannschaft befindet sich derzeit in einem Findungsprozess. Roser: „Wir müssen erst noch charakterlich zusammenwachsen. Der Abstiegskampf, in dem wir uns befinden, ist für viele junge Spieler komplettes Neuland. Das muss sich jetzt jeder bewusst machen. Aber das Spiel am Sonntag hat gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind - wenn wir die zehn Minuten mal ausklammern, in denen wir die Gegentore bekommen haben.“

Die beiden kommenden Gegner, FC Recklinghausen und SuS Bertlich, kommen beide aus dem oberen Tabellendrittel. Für Vinnum gibt es sicherlich leichtere Aufgaben, die Trendwende einzuleiten. Aber: „Ich persönlich spiele lieber gegen Mannschaften von oben“, so Roser, „da ist es für uns scheinbar einfacher Punkte zu sammeln als gegen Mannschaften von unten. Wir brauchen so langsam endlich unsere ersten drei Punkte.“

Olschewski in die Zweite degradiert

Beim Wetteifern um die ersten Big Points der Saison wird neben den beiden Neuzugängen, Onur Öztürk und Henrik Sengpiel, die die Westfalia bereits wieder verlassen haben, auch Stürmer David Olschewski in den nächsten Wochen fehlen. Ins Detail gehen wollte Roser nicht: „David spielt aktuell in der zweiten Mannschaft. Das hat interne Gründe. Aber er wird sicherlich irgendwann wieder für uns auflaufen.“

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