Wegen Corona: Kreis Münster kommt Fußballvereinen finanziell entgegen - so viel zahlen die Vereine

Coronavirus

Gute Nachricht für die Vereine im Fußballkreis Münster: Der Kreis erlässt den Klub die Strafen für das verpasste Schiedsrichter-Soll und verzichtet freiwillig auf gut 9.000 Einnahmen.

Selm

, 20.07.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auch der FC Nordkirchen erfüllt sein Schiedsrichter-Soll nicht. Der Kreis kommt den Vereinen nun entgegen bei Ordnungsgeldern.

Auch der FC Nordkirchen erfüllt sein Schiedsrichter-Soll nicht. Der Kreis kommt den Vereinen nun entgegen bei Ordnungsgeldern. © Patrick Fleckmann

Der Fußballkreis Münster erlässt den Vereinen einen Teil der finanziellen Sanktionen für zu wenige Schiedsrichter. Der Kreisvorstand kündigte an, die Gelder nicht zu erheben. In den Offiziellen Mitteilungen erklärt der Kreis zwar, dass er den ausgesetzten Einzug für das erste Quartal nun mit einigen Monaten Verspätung vornimmt, aber für das zweite Quartal davon Abstand nimmt, überhaupt das Ordnungsgeld wegen Nichterfüllung des Schiedsrichter-Solls zu kassieren.

Das Schiedsrichter-Soll ist eine Zahl von Schiedsrichtern, die Vereine stellen müssen. Sie ist abhängig von der Zahl der Mannschaften sowie der Spielklasse. Vereine, die ihr Soll nicht erfüllen, müssen Ordnungsgelder bezahlen - und das ist hoch. Für Vereine, die das Soll sogar deutlich unterschreiten, erhöht es sich prozentual noch weiter. Vereine sollen sich somit aktiv daran beteiligen, damit immer ausreichend viele Schiedsrichter verfügbar sind.

Kreis Münster berechnet Ordnungsgelder nicht

Der Kreis Münster allerdings nimmt nun davon Abstand, das zweite Quartal zu berechnen. „Zum einen fanden in der Zeit zwischen April und Juni keine Spiele statt, zum anderen möchten wir den Vereinen damit in dieser nicht ganz einfachen Zeit einen Schritt entgegenkommen“, erklärte Kreisvorsitzender Norbert Krevert. Zudem bietet der Vorstand individuelle Lösungen an für Vereine, die Probleme haben, die Kosten für das Unterschreiten des Schiedsrichter-Solls zu tragen.

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Die Ordnungsgelder für die einzelnen Vereine sind unterschiedlich hoch. Sie alle erfüllen aber das Schiedsrichter-Soll jedoch nicht. Besonders stark belastet ist die Vereinskasse beim SV Südkirchen mit 296 Euro Strafe für das erste Quartal. Das Ordnungsgeld für die SG Selm liegt bei 234 Euro. Der SV Herbern muss insgesamt 225 Euro für das erste Quartal nachzahlen.

Der FC Nordkirchen muss 186 Euro berappen. Der SC Capelle bezahlt noch 155 Euro. Der Werner SC liegt bei 75 Euro. Spitzenzahler ist der TuS Altenberge mit 675 Euro. Mehr als die Hälfte der Münsteraner Vereine erfüllen ihr Soll nicht, wie die Abrechnung zeigt. Der Kreis nimmt mit diesen Ordnungsgeldern im Jahr rund 36.000 Euro ein und verzichtet auf einen Betrag von rund 9.100 Euro.

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