Volle Bezirksliga 11 - Staffelwechsel droht dem SuS Olfen und dem FC Nordkirchen

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Die beiden Fußball-Bezirksligisten FC Nordkirchen und SuS Olfen müssen sich wahrscheinlich umorientieren. In der Bezirksliga 11 wäre die Zahl der Mannschaften viel zu hoch. Andere Teams liegen zentraler als die heimischen Klubs.

Nordkirchen, Olfen

, 10.07.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der SuS Olfen und der FC Nordkirchen spielten gemeinsam mit Nachbar Union Lüdinghausen in der Fußball-Bezirksliga 11. Die Derbys bringen reichlich Zuschauer ein, die weiten Fahrten ins Münsterland aber auch viele Kilometer mit sich. Denn Nordkirchen liegt im Südostzipfel des Ligagebiets. Obendrein hatten bei der Staffeleinteilung 2019 einige Klubs ihren Unmut geäußert über die Aufnahme von Olfen und Nordkirchen. Die Liga war mit 18 Klubs am Ende grenzwertig voll. 2020 stehen neue Kapazitätsprobleme an.

Der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) hat durch den Saisonabbruch eine gesonderte Auf- und Abstiegsregelung möglich gemacht. Vier Absteiger in die Kreisligen sollte es eigentlich geben, um die Liga wieder zu verkleinern. Doch die bleiben nun alle drin. Durch den vermehrten Aufstieg aus den Kreisligen drücken weitere Vereine in das Gebiet.

Fünf Aufsteiger drängen ins Ligengebiet

Der Kreis Ahaus/Coesfeld stellt in diesem Jahr sogar vier Aufsteiger: Der SV Heek, der ASV Ellewick und die beiden Coesfelder Vereine SG Coesfeld und DJK Eintracht Coesfeld müssen allesamt auf Bezirksligen-Niveau eingruppiert werden. Zudem ist der VfL Ramsdorf aus der Kreisliga A1 Recklinghausen aufgestiegen.

Das Problem: Alle fünf Teams liegen geografisch zentraler im bisherigen Gebiet der Bezirksliga 11 als Olfen und Nordkirchen. 22 Kandidaten für 18, im Optimalfall nur 16, Plätze. Deswegen hatte der FLVW auch angekündigt, die Zahl der Bezirksligen von 12 auf 14 zu erweitern. Gegen Ende der Woche wird eine Entscheidung erwartet, nachdem der Ausschuss des FLVW getagt hat.

Premiere für Trainer Jupp Ovelhey: Der Olfener Coach sprach am Donnerstag erstmals zur Olfener Mannschaft.

Premiere für Trainer Jupp Ovelhey: Der Olfener Coach sprach am Donnerstag erstmals zur Olfener Mannschaft. © Jura Weitzel

Die Frage ist, wo Olfen und Nordkirchen dann ihren Platz haben. „Ich gehe davon aus, dass eine neue Liga nördlich des Dortmunder Bereichs gegründet wird. Vielleicht bekommt sie eine Münster-Anlehnung“, sagte Josef Ovelhey, neuer Trainer des SuS Olfen unter der Woche.

SuS Olfen stellt Antrag auf Verbleib in der Bezirksliga 11

Nach Norden ins Münsterland ist eine der möglichen Ligenorientierungen. Denkbar wäre aber auch eine Ausrichtung in das Ruhrgebiet oder in Richtung Hamm - oder eine Mischung aus allen Varianten. Der SuS Olfen aber fühlt sich in der Bezirksliga 11 wohl. Wie Norbert Sander, Sportlicher Leiter des SuS Olfen, mitteilte, hat der SuS einen Antrag auf Verbleib in der Bezirksliga 11 gestellt, „ergänzt um die Hoffnung, dass dies auch für Union Lüdinghausen gilt“, so Sander.

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Ob der Verband dem allerdings folgt, ist angesichts der vollen Liga ungewiss. Denn dann müssten andere Teams weichen - doch wer und wohin? David Handrup, Vorsitzender der Nordkirchener Fußballabteilung, bringt eine ähnliche Idee wie Ovelhey ins Spiel: eine Teilung, die die Coesfelder und Dülmener Vereine einer neuen Liga zuschlägt.

Der FCN hat für sich keinen Antrag gestellt, ist sich aber bewusst, ein Kandidat für einen Staffelwechsel zu sein. Nach dem Umzug aus der Dortmunder Bezirksliga 8 wäre es der zweite hintereinander. Handrup geht von einer bestmöglichen regionalen Aufteilung aus. „Es steht aber noch nicht fest, ob Mannschaften zurückziehen oder den Aufstieg doch nicht annehmen“, sagt Handrup. Meldeschluss ist der 15. Juli.

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