Unstimmigkeiten führten zu Trennung von Michael Nachtigall und Guiliano Buccini bei Westfalia Vinnum

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Wegen der sportlichen Talfahrt wurde Michael Nachtigall bei Westfalia Vinnum entlassen. Auch Co-Trainer Guiliano Buccini musste gehen. Der zieht Konsequenzen - und spricht über die Trennungsgründe.

von Janis Czymoch

Vinnum

, 20.11.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Guiliano Buccini zieht Konsequenzen: „Ich bin komplett raus, auch als Spieler“, sagt Buccini, ehemaliger Co-Trainer von Fußball-A-Ligist Westfalia Vinnum. Für den spielenden Co-Trainer ist es nach seiner Entlassung keine Option, als Spieler weiterhin für Vinnum aufzulaufen. „Das kam für mich gar nicht anders infrage, nachdem was passiert ist“, sagt Buccini. Doch der Reihe nach: Was ist eigentlich vorgefallen?

Eigentlich war Westfalia Vinnum solide in die Saison gestartet und hatte in den ersten beiden Spielen der Fußball-Kreisliga insgesamt vier Punkte geholt. Doch es folgte eine Niederlagen-Serie von fünf Spielen mit einer Tordifferenz von 2:18, die den B-Ligisten bis auf den vorletzten Tabellenplatz fallen ließ.

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Auf die sportliche Entwicklung reagierte Westfalia Vinnum, indem sich der Verein von Trainer Michael Nachtigall und seinem Co trennte. „Grundsätzlich hat uns das nicht überrascht, weil es sich durch die sportliche Situation bereits angekündigt hatte“, sagt der ehemaliger Co-Trainer von Vinnum.

Unstimmigkeiten bei Westfalia Vinnum führen zum Bruch

Das vorletzte Kreisliga-B-Spiel unter Nachtigall und Buccini verlor Vinnum gegen SW Röllinghausen krachend mit 2:7. Danach hätten sie noch versucht, in einem Gespräch mit der Mannschaft und dem Vorstand „die Probleme anzusprechen und auszumerzen, aber es gab starke Unstimmigkeiten“, so Buccini. Was genau diese „Unstimmigkeiten“ waren, wollte Buccini nicht sagen, nur dass es „ernst“ gewesen sei.

Das darauffolgende letzte Ligaspiel vor dem Lockdown wurde dann auch zum letzten von Michael Nachtigall und Giulianso Buccini als Trainer-Team. Gegen den direkten Konkurrenten SV Vestia Disteln II gab es eine 0:1 Heimniederlage.

Für Patrick Roser, dem Sportlichen Leiter von Westfalia Vinnum, sind solche „Unstimmigkeiten ganz normal, wenn es eine Trainer-Entlassung gibt, sonst würde man sich ja nicht trennen.“

Dass Giuliano Buccini am Ende auch als Spieler Vinnum den Rücken kehrt, hängt für Roser aber nicht am Verlauf des Gesprächs nach dem Röllinghausen-Spiel. „Giuliano hat uns gegenüber gesagt, dass er es sich nicht vorstellen kann, in der Hierarchie als normaler Spieler zurück zu rücken“, erklärt Roser.

Buccini kann sich erneuten Trainer-Job zusammen mit Michael Nachtigall vorstellen

Dass es das Duo Buccini/Nachtigall als Trainer-Team irgendwann nochmal geben wird, kann sich Buccini durchaus vorstellen.

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„Es fing schon damit an, als er mich kurz nach meiner Ankunft in Vinnum 2019 zum Kapitän gemacht hat. Da haben wir uns oft über die Taktik ausgetauscht, was in meiner Funktion als Co-Trainer dann noch intensiver wurde. Letztendlich haben Nachti und ich am Ende gesagt, dass wir uns eine erneute Zusammenarbeit in der Zukunft gut vorstellen können“, so Buccini.

Für den Verein und seine ehemaligen Mitspieler findet er am Ende trotz der Unstimmigkeiten noch warme Worte. „Westfalia Vinnum ist wirklich ein cooler, familiärer Verein mit einem tollen Umfeld für mich gewesen. Ich hoffe aus tiefstem Herzen, dass sie den Klassenerhalt schaffen.“

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