Die B-Liga-Fußballer des SV Südkirchen überwintern auf dem elften Tabellenplatz. In der Rückrunde hat sich der SV aber mehr vorgenommen. Es soll wieder mit dem Toreschießen klappen.

Südkirchen

, 10.01.2019, 12:26 Uhr / Lesedauer: 3 min

Der SV Südkirchen setzte noch vor wenigen Tagen ein Zeichen: Trainer Stephan Kriesinger wird auch künftig weiter an der Seitenlinie stehen. Sein Vertrag ist verlängert worden. Damit schenkt der Verein ihm weiterhin viel Vertrauen. Kriesinger übernahm den SV Südkirchen bereits am dritten Spieltag, nachdem sich die Wege mit Ex-Trainer Klaus Ruhoff getrennt hatten. Kriesinger blickt insgesamt zufrieden auf die Hinserie zurück.

Der Saisonverlauf: Der SV Südkirchen ist gleich mit drei Unentschieden in die Saison gestartet. Beim SC BW Ottmarsbocholt spielte der SVS 1:1 remis, zu Hause gegen die SG Selm holte das Team ein 0:0 und beim SV Herbern II kam Südkirchen nicht über ein 2:2 hinaus. Nach der ersten Niederlage gegen DJK GW Amelsbüren (1:3) folgte dann am fünften Spieltag zu Hause gegen den SV Concordia Albachten II der erste Saisonsieg (5:1).

Wir haben inzwischen echt gute Spiele abgeliefert, haben zwischendurch sogar drei Siege in Serie eingefahren.
Stephan Kriesinger, Trainer

Als Kriesinger mit Jens Fritsche, geborener Kalender, wieder übernommen hatte, war ihr primäres Ziel, wieder eine Einheit zu schaffen. „Das haben wir gut hinbekommen. Wir haben inzwischen echt gute Spiele abgeliefert, haben zwischendurch sogar drei Siege in Serie eingefahren“, beschreibt Kriesinger. Es schlichen sich aber auch hin und wieder Spiele ein, die nicht gut liefen. „Da haben wir auch zurecht verloren“, so Kriesinger. Derzeit springt mit sechs Siegen, drei Unentschieden und sieben Niederlagen der elfte Tabellenplatz heraus. Das beste Saisonspiel zeigte der SV Südkirchen beim 4:2-Sieg gegen Drensteinfurt, in dem das Team trotz 0:2-Rückstandes Moral bewies und nach der Pause in Unterzahl Vollgas gab. „Diese Einstellung und der Wille haben mir sehr imponiert“, so Kriesinger.

Der Trend: Kurz vor der Winterpause kassierte Südkirchen noch zwei Niederlagen: 0:2 beim SV Drensteinfurt II, 0:3 beim VfL Senden II. Dadurch rutschte der SVS auf Platz elf ab. Trotz der Pleiten ist man beim SV Südkirchen sicher, dass die Rückrunde besser wird. „Ich würde den Trend jetzt nicht aufgrund der beiden Niederlagen als negativ bezeichnen. Ich bin mir sicher, dass wir jetzt schnell wieder in die Spur finden werden“, sagt Kriesinger.

Die Gewinner: In der Hinrunde gab es beim SV Südkirchen einige Gewinner. Besonders die Defensive wusste zu überzeugen. Schlussmann Christopher Mayr spielte dabei eine herausragende Rolle. Aber auch Moritz Schulte ackerte in der Verteidigung viel. Der A-Jugendliche Niklas Appel entwickelt sich weiter prächtig. Er ist mittlerweile auf der Sechser-Position etabliert. Einen positiven Eindruck hinterlassen Woche für Woche die Schulz-Brüder Marvin und Robin, die stets Vollgas in Spielen und Trainingseinheiten geben.

Die Verlierer: Dass nicht alle Spieler Gewinner sein können, zeigt auch das Beispiel zweier Offensivkräfte, die schmerzlich vermisst werden, Julian Rohlmann und Simon Lütke Börding rissen sich beide das Kreuzband, fallen noch für den Rest der Saison aus. „Beide Verletzungen tun uns schon weh. Beide haben in der letzten Saison viele Tore erzielt. Die fehlen uns jetzt auch“, weiß Kriesinger. Rohlmann wurde sogar im letzten Jahr Torschützenkönig in der Kreisliga B und erhielt die Auszeichnung des besten Torschützen der Ruhr Nachrichten.

Die Baustellen: Mit 27:27-Toren hat der SV Südkirchen ein ausgeglichenes Trefferkonto. Defensiv ist Trainer Kriesinger sehr zufrieden. „Da arbeiten wir wirklich gut“, sagt er. Offensiv hingegen läuft es noch nicht, wie es sollte. „Wir werden auf jeden Fall vermehrt daran arbeiten. Wir müssen dahin kommen, dass wir zielführender werden. Es fehlt oft noch die Durchschlagskraft“, sagt er. Dabei hofft er auch, dass die Chancenauswertung noch besser wird. „Das ist alles noch nicht konstant genug. Es gibt Spiele, da treffen wir sehr gut. Es gibt aber auch Spiele, in denen wir zehn Mal aufs Tor rennen und keinen einzigen Treffer erzielen“, sagt Kriesinger. Vor allem in Lokalderbys punktete Südkirchen wenig. „Irgendwie können wir keine Derbys auswärts“, so Kriesinger.

Das Ziel: Der SV Südkirchen will in der Rückrunde von Spiel zu Spiel denken. „Wichtig ist, dass wir wieder anfangen Punkte zu sammeln. Wir wollen das Maximum herausholen“, sagt Kriesinger. Wenn der SV Südkirchen am Ende im oberen Drittel der Tabelle landen würde, wäre der Coach mehr als zufrieden: „Dann wäre das Ziel definitiv erreicht.“ Kriesinger wird bekanntlich den SV Südkirchen auch in der neuen Saison trainieren. Dann wird er in seine dritte Amtszeit gehen und hofft nach wie vor auf gute Zusammenarbeit, gute Stimmung. „Ich will, dass alle Spieler Bock haben. Nur dann können wir zusammen weitere Siege einfahren“, sagt Kriesinger.

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