SuS Olfen vergibt zu viele Chancen und damit den Sieg gegen den ASC Schöppingen

dzFußball-Kreisliga A

Der SuS Olfen hat im Aufstiegsrennen zwei Zähler liegengelassen und den Sieg gegen Schöppingen knapp verpasst. Chancen waren jedenfalls genug da, um zu gewinnen.

Olfen

, 26.04.2019, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Olfen hofft. Olfen kämpft. Aber Olfen verzweifelt. Verzweifelt daran, dass der Ball nicht ins Tor gehen wollte. Der Spitzenreiter der Fußball-Kreisliga A hat gegen den Tabellenfünften ASC Schöppingen zahlreiche Chancen in der zweiten Halbzeit liegengelassen und es verpasst, einen richtig wichtigen Sieg einzufahren.

Kreisliga A2 Ahaus/Coesfeld

SuS Olfen - ASC Schöppingen
1:1 (0:1)

Schöppingens Spielertrainer Rafael-Goacalo Figueiredo brachte es auf den Punkt: „Im Großen und Ganzen hatten wir in der zweiten Halbzeit viel Glück. Im Fußball gehört das auch mal dazu. Die Dinger, die Olfen hatte, waren keine hundertprozentigen Chancen mehr, sondern schon etwas drüber“, sagte der 33-jährige Deutsch-Portugiese nach Spielschluss am Donnerstagabend auf dem Olfener Kunstrasen. Michael Krajczy, Olfens Trainer, stimmte zu: „Wir haben nie aufgehört, daran zu glauben, dass wir den zweiten Treffer machen. Wir hatten ja auch die Möglichkeiten“, sagte Krajczy.

Zahlreiche Großchancen in Halbzeit zwei

In Zahlen: sieben - so viele Großchancen vergab Olfen in Halbzeit zwei. Selbst in der dritten Minute der Nachspielzeit vergab Murat Cengiz nach schöner Ablage von Marvin Böttcher noch die große Chance zum Sieg. Der Ball flog nach dem Drehschuss knapp vorbei. Cengiz war auch nach 68 Minuten einschussbereit, als der eingewechselte Tim Tietmeyer vor ihm auf der Linie den Ball ausbügelte.

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Vorausgegangen war eine erste Olfener Halbzeit, die zu den schlechtesten des Jahres 2019 zählte. „Die erste Halbzeit war nun wirklich nicht gut“, fasste Krajczy zusammen und beschönigte das Geschehen auf dem Rasen da noch leicht. Schöppingen gab den Ton an, war mit Figueiredo immer wieder brandgefährlich. Schon nach sieben Minuten war Olfens Matchplan dahin, als Pascal Korthues völlig frei am langen Pfosten einschob. Olfen wirkte völlig unorganisiert. Nicht nur die Eckfahnen hatte der SuS vergessen zu montieren, auch innerhalb des Feldes lief wenig zusammen. Alle Aufraff-Versuche misslangen.

Cengiz wird gefoult, Mählmann verwandelt sicher

Nach der Pause brachte ein Elfmeterpfiff Olfen zurück ins Spiel. Lars Meiers starker Pass fand Murat Cengiz, der gefoult wurde. Niklas Mählmann verwandelte den Strafstoß sicher - und das gab Olfen richtig Auftrieb. Es war der Auftakt zu einem Sturmlauf und einer Dauerbelagerung des ASC-Strafraums. Die Gäste igelten sich ein und lauerten nur noch auf Konter. Olfens Dominanz spiegelte sich auch in den Torchancen wider. Mählmann (57., 58) und Böttcher (59.) verpassten im Minutentakt - jetzt war Olfen richtig drin. Und als der eingewechselte Felix Schröder nach 78 Minuten flankte, rutschte wieder Cengiz in den Ball - vorbei. Da lag vielen Olfenern der Torschrei schon auf den Lippen.

Am Ende verlor Olfen den Wettlauf gegen die Zeit. Von zwei verlorenen Punkten wollte Krajczy aber nichts wissen. „Wir müssen berücksichtigen, wo wir herkommen, hatten in der Winterpause sechs Punkte Rückstand. Wir sind immer noch ungeschlagen“, sagte Krajczy. Trotzdem: Es war mehr drin für Olfen.

SuS Olfen: Götz - Brüggemann, Maikötter (67. Wilhelm), Karwot, Schlestein, Zyla (34. Czempik), Cengiz, Diallo, Böttcher, Meier (75. Schröder), Mählmann

Tore: 0:1 Korthues (7.), 1:1 Mählmann (38., Foulelfmeter)

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