SuS-Coach Sander hat Fehler-Analyse abgeschlossen

Fußball: Bezirksliga

Eine so derbe Klatsche haben die Kicker des SuS Olfen lange nicht kassiert. 1:8 unterlagen sie am Freitag am zweiten Spieltag bei RW Deuten. Verwunderlich, lief doch im ersten Spiel gegen den VfB Hüls noch vieles richtig gut. Trainer Norbert Sander hat die Fehler-Analyse bereits abgeschlossen und hat viele Faktoren erkannt.

OLFEN

24.08.2015, 17:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
Alexander Hellmich und seine Olfener machten in Deuten eine Bauchlandung. Mit 1:8 kamen sie unter die Räder. Hellmich musste aufgrund einiger Ausfälle als Innenverteidiger auflaufen.

Alexander Hellmich und seine Olfener machten in Deuten eine Bauchlandung. Mit 1:8 kamen sie unter die Räder. Hellmich musste aufgrund einiger Ausfälle als Innenverteidiger auflaufen.

Das Debakel hatte sogar Auswirkungen auf den wöchentlichen Großeinkauf Norbert Sanders. „Ich bin am Samstag alleine viermal angesprochen worden und musste erklären, warum das Spiel so gelaufen ist“, berichtet der SuS-Coach. „Das war ein echter Spießrutenlauf. Aber das ist okay. Dafür bin ich Trainer. Da muss ich auch mal die Birne hinhalten. Ich hoffe allerdings, dass auch die Spieler mit sich selbst ins Gericht gehen werden. Ich kann die Fehler leider nur analysieren.“

Für das 1:8 hat Sander viele Faktoren ausgemacht. Allen voran die frühe Anstoßzeit um 18.30 Uhr. Stammkräfte wie Sebastian Middeke oder Andre Zolda kamen da aus beruflichen oder privaten Gründen erst eine Viertelstunde vor dem Spiel in Deuten an. Andere schafften es immerhin eine halbe Stunde vor dem Anpfiff. „Das war das pure Chaos, die pure Hektik. Und der Unparteiische wollte sich auch nicht darauf einlassen, die Partie zumindest eine Viertelstunde später anzupfeifen“, erinnert sich Sander.

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Faktor Nummer zwei waren die Umstellungen, zu denen der SuS vor allem in der Abwehr gezwungen war. Christian Brüse und Mark Köster fehlten. Alexander Hellmich musste dafür in die für ihn sehr ungewohnte Innenverteidigung. Dustin Brüggemann spielte hinten links – auch nicht seine Position.

Umstellungen, kurze Vorbereitung sowie der ungeliebte Naturrasen, auf dem der SuS ohnehin eine längere Anlaufzeit hat, sorgten dann für einen totalen Fehlstart. „Wobei mich das Naturrasen-Argument mittlerweile richtig nervt“, so Sander. „Wir können uns nicht immer im Vorfeld eines Spiels schon ein Alibi suchen.“

Zu wenig Widerstand

Am Freitag stimmte es zudem physisch nicht. Körperlich hat der SuS überhaupt nicht gegengehalten. „Deuten hat so schnell gespielt, da waren wir kaum in der Lage, die Männer anzulaufen“, so Sander. „Zudem hatten wir niemanden in der Elf, der mal dazwischengehauen hat. Hinzu kam, dass Deuten aus allen Lagen getroffen hat.“

Zur Pause lag Olfen also schon aussichtslos mit 0:5 zurück. Selbst die Phase nach der Halbzeit, in der der SuS streckenweise sogar die bessere Mannschaft war, aber am gut aufgelegten Deutener Schlussmann Niclas Schmidt scheiterte, hübschte den Eindruck nicht mehr entscheidend auf.

„Wir werden am Freitag, wenn fast alle Spieler wieder aus dem Urlaub zurück sind, über das Spiel reden. Es könnte also eine lange Einheit werden“, so Sander. „Denn wir werden gnadenlos die Punkte ansprechen und analysieren, die wir beeinflussen können.“

Ein Versprechen möchte Olfens Trainer aber schon jetzt für den Rest der Saison abgeben: „Das war die höchste Niederlage der Saison. Nochmal werden wir uns nicht so präsentieren, und ich hoffe, unsere Zuschauer werden uns diesen Auftritt verzeihen.“

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