Simon Mors: Einer, der Nordkirchen wirklich weiterhelfen könnte

dzFußball-Bezirksliga

Das erste Ligaspiel war ein ordentlicher Auftritt von Simon Mors. 67 Minuten lang beackerte er die rechte oder die linke Offensivseite. Bei hundert Prozent ist der Stürmer aber noch nicht.

Nordkirchen

, 19.08.2019, 12:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war Simon Mors‘ vielleicht beste Szene beim 2:1-Sieg gegen den FC Epe am Sonntag: Der große Nordkirchener Stürmer sprintet einem Ball nach, der ins Tor-Aus zu fliegen droht, bringt ihn mit letzter Kraft noch in die Mitte. Und da steht dann Daniel Krüger, der nur den Fuß hinhält - 1:0. Und während sich die Gästespieler beschweren, dass der Ball vorher doch „mindestens ‘nen Meter hinter der Linie“ gewesen sei, klatschen sich die Nordkirchener Bezirksliga-Fußballer ab. Krüger läuft zu Mors. Er weiß, dass er den Treffer zu großen Teilen auch dem Neuzugang aus Herbern verdankt.

Jetzt lesen

Die Frage bleibt, ob das Tor hätte zählen dürfen. „Ich glaube, er war nicht im Aus. Ich habe vor der Linie den Ball bekommen“, sagte Mors nach dem Abpfiff glücklich.

Simon Mors: Einer, der Nordkirchen wirklich weiterhelfen könnte

Aus oder kein Aus? In dieser Szene sieht es so aus, als wäre der Ball noch nicht komplett über die Linie geflogen © Sebastian Reith

Den Ball hatte er blind in die Mitte gespielt: „Ich habe gar nicht geguckt, sondern nur gedacht: Bring ihn irgendwie rein. Krüger ist dann schön eingelaufen. Das hat gepasst. Doch dann müssten wir eigentlich das zweite Tor machen.“

Chancen hatte der FCN dafür, auch Mors zweimal. Einmal drüber, dann im Vollsprint gescheitert an Epe-Keeper Niklas Baumann. „Am Ende hat die Kraft gefehlt“, gestand Mors.

Simon Mors: Einer, der Nordkirchen wirklich weiterhelfen könnte

Simon Mors (r.) konnte sich selbst noch nicht in die Torschützen-Liste eintragen. Hier vergab er seine beste Gelegenheit. © Sebastian Reith

Aus Herbern hatte sich Mors mit dem Kreispokalsieg verabschiedet

Die Vorbereitung hatte der 20-jährige Pokalheld seines alten Vereins - er traf für den Landesligisten SV Herbern im Finale gegen Oberligist Gievenbeck - größtenteils verpasst. „Ich trainiere erst seit einer Woche wieder und bin auch noch nicht ganz fit. Die Knieprobleme sind nach wie vor da, links etwas stärker als rechts“, sagte Mors, der an beiden Knien mit Tapeband auflief und an einem Patellaspitzensyndrom laboriert, einer Überbelastung.

„Simon war lange ausgefallen in der Vorbereitung. Jetzt hatte er gut trainiert“, sagte Trainer Issam Jaber. Er beförderte den Neuen gleich in die Startelf. „Es war mir zu riskant, ihn reinzuschmeißen und wieder auszuwechseln. Er sollte so lange laufen, wie die Beine ihn tragen“, sagte Jaber.

Jetzt lesen

Nach knapp einer Stunde deutete Mors dann Jaber an, dass er sich die Auswechslung wünscht. Nach 67 Minuten verließ der agile Stürmer, der positive Eindrücke hinterlassen hatte, das Feld nach seinem Ligadebüt. „Wir wissen auch, dass er mehr kann. Er wird uns noch Freude machen“, ist sich Jaber sicher.

Mors fühlt sich in Nordkirchen gut aufgenommen

„Ich bin hier sehr gut aufgenommen worden und kannte aus Herbern ja auch noch einige Spieler“, sagte Mors. Als der FC Nordkirchen beim Fuchs-Cup in Herbern spielte, wäre Mors gegen seinen alten Verein gerne aufgelaufen, hatte aber wegen der Verletzung pausiert.

Ist der Aufstieg sein Ziel? Schließlich ist Nordkirchen einer der Top-Kandidaten auf den Landesliga-Aufstieg. „Natürlich träumt man davon, aber es war erst der zweite Spieltag. Wir müssen erstmal in die Saison reinkommen. Oben wollen wir aber mitspielen. Das ist unser Anspruch“, sagte Mors, der über den ersten Saisonsieg froh war. Denn auch ihm war klar: „Wenn du nur einen Punkt holst, ist es nach zwei Spielen zu wenig. Jetzt können wir eine Serie starten.“

Umfrage

War der Ball vor Simon Mors' Flanke bereits im Aus?

0%
0%
Ja!
100%
100%
Nein!
6 abgegebene Stimmen

Lesen Sie jetzt