SG Selm verpflichtet einen 19-Jährigen aus Nordkirchen für die linke Seite

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Auf der linken Seite brauchte die SG Selm neues Personal. Die Verantwortlichen haben die Seite als Schwachstelle ausgemacht. Dafür hat die SG Selm einen Perspektivspieler verpflichtet. Zuletzt pausierte er aber.

Selm

, 25.06.2020, 06:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die SG Selm verstärkt sich weiter. Neben dem bekannten Angreifer Sebastian Kramzik (28) gab die SG Selm am Dienstagabend auch noch einen weiteren Transfer bekannt. Der 19-jährige Flügelspieler soll die linke Seite beackern und spielte zuletzt für den FC Nordkirchen.

„Wir haben uns im Rahmen der abgelaufenen Saison mit dem Trainerteam zusammengesetzt und analysiert, wo bei uns noch Bedarf besteht, neue Spieler zu verpflichten. Auf der linken Seite wurde mir dann nahegelegt, etwas zu tun, was ich selbst gesehen habe. Da haben wir in Marius Schade einen Jungen bekommen, der ein bisschen SG-Vergangenheit hat“, sagte Selms Sportlicher Leiter Norbert Hanning.

Neben Sebastian Kramzik (r.) vermeldeten die SG Selm auch Marius Schade (l.) als Verstärkung für die kommende Saison.

Neben Sebastian Kramzik (r.) vermeldeten die SG Selm auch Marius Schade (l.) als Verstärkung für die kommende Saison. © Sebastian Reith

Der gebürtige Nordkirchener Marius Schade begann seine sportliche Laufbahn beim FC Nordkirchen. Von der F-Jugend bis zur D2 kickte Schade dann für die SG Selm. Sein Vater war auch Trainer in der Selmer Nachwuchsabteilung. Über den VfB Waltrop ging es zu RW Ahlen, wo Schade vier Jahre bis zur A-Jugend spielte.

Bei der U19 des 1. FC Gievenbeck bekam er dann neun Westfalenliga-Einsätze. „Im zweiten A-Jugend-Jahr habe ich pausiert, weil ich mit dem Stress auf der Arbeit nicht mehr klargekommen bin“, sagte er. In Nordkirchen wurde er 2019 als Senior vorgestellt, kam - diplomatisch gesagt - dort aber nie an und war schnell wieder weg.

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Marius Schade benötigt vor allem eins: Spielpraxis

Kritisch kann man an Schades Verpflichtung sehen, dass er seit zwei Jahren so gut wie keine Spielpraxis mehr hat. Das ist dem Neuling auch bewusst. „Erstmal muss ich wieder in Form kommen, um sagen zu können, dass ich auf einem Level bin“, sagte Schade. Ein entscheidendes Detail habe sich außerdem seit Gievenbeck und Nordkirchen geändert. Der 19-Jährige ist in der finalen Phase seiner Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann. Der Prüfungsstress fällt weg. Für Fußball wird er dann wieder mehr Zeit haben.

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Und dann bekommt die SG Selm einen talentierten Linksfuß, der dort helfen kann, wo bei der SG zuletzt der Schuh drückte. Hanning: „Marius kann die ganze linke Seite beackern. Es war uns wichtig, einen Allrounder zu bekommen.“ Vom Linksaußen bis zum Linksverteidiger könne Schade alle Positionen ausfüllen. Schades Ziel: Spaß am Fußball haben, der Mannschaft helfen.

Norbert Hanning, Sportlicher Leiter des A-Ligisten, präsentierte die Neuzugänge Marius Schade (l.) und Sebastian Kramzik am Dienstag.

Norbert Hanning, Sportlicher Leiter des A-Ligisten, präsentierte die Neuzugänge Marius Schade (l.) und Sebastian Kramzik am Dienstag. © Sebastian Reith

Die Planungen sind damit aber noch nicht abgeschlossen. Die SG sucht noch einen Verteidiger. „Dann ist unser Transfersack zu“, sagte Hanning. Geholt hat die SG in Loris Birkner schon einen weiteren Torwart. „Wir haben Leute geholt, von der ich der festen Überzeugung bin, dass sie uns weiterbringen“, sagte Hanning. Schade könnte so einer sein, wenn ihm der Schritt zu den Senioren raus aus einer langen fußballfreien Zeit gelingt.

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