SG Selm ist früh geschlagen - Pokalaus gegen den VfL Wolbeck

Fußball-Kreispokal

Die SG Selm ist am Donnerstag mit 1:5 gegen den VfL Wolbeck aus dem Fußball-Kreispokal ausgeschieden. Das Spiel war dabei schon zur Pause entschieden.

Selm

, 29.08.2019, 22:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
SG Selm ist früh geschlagen - Pokalaus gegen den VfL Wolbeck

Andre Zolda lehnt sich in seinen Gegenspieler. In Halbzeit zwei stimmten Kampf und Einsatz bei der SG. © Sebastian Reith

Fußball-Kreisligist SG Selm ist am Donnerstagabend in der zweiten Runde aus dem Pokalwettbewerb ausgeschieden. Bezirksligist VfL Wolbeck war zu stark, gewann am Ende mit 5:1 und musste nach haarsträubenden Fehlern der Selmer in der Anfangsphase nach dem 4:0 zur Pause nicht mehr viel tun.

Es ging alles ganz schnell in der ersten Halbzeit. Man konnte gar nicht sagen, welches Gegentor bitterer ausfiel für die SG Selm. Klar war nur: Mit jedem Gegentor war die SG Selm etwas näher an einer Blamage, die sie am Ende dank einer Leistungssteigerung in Hälfte zwei vermied, aber auch nicht wirklich eine Chance hatte.

SG Selm steigert sich in Halbzeit zwei

„Die zweite Hälfte war okay, kämpferisch und aggressiv. Wir haben auch noch einige Chancen gehabt. Wir haben uns in der Halbzeit vorgenommen, das Spiel in der zweiten Hälfte neu zu beginnen und die zweite Hälfte nicht zu verlieren“, sagte Selms Trainer Deniz Sahin.

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Dass er die Halbzeit als „okay“ bezeichnete, machte auch deutlich, dass er sie nicht „gut“ fand. Dafür stimmte der Gesamteindruck einfach nicht an diesem Pokalabend. „Jeder weiß, dass wir mehr tun müssen. In der ersten Halbzeit waren es zu viele Eigentore. Aber so eine Halbzeit hat man mal - und dann lieber im Pokal gegen so eine Mannschaft als in der Meisterschaft“, sagte Sahin. Zur Selmer Ehrenrettung muss man auch sagen: Wolbeck war diszipliniert und gnadenlos effektiv.

SG Selm gerät schon nach fünf Minuten in Rückstand

Schon nach fünf Minuten gab es die kalte Dusche für die SG. Kapitän Paul Ulrich versuchte zu klären - in den blockenden Fuß von Tilo Gadau, der aus kurzer Distanz traf. Sechs Minuten später konnte Nils Böckenbrink im Selmer Tor dann genau so viel machen wie beim ersten Treffer - nämlich nichts. Ein Freistoß von Yannek Lubitz segelte unhaltbar ins lange Eck. Und wieder war Paul Ulrich der Pechvogel. Er hatte Gadau zuvor gefoult - eine Karte gab es für das Vergehen übrigens nicht, obwohl Gadau wohl durch gewesen wäre.

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Und so lief die SG nach elf Minuten schon einem 0:2 hinterher, kam oft zu spät war gedankenlangsamer als Wolbeck und produzierte Fouls. Die Teilnahmslosigkeit wurde bestraft. Mit all seiner Routine stellte Gadau den Körper gegen den jungen Lukas Bloch in den Weg - der Ausgangspunkt für eine der schönsten Passstafetten im gesamten Spielverlauf. Beim Pass auf Benedikt Sollik auf Rechtsaußen stimmte jeder Zentimeter, wie auch bei Solliks Querpass auf Torschütze Lubitz.

Nils Böckenbrink erlebt einen schmerzhaften Tag

Und dann griff auch noch Torwart Nils Böckenbrink daneben, verschätzte sich beim Rauskommen, knallte unsanft auf den Kunstrasen, während Sollik ins leere Tore einschob. 4:0. Da waren erst 25 Minuten gespielt und ein Debakel kündigte sich an. Deniz Sahin war sauer: „Das ist lächerlich, was ihr auf den Platz bringt.“

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Dass es das Debakel nicht wurde, dafür waren die taktische Änderung, Arthur Miller im Sturmzentrum zu bringen, und Selms Moral verantwortlich. Schweglers 1:4 (51.) nach einem Musterkonter war am Ende nur ein Ehrentreffer, weil Gadau auf der Gegenseite nur zwei Minuten später alle Hoffnungen wieder erstickte. Aber gelingt der SG von solchen Angriffen wieder mehr, ist Sonntag beim BSV Roxel II auch mehr drin.

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