Sebastian Elberg macht als Hellweg-Kreischef Platz - PSV Bork pausiert weiter

Handball

Einen Wechsel gab es an der Spitze des Handballkreises Hellweg. Ein Nachfolger für Sebastian Elberg, der vom Kreis in den Verband wechselt, ist auch gefunden.

Bork

12.06.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die scheidenden Kreisvorsitzenden Sebastian Elberg (r.) und Schiedsrichterwart Peter Elias (l.) mit Elbergs Nachfolger Carsten Umbescheidt

Die scheidenden Kreisvorsitzenden Sebastian Elberg (r.) und Schiedsrichterwart Peter Elias (l.) mit Elbergs Nachfolger Carsten Umbescheidt © Handballkreis Hellweg

Führungswechsel im Handballkreis Hellweg, dem die heimischen Vereine PSV Bork und TV Werne angehören. Auf einem außerordentlichen Kreistag, der am Samstag unter strenger Einhaltung der Corona-Vorschriften im Studio-Theater Bergkamen stattfand, erklärte Kreisvorsitzender Sebastian Elberg seinen Rücktritt.

Elberg, der im Januar 2016 die Nachfolge des Borkers Helmut Hubeny antrat und im Januar vorigen Jahres wiedergewählt wurde, begründete seinen Schritt mit der neuen Aufgabe im Handballverband Westfalen. Auf dem Verbandstag vor einem Jahr wurde er als Nachfolger des langjährigen Amtsinhabers Ulrich Copar zum Vizepräsidenten Finanzen gewählt. „Mein neues arbeitsintensives Amt ist mit der Aufgabe als Kreisvorsitzender nicht mehr Einklang zu bringen“, begründete er seinen Schritt.

Die 55 stimmberechtigten Delegierten der Hellweg-Vereine wählten den Bergkamener Carsten Umbescheidt einstimmig zu Elbergs Nachfolger. Für Elbergs Vertreter Jürgen Stolle, der aus privaten Gründen und Umorientierung nicht weiter zur Verfügung steht, brauchte kein Nachfolger gefunden werden. Auf die Position des stellvertretenden Kreisvorsitzenden wird künftig verzichtet. Es wurde geregelt, dass bei Verhinderung des Kreisvorsitzenden die TK-Vorsitzende Miriam Vogt aus Hamm die Vertretung übernimmt.

Ausgeschieden aus dem Kreisvorstand ist auch die Kassenwartin Anita Umbescheidt, da durch die Amtsübernahme ihres Mannes als Kreisvorsitzender Interessenkonflikte vermieden werden sollen. Zur Nachfolgerin wurde die Werlerin Annette Träger, die bereits als Mini-Beauftragte im Kreis tätig ist, gewählt.

Peter Elias hört nach 30 Jahren auf

Einen Wechsel gab es auch an der Spitze der Hellweg-Schiedsrichter. Auf dem vorangegangenen außerordentlichen Kreisschiedsrichtertag stellte Peter Elias, der insgesamt rund 30 Jahre im Schiedsrichterbereich tätig gewesen ist, sein Amt zur Verfügung.

Zu seinem Nachfolger wurde der Oberadener Fabian Schwenk gewählt. Marcel Guder übernimmt für Carsten Umbescheidt die Aufgabe des Schiedsrichterlehrwartes. Die Kamenerin Monika Stübe, die zuvor aus dem Kreisjugendausschuss ausgeschieden ist, und Peter Elias wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Einem Eilantrag, der von den Schiedsrichtern vorher eingebracht wurde und die Angleichung des Spesensatzes der Frauen-Bezirksliga mit den Männern zum Inhalt hatte, verweigerten die Delegierten die Dringlichkeit. Dagegen bekamen die vorgesehenen Änderungen der Satzung des Kreises die Zustimmung der Delegierten.

Ehrungen für verdiente Ehrenämtler

Jürgen Stolle, Miriam Vogt, Rechtswart Axel Nickol und Frauen-Wartin Andrea Witt wurden vom scheidenden Vorsitzenden Elberg mit der Goldnadel des Handballkreises ausgezeichnet. Auf eine Ehrung der Meister in den einzelnen Spielklassen der Erwachsenen und Jugend musste wegen Corona verzichtet werden. Die Delegierten nahmen die bereitgelegten Urkunden und den dazu obligatorischen Handball mit.

Wilhelm Barnhusen, Präsident des Handballverbandes Westfalen, überreichte er Jürgen Stolle, Anita Umbescheidt, Miriam Vogt, Gerhard Rahde und Sebastian Elberg die HV-Ehrennadel in Silber und sprach von einem der jüngsten Vorstände im Verbandsgebiet.

Bis nach Ende der Sommerferien wird der Handball nicht rollen beim PSV Bork. Der Vorstand des Vereins sieht sich außerstande, die Corona-Auflagen in beiden Sporthallen (Schul- und Polizeihalle) zu gewährleisten. Da in vier Wochen ohnehin Beginn der Ferien ist und in den Ferien die Hallen dicht sind, verzichtet man auf einen Neustart. Nachdem im zweiten Quartal komplett auf den Beitrag verzichtet wurde, soll im dritten Quartal nur der Grundbeitrag erhoben werden.

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