PSV Borks Dean Knappmann (25) nach Kreuzbandriss: „Ohne Fußball ist halt auch kacke“

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Wer den Fußball liebt, der kehrt ihm auch nach dem vierten Kreuzbandriss nicht den Rücken zu. So denkt zumindest PSV Borks Hüne in der Innenverteidigung: Dean Knappmann.

Selm, Bork

, 19.12.2019, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Etwa einen Monat ist es her, als sich Dean Knappmann, Innenverteidiger beim Kreisliga-B-Ligisten PSV Bork, „wieder ohne Fremdeinwirkung“ das Kreuzband gerissen hat. Auch der Meniskus sei laut Knappmann abgerissen.

Beim Termin im Werner St.-Christophorus-Krankenhaus am 16. Dezember standen die üblichen Vorbereitungen für die Operation am Donnerstag an. „EKG, Blutabnahme, Narkose-Vorbereitungsgespräche“, sagt Knappmann. „Ich habe aber heute schon gehört, dass da Leute krank sind in der Narkose. Vielleicht wird der Termin verschoben.“ Das wäre für ihn und seinen Arbeitgeber sehr ärgerlich, „aber der weiß auch, dass ich mich ja nicht extra verletze“, sagt Knappmann, der dann auch planmäßig operiert wurde.

Dean Knappmann stürzte die Treppe hinunter

Für den 25-Jährigen sind die Termine und Operationen schon Routine. Immer wieder verletzt sich Knappmann am Knie, immer wieder das des schwächeren rechten Beines. „Es ist die vierte OP in vier Jahren und ich habe mich immer ohne Fremdeinwirkung verletzt – dieses Mal aber nicht beim Fußball.“

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Nie sei er böse gefoult worden, stets knickte er einfach nur unglücklich auf dem Platz um und die Sorgenzeit begann - diesmal war es ein Treppensturz. Dabei hatte der 192 Zentimeter große Defensivspieler bereits die Schuhe an den Nagel gehängt. „Ich wollte eigentlich nur noch ins Fitnessstudio, aber jetzt wohne ich wieder in Bork und ich habe ja auch Bock mit den Jungs zu zocken“, sagt Knappmann. Nur eine Minute wohnt er nach seinem Umzug von Selm nach Bork von der PSV-Anlage entfernt – in der alten Wohnung von Kreisliga-Bomber Joel Grodowski.

Geteiltes Leid

Der Ex-Borker Joel Grodowski spielt mittlerweile in der 3. Liga bei Preußen Münster. „Ich habe mir leider erst ein Spiel von ihm angeguckt, aber ich war vor zwei Wochen noch auf seinem Geburtstag“, sagt Knappmann. Die beiden sind gut befreundet.

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Auch zu seinem großen Bruder Philipp Grodowski hat er guten Kontakt. Nach dem Wechsel von Oberligist Ahlen zu Kreisligist Heessen habe Grodowski wegen Frau und Kind kürzer treten wollen. Das muss er nach seiner Verletzung ohnehin. „Philipp wurde vor zwei Wochen auch am Kreuzband operiert“, sagt Knappmann.

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Ob es für Knappmann nach seiner Genesung sofort wieder mit dem Fußballspielen beim PSV weitergeht, möchte er noch offen lassen: „Erst einmal werde ich sagen, dass ich nicht spiele, aber dann macht es bestimmt wieder irgendwann Klick. Ohne Fußball ist halt auch kacke“, sagt Knappmann.

Aufstieg möglich, aber kein Muss

In der Kreisliga B2 Unna-Hamm stehen die Borker zur Winterpause auf dem fünften Tabellenplatz – nur drei Punkte vom Spitzenreiter SV BR Billmerich entfernt. „Wenn man von der A in die B absteigt, will jeder immer direkt wieder aufsteigen, das kann mir keiner erzählen, dass es nicht so ist“, sagt Knappmann.

„Dann muss man sich natürlich auch fragen, ob wir auch überhaupt wieder so weit sind.“ Denn nach einem Aufstieg direkt wieder abzusteigen, fände der Linksfuß auch suboptimal. Dennoch habe sich seine Mannschaft nach dem Trainerwechsel wieder zusammengerissen, die Trainingsbeteiligung habe wieder zugenommen.

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„Wenn wir da jetzt Konstanz rein kriegen und nicht zu viele Personalausfälle haben, dann können wir unter die ersten drei Plätze kommen“, sagt Knappmann. „Das ist aber kein Muss. Wir wären auch mit dem momentanen fünften Tabellenplatz zufrieden.“

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