PSV Bork holt Spielerin vom zurückgezogenen Landesligisten TuS Niederaden

Frauenfußball

Der TuS Niederaden war einst das am höchsten spielende Frauenfußball-Team im Kreis Unna-Hamm. Jetzt hat es sich aufgelöst. Eine Leistungsträgerin wechselt zum PSV Bork.

Bork

, 19.08.2019, 13:27 Uhr / Lesedauer: 2 min
PSV Bork holt Spielerin vom zurückgezogenen Landesligisten TuS Niederaden

Malina Hermes (2.v.r.) spielt jetzt für den PSV Bork. © Günther Goldstein

Die Bezirksliga-Fußballerinnen des PSV Bork vermelden einen Neuzugang aus der Konkursmasse des TuS Niederaden. Malina Hermes (25) wechselt von dem Landesligisten, der sich vor einer Woche aus dem Spielbetrieb abgemeldet hatte, an die Waltroper Straße, wie Dietmar De Sacco, Sportlicher Leiter der Borker Damenabteilung, am Montag vermeldete.

Malina Hermes ist die Tochter von Andreas Hermes, der in Lünen zuletzt BW Alstedde trainiert hatte. Das macht jetzt sein Sohn Tim, Malinas Bruder, der in der Regionnalliga für RW Oberhausen spielt - Fußballgene hat die Neue auf jeden Fall. Bereits im Pokalspiel am Sonntag war sie zum Einsatz für den PSV gekommen.

Beim TuS Niederaden ist viel zusammengebrochen

„Die personelle Situation war bereits in der letzten Saison immer wieder ein Thema. Da haben wir oft Verstärkung aus der Zweiten erhalten. Diese Mannschaft war aber auch personell nie gut besetzt. Wir haben uns quasi immer gegenseitig unterstützt“, sagte Malina Hermes vergangene Woche. Zum Saisonende hörte das Trainerteam um Chefcoach Carsten Walschus auf. Fest stand auch, dass die Damen II zurückgezogen werden.

Der TuS Niederaden verpflichtete danach Maik Breuker als Coach der Landesliga-Frauen. Vor drei Wochen haben sich die übrig gebliebenen TuS-Spielerinnen aber zusammengesetzt und sich darauf geeinigt, aufzuhören. „Es hat einfach keinen Sinn mehr gemacht. Es war mit der Anzahl einfach schwierig, überhaupt ein spielfähiges Team aufs Feld zu schicken“, sagte Hermes.

PSV Bork profitiert von Niederadens Aus

Vergangene Saison hatte der TuS noch das Triple aus Bezirksliga-Meisterschaft, Hallenkreismeisterschaft und Kreispokal gesichert. „Wir haben immer versucht, neue Spielerinnen zu bekommen. Es ist aber sehr schwierig, auch weil die Gegebenheiten in Niederaden natürlich mit dem Asche- und Rasenplatz nicht optimal sind. Die meiste Zeit spielt man ja wetterbedingt nur auf Asche. Da hat einfach nicht jeder Lust zu“, so Hermes.

Damals wusste sie noch nicht, wohin die Reise für sie geht. Ihr Ziel steht jetzt fest. Es ist der PSV Bork.

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