PSV Bork erneut vor Trainerwechsel: Marco Logemann hört auf - Nachfolger bereits gefunden

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Marco Logemann hört im Sommer auf. Der PSV Bork präsentierte aber direkt einen Nachfolger. Der PSV Bork hat sich für eine interne Lösung entschieden - und ein Dreiergespann.

Bork

, 16.03.2020, 15:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fußball-B-Kreisligist PSV Bork steht im Sommer etwas überraschend vor einem erneuten Trainerwechsel. Marco Logemann (46), der den PSV Bork nach der Trennung von André Kracker Anfang November übernommen hatte, legt im Sommer sein Amt nieder. Der Verein präsentierte aber eine Nachfolgeregelung - und die kommt aus den eigenen Reihen.

„Loge wird ab Sommer nicht mehr Trainer sein. Er hat uns vor einigen Wochen im Februar mitgeteilt, dass er aus beruflichen und privaten Gründen nicht zur Verfügung steht“, teilte Martin Klingenberg, Sportlicher Leiter beim PSV Bork, am Montag mit.

Klingenberg gestand: „Für uns war es ein kleiner Schock.“ Nicht nur von Ergebnissen her, sondern auch vom Drumherum passe Logemann gut nach Bork. „Die Stimmung in Mannschaft wurde besser, die Trainingsbeteiligung ist gestiegen“, sagte Klingenberg. Man war mit Logemanns Arbeit also vollkommen zufrieden und eigentlich auch von einer längerfristigen Zusammenarbeit ausgegangen.

Marco Logemann macht Schluss im Sommer

Der 46-jährige Vertriebsleiter bedauerte seinen Abschied deswegen auch. „Spaß und Lust sind ungebrochen. Der PSV ist ein Projekt, auf das ich tierisch Bock gehabt hätte. Am Ende des Tages fehlt einfach die Zeit“, sagte Logemann am Montagnachmittag. Dass die Abschiedsankündigung für Außenstehende plötzlich kommt, könne er verstehen.

Er habe sich die Sache auch anders vorgestellt, als er beim PSV begann sich zu engagieren: erst als externer Berater, der mit dem Vorstand den Umbruch gestaltete, dann auch als verantwortlicher Trainer, als es zum Aus von André Kracker kam und Logemann den PSV Bork nicht „im Regen“ stehen lassen wollte. „Ich muss jetzt Prioritäten setzen“, sagte Logemann. Und nur jedes zweite Training zu leiten und die zweite Einheit an einen Co abzuwälzen und nicht jedes Spiel zu betreuen, sei auf Dauer keine Lösung. „So werde ich Mannschaft und Verein nicht gerecht“, erklärte Logemann.

Sanmi Ojo wird Nachfolger beim PSV Bork

Weiter eine etwas kleinere Funktion bei dem B-Ligisten zu übernehmen, halte Logemann nicht für notwendig. Das sei „undenkbar“, weil der Verein gut aufgestellt sei und auch wieder einen Sportlichen Leiter hat. „Ich sehe überhaupt keinen Handlungsbedarf“, sagte Logemann, der auch bei einer möglichen Saisonverlängerung wegen der Coronavirus-Pandemie seine Trainertätigkeit durchziehen werde.

Sanmi Ojo (l.) wird neuer Spielertrainer des PSV Bork im Sommer.

Sanmi Ojo (l.) wird neuer Spielertrainer des PSV Bork im Sommer. © Jürgen Weitzel

Der PSV präsentierte am Montag auch die Nachfolge: Sanmi Ojo, derzeit Spieler der Borker, übernimmt als Spielertrainer und bekommt den derzeitigen spielenden Co-Trainer Christian Voßschmidt sowie in Robert Stratmann, der nicht mehr spielt und an der Linie bleiben soll, einen zweiten Co-Trainer zur Seite gestellt. „Das Dreiergespann war unsere Wunschlösung“, so Klingenberg.

Höhere Ziele hat der PSV Bork nach dem Konsolidierungsjahr 2019/20 nach dem Abstieg nicht ausgegeben: „Es ist nicht so, dass wir sagen, dass wir aufsteigen. Wir wollen den jungen Trainern Zeit geben, sich zurecht zu finden und sich zu etablieren. Wir wollen schon vernünftig oben mitspielen, aber der Aufstieg wird nicht das Ziel sein“, so Klingenberg.

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