Neuer Südkirchener Kunstrasenplatz steht kurz vor der Freigabe

Fußballplatz

Der SV Südkirchen wartet sehnsüchtig darauf, den neuen Kunstrasenplatz endlich nutzen zu können. Er sieht schon sehr fertig aus. Die offizielle Einweihung plant der Verein erst im August.

Südkirchen

, 05.06.2019 / Lesedauer: 3 min
Neuer Südkirchener Kunstrasenplatz steht kurz vor der Freigabe

Viele Tausend Halme hat der Kunstrasenplatz in Südkirchen. © Sebastian Reith

Der Kunstrasenplatz in Südkirchen sieht schon sehr fertig aus. Über den Stand informierten am Dienstag, 4. Juni, die Gemeinde und der Verein bei einem Termin.

? Ist der Platz schon bespielbar?

Theoretisch ja, praktisch aber nein. Der Grund: Die Schlussabnahme fehlt noch. Die soll aber spätestens kommende Woche erfolgen. „Wir sind froh, dass die gesamte Platzanlage im Prinzip fertig ist. Wir übergeben dem SV Südkirchen eine rundum erneuerte Platzanlage“, sagte Bürgermeister Dietmar Bergmann am Dienstag bei einem Pressetermin. Solange die Platzabnahme noch fehlt, ist das Betreten nicht erlaubt.

? Wann findet das erste Fußballspiel auf Kunstrasen statt?

Das steht noch nicht fest. Erfolgt die Schlussabnahme noch in dieser Woche, könnte die Jugendspielgemeinschaft (JSG), in der sich der SV Südkirchen zusammen mit dem SC Capelle und dem FC Nordkirchen befindet, sogar noch im Juni ein Spiel auf Kunstrasen abhalten. „Die JSG hat bei uns schon angefragt“, sagte Ludger Hörstrup, Präsident des SV Südkirchen, am Dienstag. Die Erwachsenen haben keine Spiele mehr.

? Gibt es eine Einweihung?

Ja, der erste Trainingsbetrieb wird aber weit vor der Einweihung laufen. Der SV plant ein dreitägiges Fest von Freitag, 23. August, bis Sonntag, 25. August. Freitags findet ein Altherrenturnier statt, der Samstag beginnt mit Jugendspielen. Ab 15 Uhr soll es eine offizielle Übergabe geben, die in ein Dorfturnier mündet und in eine Feier ausklingt. Sonntag sollen dann die beiden Herrenmannschaften und die Damen in die Saison starten.

Neuer Südkirchener Kunstrasenplatz steht kurz vor der Freigabe

Bauamtsleiter Josef Klaas, Bürgermeister Dietmar Bergmann, SV-Präsident Ludger Hörstrup und Geschäftsführer Thomas Wiggers waren am Dienstag gemeinsam beim Pressetermin, um den neuen Platz vorzustellen. © Sebastian Reith

? Ist der Kostenrahmen eingehalten worden?

Nein. Die Sportanlage ist teurer geworden. Bauamtsleiter Josef Klaas konnte keine genauen Zahlen nennen, schätzt aber einen Mehraufwand von rund 40.000 Euro. „Wir haben mehr gemacht, als wir - Verein und Gemeinde - anfangs geplant haben“, sagte Bergmann. Dazu gehören Pflasterarbeiten und ein behindertengerechter Ausbau. Bislang sind Kabinen und der Eingang zum Vereinsheim nur über eine Kante erreichbar. Hier hat die Gemeinde das Höhenniveau noch angleichen lassen. „Wir waren der Meinung als Gemeinde, dass es Sinn macht, damit wir eine vernünftige Anlage übergeben und nicht diskutieren, was wir an welcher Stelle noch leisten“, sagte Bergmann.

? Welche Bauarbeiten sind noch zu leisten?

Etwas ganz Wichtiges fehlt: die Tore. Es fehlen auch noch Zäune und die Spielerbänke. Da der Kunstrasenplatz deutlich kleiner ist als der große Rasenplatz, entsteht hinter dem Tor derzeit noch ein Naturrasen-Kleinspielfeld, das noch nicht fertig ist. Zudem gibt es diverse Aufräumarbeiten und Verschönerungsarbeiten. Bereits abgerissen sind Beachvolleyballfeld und Weitsprunganlage. Eine neue Sprunggrube soll es geben, damit die Grundschule ihr Sportfest weiter abhalten kann.

? Wird die Sportanlage auch außerhalb des Trainingsbetriebes für die Öffentlichkeit zugängig sein?

Das ist noch unklar. Das Hausrecht, stellten die Beteiligten klar, liegt beim SV Südkirchen, der bestimmen darf, wer die Anlage nutzen und betreten darf. Josef Klaas sagte: „Er ist dafür gemacht, dass private Hobbyturniere hier stattfinden. Uns liegt es daran, die Anlage, die teuer genug war, zu schonen.“ Freizeitkicker werden sich aber daran gewöhnen müssen, nur das Kleinspielfeld, das nicht eingezäunt sein wird, nutzen zu können. Klaas richtete einen Appell an die Südkirchener, den Kunstrasenplatz, solange dieser noch nicht eingezäunt ist, nicht mit dem Hund zu betreten, da Tierkot das Material angreifen könne.

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Der SV hat es abgelehnt, einen Teil der Fläche weiter zu nutzen. Der Schützenverein wird aber wohl zwei Drittel nutzen.

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